29.05.2018 - 16:02 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Premiere für Erasmus Grasser

Noch bis Ende Juli läuft erstmals eine eigene Erasmus-Grasser-Ausstellung im Bayerischen Nationalmuseum

Vor allem für seine Moriskentänzer kennt man Erasmus Grasser.

Erasmus Grasser zählt zu den großen Bildhauern der deutschen Spätgotik: Ein gebürtiger Schmidmühlener. Genau 500 Jahre nach seinem Tod ist ihm erstmals eine eigene Ausstellung gewidmet. Sie ist noch bis Sonntag, 29. Juli, im Bayerischen Nationalmuseum in München zu sehen.

Dessen Generaldirektorin Renate Eikelmann führte den Landesdenkmalrat, dem auch der Schnaittenbacher Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl (SPD) angehört, durch die Präsentation. In Kooperation mit dem Diözesanmuseum Freising ist es der Museumsleitung gelungen, im Bayerischen Nationalmuseum fast alle Hauptwerke Grassers zusammenzutragen. Sie konzentrieren sich bis heute in München, wo Grasser erstmals 1475 nachweisbar ist, sowie südöstlich der Stadt.

Gleich sein erster Auftrag in München verhalf ihm zum Durchbruch: Die expressiv bewegten Moriskentänzer schuf er 1480 für den Tanzsaal des Alten Rathauses. Der Moriskentanz war eine Modeerscheinung des späten 15. Jahrhunderts. Der Name leitet sich von christianisierten Mauren in Spanien her, ohne dass die in Mitteleuropa agierenden Spielleute zwangsläufig von dort stammten. Alle anderen heute noch erhaltenen Arbeiten wurden für den kirchlichen Gebrauch und die private Frömmigkeit geschaffen. Andere berühmte Werke wie das vielgestaltige Chorgestühl der Frauenkirche oder die mächtige Figur des heiligen Petrus aus der Münchener Kirche St. Peter stammen ebenfalls von Erasmus Grasser.

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