29.10.2020 - 11:13 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Norbert Fischer weiter Vorsitzender der IG Bau im Ortsverband Schmidmühlen-Kastl-Rieden

Norbert Fischer steht weiter an der Spitze des Ortsverbands Schmidmühlen-Kastl-Rieden der IG Bauen-Agrar-Umwelt (Bau). Bei der Jahreshauptversammlung bestätigen ihn die Mitglieder im Amt.

Der neue Vorstand des Ortsverbands Schmidmühlen-Kastl-Rieden der IG Bau mit Gewerkschaftssekretär Karl Toth (Dritter von links) und dem Vorsitzenden Norbert Fischer (rechts).
von Johann BauerProfil

Ein Rückblick auf die vergangenen vier Jahre des Ortsverbands sowie Neuwahlen und Informationen zu aktuellen Themen bildeten die Schwerpunkte der Zusammenkunft der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt. Gewerkschaftssekretär Karl Toth referierte über das Schlichtungsergebnis für das Baugewerbe, das im September von beiden Seiten angenommen worden war, und die daraus resultierenden Löhne und Gehälter. Toth zählte die Inhalte des Schlichtungsergebnisses auf.

Demnach werden die gekündigten Tarifverträge rückwirkend zum 1. Mai 2020 wieder in Kraft gesetzt. Sie haben eine Laufzeit bis 30. Juni 2021, also von insgesamt 14 Monaten. Zum Vergleich: 2018 hatten die Tarifverträge eine Laufzeit von 26 Monaten. "Dass die Tarifverträge wieder abgeschlossen werden, ist wichtig. Denn wenn sie gekündigt sind, behalten sie zwar ihre Gültigkeit für Gewerkschaftsmitglieder in ihrem jetzigen Arbeitsverhältnis. Wechselt man aber den Arbeitsplatz, haben sie keine Wirkung mehr", sagte Toth. Der Chef könne mit neuen Arbeitsverträgen die Arbeitsbedingungen verschlechtern, warnte er. Ein Neuabschluss bedeute also Sicherheit.

Die Löhne und Gehälter stiegen zum 1. Oktober 2020 deutschlandweit um 0,5 Prozent. Dabei handelt es sich nach Angaben des Gewerkschaftssekretärs um den symbolischen Einstieg in die Wegezeitentschädigung. Damit müssten die Arbeitgeber auch finanziell zeigen, dass sie bereit seien, das Thema der Wegezeitentschädigung anzupacken. Alle Beschäftigten erhalten nach seinen Worten spätestens mit der Auszahlung des November-Entgelts eine Corona-Prämie: Arbeitnehmer 500 Euro netto, Auszubildende 250 Euro netto, Teilzeitbeschäftigte anteilig.

Beschäftigte in Altersteilzeit bekommen demnach unabhängig von der Arbeitszeitverteilung 250 Euro netto. Für jeden Monat zwischen April und November 2020 ohne Vergütungsanspruch reduziert sich die Prämie um jeweils ein Achtel. Anders als bei den 2018 vereinbarten Einmalzahlungen ist für den Anspruch kein Stichtagsmonat wichtig. "Die Arbeitgeber haben bis zuletzt versucht, die Prämie bei 200 Euro für die Beschäftigten zu belassen", sagte Toth.

Das Ergebnis der Neuwahlen: Vorsitzender: Norbert Fischer, Stellvertreter: Armin Volber, Beisitzer: Günther Bauer, Jürgen Fellner, Johann Klieber, Jürgen Volber und Richard Volber, Bezirksbeirat: Norbert Fischer (Ersatz: Armin Volber).

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.