29.11.2020 - 12:16 Uhr
SchönseeOberpfalz

Dorf Gaisthal "nicht abschneiden"

Wenn im Frühjahr 2021 der Ausbau der Staatsstraße 2159 zwischen Schönsee und Gaisthal startet, wünschen sich die Bürger eine Umleitung durch ein Waldstück. Keinen Erfolg bringen zwei Anträge bei den VG-Gemeinden.

Seit einem Jahr sind die Bäume entlang der Staatsstraße 2159 zwischen Gaisthal und Schönsee schon gerodet. Im Frühjahr soll nun der Ausbau mit längerer Straßensperrung starten. Im Stadtrat wurde eine Umleitung diskutiert.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Im Jahr 2021 steht nun definitiv der Ausbau der Staatsstraße 2159 zwischen Gaisthal und Schönsee an. Damit einhergehend müssen die Bewohner des Schönseer Landes mit einer längeren Sperrung der Strecke rechnen. Die Umleitungen bringen einen weiten Umweg mit sich. "Wir brauchen eine Verbindung zwischen Gaisthal und der Stadt", sagte Josef Eibauer beim Tagesordnungspunkt "Fragen" auf der jüngsten Stadtratssitzung. Er regte deshalb an, bei den Staatsforsten nachzuhaken, damit die Wegeverbindung zwischen Rackenthal und Schwand für die Bürger befahrbar wird.

2021 steht die Sperrung der Staatsstraße zwischen Schönsee und Gaisthal bezüglich des Ausbaus an

Schönsee

Buchten zum Ausweichen

"Wir sind dran, dies zu klären. Ich habe gestern mit Forstdirektor Bösl telefoniert", stellte Reinhard Kreuzer dazu fest. Im Raum stehe noch eine Abklärung bezüglich der Verkehrssicherungslast, welche die Stadt zu tragen habe, sowie auch eventuelle Ausweichstellen und das Thema Schwerlastverkehr. Fraktionssprecher Christian Weinfurtner fragte den Bürgermeister, wie es beim Klöppelkreis Schönsee ausschaue. "Der Klöppelunterricht in der Schule findet statt und der Trafo ist eingerichtet", führte dieser an. Daraufhin ergriff Vorsitzende Frieda Roith, welche die Sitzung als Zuhörerin verfolgte, das Wort. Sie machte ihrer Unzufriedenheit bezüglich der Vorarbeiten für die Klöppeltage 2021 Luft und stellte fest: "Wir machen nicht die Schreibarbeiten für die Stadt." Außerdem habe sie den im Mai beantragten Flyer erst Mitte August erhalten. "Die Touristinfo hat die Schreibarbeiten bisher gemacht. Das bleibt auch so", stellte Kreuzer klar. Allerdings sei es noch ungewiss, ob die auf 2021 verschobenen Klöppeltage auch stattfinden können. Der Bürgermeister befand den Vorschlag von Eibauer gut, die Thematik im Tourismusausschuss zu besprechen.

Defizit im Recyclinghof

Reinhard Kreuzer sprach kurz die Berichterstattung zur jahrelangen Standortsuche der Sozialtherapeutischen Einrichtung (STE Lindau) an und meinte: "Die Presseerklärung von Birgit Höcherl entspricht nicht den Tatsachen. Denn laut Frau Hirschleb hat es mit meiner Vorgängerin nur ein Telefonat gegeben." Er könne die Aussage der STE-Leiterin nachvollziehen, da dies auch so im Stadtrat kommuniziert worden sei.

Der Bürgermeister informierte noch über zwei Anträge, die er an die beiden VG-Gemeinden Stadlern und Weiding gestellt hatte. Jeweils einstimmig abgelehnt wurde sowohl eine Beteiligung am Defizit des Recyclinghofes, als auch am Centrum Bavaria Bohemia (CeBB). Wie Kreuzer ausführte, bestehe aber beim Defizit des Recyclinghofes, die Chance, 16 000 Euro vom Landkreis zu bekommen. Die Kreisbehörde bezahle seit 2015 eine zweite Arbeitskraft (3 Stunden/Woche) am Recyclinghof, doch es sei damals versäumt worden, den Mitarbeiter zu melden. Nachdem es nicht mehr nachzuvollziehen sei, wo der Fehler lag, werde das Landratsamt eine Erstattung überprüfen.

Eine Beteiligung am Defizit des Centrum Bavaria Bohemia haben die beiden Gemeinden laut Kreuzer mit der Begründung abgelehnt, "dass das CeBB für Stadlern und Weiding keinen Nutzen hat, sondern nur für Schönsee". Thomas Schiller bewertete dies als "starkes Stück der interkommunalen Zusammenarbeit", vor allem auch die Tatsache, dass beide Bürgermeister den Antrag abgelehnt haben. "Die Gastronomie in einer der Kommunen hat bei CeBB-Veranstaltungen sicher profitiert", war es aus der Mitte des Stadtrates zu hören.

Um 22 Uhr, nach drei Stunden Beratung im Feuerwehr-Schulungsraum und kurz vor Eintritt in die Tagesordnung der nichtöffentlichen Sitzung, monierten Räte von CSU und Bürgerliste Miteinander Einträge auf der Homepage von Thomas Schiller.

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