03.08.2020 - 17:02 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Notdächer für die bayerischen Feuerwehren

Die Versicherungskammer Bayern stellt den bayerischen Feuerwehren 90 Notdächer zur Verfügung. Sie können bei Schäden von Sturm, Hagel oder einem Brand schnell über ein beschädigtes Haus gestülpt werden.

Innerhalb von nur wenigen Minuten kann die Feuerwehr ein solches Notdach über ein Haus ziehen. Die Versicherungskammer Bayern will die Schäden nach einem Unwetter mit Hagel oder Sturm möglichst klein halten und hat nun zwölf solcher reißfesten Planen für die Oberpfalz zur Verfügung gestellt.
von Autor GFRProfil

Die Führungskräfte der Feuerwehren aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach und der Oberpfalz haben sich am Samstag beim Feuerwehrgerätehaus in Schnaittenbach eingefunden. Denn Florian Ramsl von der Versicherungskammer Bayern hatte etwas ganz Besonderes im Gepäck: zwölf Notdächer für den Regierungsbezirk Oberpfalz. Sie werden bei den Feuerwehren in Schnaittenbach und Neutraubling gelagert. Bei Bedarf können die zwölf Notdächer über ein Haus gestülpt werden, das von Hagel, Sturm oder Feuer beschädigt worden ist.

Ramsl erklärte, dass die zahlreichen Unwetter mit Hagel in den vergangenen Jahren der Versicherungskammer Millionen Euro gekostet hätten. "In Oberbayern haben sich diese Art Notdächer bereits gut bewährt, um noch weitere Schäden zu verhindern." Er denke, dass die Anzahl schwerer Stürme in Zukunft zunehme. "Das hat die Versicherungskammer Bayern bewogen, einen Beitrag zu leisten, um den Schaden kleiner zu halten." Insgesamt seien es 90 Notdächer, die dem Freistaat nun zukommen.

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Verkohlte oder von Sturm und Hagel beschädigte Dächer sind meistens Einsturz gefährdet und sollten nicht betreten werden. "Aber irgendwie müssten die Häuser gesichert werden", sagte Ramsl.

Die Notdächer sind aus reißfester Gewebeplane und werden mit einer Drehleiter oder einem Kran über das Haus gehoben. Acht Helfer ziehen sie an Seilen auseinander und lassen sie langsam über das Gebäude herab. "So ist das Haus notfalls über Monate gesichert", so Ramsl. Hannes Eitzenberger, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbands Bayern, sieht in den Notdächern einen wertvollen Beitrag zur Schadensbegrenzung. Zwar seien sie in der Oberpfalz nur in Schnaittenbach und Neutraubling eingelagert, sie stünden aber allen Feuerwehren der Oberpfalz zur Verfügung.

Es dauerte in der Vorführung nur wenige Minuten, bis mit Hilfe der Hirschauer Drehleiter das Notdach über einem Haus ausgebreitet und fest gezurrt war.

Die reißfeste Gewebeplane lässt sich mit einem Kran oder einer Drehleiter schnell über das beschädigte Haus stülpen.
Kreisbrandrat Fredi Weiß (am Mikrofon) hieß die Feuerwehrführungskräfte in Schnaittenbach willkommen. Dahinter (von links) Versicherungskammerrepräsentant Florian Ramsl, Wolfgang Scheuerer (Kreisbrandrat des Landkreises Regenburg und stellvertretender Vorsitzender des Bezirksfeuerwehrverbands Oberpfalz), Hannes Eitzenberger (Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbands Bayern), Landrat Richard Reisinger und Erster Bürgermeister Marcus Eichenmüller.
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