25.03.2021 - 08:45 Uhr
SchönseeOberpfalz

CeBB in Schönsee stellt Buch "Achtung Grenze!" bei Online-Lesung vor

Kulturleben muss weiterhin online stattfinden. Das Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) in Schönsee ist bei virtuellen Veranstaltungen mittlerweile ziemlich fit. Bei der Buchvorstellung „Achtung Grenze!“ klicken sich 70 Teilnehmer rein.

CeBB-Leiterin Veronika Hofinger und Karl Reitmeier, Mitautor von "Achtung Grenze!", bei der Lesung im CeBB-Onlinestudio. Verantwortlich für die technische Organisation war Mitarbeiter David Vereš.
von Hans EibauerProfil

Ein Klick zuhause am Rechner und schon öffnet sich das zweisprachige virtuelle Studio zur Vorstellung des Buchs "Achtung Grenze!". Organisationstechnisch werden Online-Formate für das CeBB-Team mit Leiterin Veronika Hofinger, David Vereš, Verantwortlich für die Plattform bbklt.net, und Koordinatorin Ivana Danisch mit der Zeit zur Routine. Doch für Studiogast Karl Reitmeier, Mitautor des Buchs und Präsentator auf der bayerischen Seite ist es Neuland, bei einer Buchvorstellung nicht in die Augen des Publikums schauen zu können, sondern nur eine Kamera vor sich zu haben.

Live zugeschaltet ist in Domažlice (Taus) die Historikerin und Herausgeberin Kristýna Pinkrová, die nach einführenden Worten von Veronika Hofinger das Ausstellungs- und Buchprojekt „Achtung Grenze – Pozor hranicé!“ vorstellte. Bei der Lesung eines Buchkapitels wechselte sie sich anschließend mit dem Brückenbauer-Preisträger und Journalisten Karl Reitmeier aus Waldmünchen ab.

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Beide nehmen die erfreulich vielen Gäste – rund 70 sind auf Facebook und Zoom virtuell live dabei – mit ins Jahr der Wende und lesen aus dem Schlusskapitel „1989: Grenzen öffnen – Brücken bauen?“. Die zehn Doppelseiten, links in tschechisch, rechts in deutsch verfasst, beginnen mit einem Dialog von Karl Reitmeier und Zdeněk Procházka. Er sagt „Wir müssen vor allem lernen, frei zu sein“ und der Deutsche aus Waldmünchen lässt mit seinen Worten „Wir erleben einen historischen Moment“ die Dimension von Mauerfall, Samtener Revolution 1989 und dem Durchschneiden des Stacheldrahts am 23. Dezember 1989 bei Waidhaus erahnen.

Die Ausstellung und jede der zehn beschriebenen Epochen im Buch nimmt die Besucher und Leser mit in die Geschichte der benachbarten Grenzregionen Cham und Domažlice und zeichnet die Veränderungen im örtlichen Leben von der Vorgeschichte bis in die Gegenwart nach.

Fragen, die nach einer Lesung üblicherweise den Autoren gestellt werden, verlagern sich online in den Chat, aus dem Veronika Hofinger zitiert. Ein Teilnehmer will beispielsweise wissen, wer ihm bei der Ahnenforschung eines im Friedhof in Bělá nad Radbuzou (Weißensulz) ruhenden Verwandten helfen könnte, und eine Zuhörerin fragt nach den Bezugsquellen des Buches. Veronika Hofinger berichtet von der immensen Nachfrage, die in den vergangenen Tagen auf das CeBB zurollte und sagt zu, Bestellungen (15 Euro pro Buch plus sechs Euro Versandkosten) schnellstmöglich nachzukommen.

Mittlerweile zeichnet sich ab, dass die Erstauflage von 1000 Stück bald vergriffen sein wird. Es gibt wohl kein besseres Kompliment für Initiatorin und Herausgeberin Kristýna Pinkrová mit ihrem, dem Thema leidenschaftlich verbundenen Autorenkollektiv. Auf tschechischer Seite sind es neben der Projektverantwortlichen noch Ladislav Ptáček, Zdeněk Procházka, Dr. Karel Řeháček, und auf deutscher Seite Karl Reitmeier, Werner Perlinger und Günther Bauernfeind. Die Lesung wird demnächst online unter www.bbkultnet.de in ganzer Länge abrufbar sein.

Die Historikerin und Herausgeberin Kristýna Pinkrová war live aus Domažlice (Taus) zugeschaltet.

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