05.05.2021 - 14:03 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Neue Beschilderung für US-Kolonnen und Konvois nach Hohenfels

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Der Bürgermeister und die US-Militärs wollen das Problem in den Griff bekommen: Ein Straßenschild in englischer Sprache am Ortseingang soll künftig gezielt darauf hinweisen, dass der Ortskern von Schmidmühlen für Militärfahrzeuge tabu ist.

Die Bypass-Route für den Militärverkehr an Schmidmühlen vorbei soll deutlicher ausgeschildert werden. Darauf einigen sich Bürgermeister Peter Braun und die US-Militärs im Rathaus. Der Hinweis "Emhof Gate" wird laut Braun oft übersehen.
von Paul BöhmProfil

Wie Bürgermeister Peter Braun den Marktgemeinderat Schmidmühlen bei dessen Sitzung informierte, hatte es in den vergangenen Tagen im Rathaus eine Besprechung für die ergänzende Verkehrsleitplanung in den Truppenübungsplatz Hohenfels gegeben. Teilnehmer waren neben Braun auch sein Stellvertreter Martin Bauer und Verwaltungsleiter Thilo Gawlista. Die US-Armee vertraten Oberst Christopher Danbeck, der Kommandeur der US Garrison Bavaria und zuständig für die Standorte Grafenwöhr, Vilseck, Hohenfels und Garmisch-Partenkirchen, Oberst Tom Murtha, der Kommandeur von JMRC Hohenfels, der Deputy Garrison Manager von Hohenfels, Patrick Rothbauer, sowie Evi Schwenzl von Public Affairs bei JMRC Hohenfels. Bei der Besprechung einigte man sich nach Angaben des Bürgermeisters darauf, ein zusätzliches Verbotszeichen für Militärfahrzeuge aufzustellen.

Die Vorgeschichte: In letzter Zeit war es verstärkt vorgekommen, dass bei Übungen der US-Armee einzelne Militärfahrzeuge und auch Konvois in den Innenbereich des Marktes gefahren waren, um über das Tor Schmidmühlen in den Truppenübungsplatz Hohenfels zu gelangen. Bereits beim Bürgermeistertreffen der Truppenübungsplatzrandgemeinden mit den US-Militärs aus Hohenfels in Laaber hatte Braun darauf hingewiesen, dass regelmäßig bei Übungen der Army teils schwere Militärfahrzeuge ins Ortszentrum einfahren. Angesichts der engen Straßen und der geringen Tonnage der Brücken im Ortskern gebe es für diese Fahrzeuge kein Durchkommen, sagte Peter Braun. Er monierte auch die Zunahme größere Verkehrsbehinderungen durch schwere US-Militärfahrzeuge. Dies sei bei den beiden vergangenen Übungen wieder der Fall gewesen.

Wie Bürgermeister Peter Braun betonte, hätten sowohl die Gemeinde als auch die US-Militärs größtes Interesse daran, dass derartige „Irrfahrten“ nicht mehr vorkämen. Seine Forderung: "Schon im Zufahrtsbereich zum Markt müssen zusätzliche Verkehrsschilder aufgestellt werden, die sehr deutlich darauf hinweisen, dass eine Durchfahrt für taktische Fahrzeuge verboten ist." Die US-Militärs versprachen darüber hinaus, die Kolonnen- und, soweit es sich um Einzelfahrzeuge handelt, die Fahrzeugführer nochmals besonders auf diesen Umstand hinzuweisen. Im Landkreis Neumarkt ist nach Brauns Angaben eine solche Bypass-Route für Militärfahrzeuge schon länger ausgeschildert und hat sich bewährt.

Der Marktgemeinderat gab bei seiner Sitzung grünes Licht für den Neubau einer Garage im Baugebiet „In der Zell“ in Emhof, für den Neubau einer Terrassenüberdachung in der Emmeram-Straße und für einen Garagenneubau samt einer Holzlege am Herrenhölzl. Genehmigt wurden die Auffüllung einer landwirtschaftlichen Nutzfläche mit Mutterboden/Humus und Oberboden in Sinzenhof und der Neubau eines Einfamilienwohnhauses am Ledererhang. Auch der Erweiterungsbau für den bestehenden Netto-Markt und Errichtung eines Nebengebäudes mit einem behindertengerechten Aufgang und Carport samt Balkon im Zieglerweg gingen durch. Sein Einverständnis gab das Gremium zur Aufstellung eines Unterkunftswagens für einen Bauernhofkindergarten in der Harschhofer Straße.

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"Schon im Zufahrtsbereich zum Markt müssen zusätzliche Verkehrsschilder aufgestellt werden, die sehr deutlich darauf hinweisen, dass eine Durchfahrt für taktische Fahrzeuge verboten ist."

Peter Braun, Bürgermeister von Schmidmühlen

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