24.01.2020 - 08:50 Uhr
SchönseeOberpfalz

Mehr Sicherheit für Fußgänger

Der Lebensmittel-Discounter Norma soll noch dieses Jahr über einen Gehweg entlang der Staatsstraße fußläufig erreichbar sein. Und auch der bestehende Weg im Innerortsbereich wird saniert.

Gefährliche Situation: Fußgänger müssen für den Einkauf im Lebensmittel-Discounter Norma nach dem Ortsschild auf der Staatsstraße 2154 gehen. Der Stadtrat beschließt deshalb in der jüngsten Sitzung, einen Gehweg an der „Eslarner Straße“ zu bauen und den bestehenden Weg innerorts als Hochbord anzulegen.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Der Vorentwurf für den Neubau, beziehungsweise Ausbau eines Gehweges entlang der "Eslarner Straße" wurde bereits im Juni 2019 ohne Beschluss im Gremium vorgestellt. Damals waren noch die Erschließungsbeiträge (rund 90 Prozent) für die Anlieger beiderseits der Straße im Gespräch. Die jetzt beschlossene Maßnahme wird die Stadt ohne Anliegerbeteiligung in Angriff nehmen.

Synergieeffekt mit Bayernwerk

Wie Bautechniker Anton Ziereis vom Neunburger Büro "Beraten und Planen GmbH" in der öffentlichen Sitzung am Dienstag anführte, habe das Bayernwerk die Stadt am 16. Oktober informiert, dass das Unternehmen Kabel im Gehweg verlegen möchte. Dazu wurde angefragt, ob die Stadt die Wegebaumaßnahme bis zum Caritashaus verlängern könnte. "Das wäre ein Synergieeffekt, denn das Bayernwerk übernimmt die Kosten für 70 Zentimeter Breite", erklärte Bürgermeisterin Birgit Höcherl. Ziereis stellte die Planung für die Verbesserung der fußläufigen Situationen im Bereich "Eslarner Straße" - vor allem vor der Praxis Dr. Killer - und die fehlende Anbindung an den Lebensmittel-Discounter Norma noch einmal kurz vor. Ein Abstimmungstermin mit dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach fand am 26. Mai 2019 vor Ort statt. Die Behörde werde sich an den Kosten beteiligen und die benötigte Fläche vom Straßenraum abtreten, so Ziereis.

Der Lebensmittel-Discounter wird nach dem Wegfall des Nahversorgers im Zentrum zunehmend von Fußgängern frequentiert. Die einzige fußläufige Anbindung verläuft auf der Staatsstraße. Aus Sicherheitsgründen wird nun außerörtlich ein Gehweg mit zwei Meter Breite gebaut. Der bestehende untere Gehweg wird auf mindestens 1,50 Meter ausgebaut. Die schmalste Stelle beträgt hier aktuell 1,15 Meter. Auf Nachfrage aus dem Gremium wies die Bürgermeisterin darauf hin, dass man künftig darauf schauen sollte, dass die Autos nicht mehr auf dem Gehweg, sondern auf der Straße parken. Die Hochbord-Ausführung (15 Zentimeter) werde dies sicher auch einschränken.

Der Gehweg wird bis hinunter zum Caritashaus saniert. Damit soll die fußläufige Anbindung von Kindergarten, Arztpraxis und Einkaufsmarkt verbessert werden – und auch mit Rollator oder Kinderwagen gut passierbar sein.

Mit Beleuchtung

"Die Ist-Situation ist gefährlich und nicht akzeptabel", sagte Josef Eibauer. Reinhard Kreuzer regte an, das Ortsschild hinter die Norma zu versetzen. Dies sei an einer Staatsstraße nicht so einfach, erklärte Höcherl dazu, "aber mit dem Gehweg sind wir einen Riesenschritt weiter". Für mehr Sicherheit werde auch die Ausleuchtung per vier eingeplanter Masten sorgen. "Ich bin froh, dass jetzt gebaut wird, nachdem ich dies bereits 2016 zu gleichen Bedingungen schriftlich beantragt habe", meldete sich Thomas Schiller zu Wort. „Du hast den Antrag auch wieder zurückgezogen“, erinnerte Josef Irlbacher. „Zwischenzeitlich gab es Änderungen bei den Straßenausbaubeiträgen und auch bei der Einkaufssituation“, stellte die Bürgermeisterin fest. Wie sie anmerkte, sei für sie das Thema erst durch den Wegfall des Edeka-Marktes wichtig geworden.

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