04.08.2021 - 10:30 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Feuerwehr Schmidmühlen feiert ihr 150-jähriges Bestehen in kleinem Rahmen

Eigentlich hätte es ein großes Fest werden sollen. Doch dann kam Corona. Gefeiert hat die Feuerwehr Schmidmühlen ihr 150-jähriges Bestehen trotzdem – in kleinerem Rahmen halt.

Anlässlich der 150-Jahr-Feier der Feuerwehr Schmidmühlen führt ein Festzug führte durch den Ort, angeführt von der Blaskapelle St. Ägidius und den Festdamen.
von Autor POPProfil

Es war ein feines, wenn auch kleines Fest, als die Feuerwehr Schmidmühlen ihr 150-Jähriges beging. Eigentlich wollte man schon auf im vergangenen Jahr groß Jubiläum feiern, doch die Corona-Pandemie machte das unmöglich. So war es auch heuer. Deshalb plante man in kleinerem Rahmen.

Die Verantwortlichen der Wehr machten aus der Situation das Beste. Viele Aktive bereiteten in Arbeitskreisen die Feier vor. Eine Festdamengruppe wurde gegründet, ein Patenverein gesucht und mit der Feuerwehr Dietldorf gefunden, Musikgruppen verpflichtet. Es wurde ein gelungener Tag. Den Auftakt machte ein Gottesdienst der Pfarrkirche St. Ägidius. Pfarrer Werner Sulzer blickte dabei auf die Katastrophengebiete im Westdeutschland, wo tausende Helfer im Einsatz seien und auch Feuerwehrleute ihr Leben gelassen hätten. Sulzer betonte: „Es braucht wahrlich Menschen, die sich für den Nächsten einsetzen.“

Der Geistliche blickte zurück auf die lange Vereinsgeschichte der Feuerwehr, beginnend bei der Gründung 1870 über die Weltkriege und Neuanfang mit Fahnenweihe bis hin zur Technisierung der Wehr und deren stete Weiterentwicklung. Den Dienst in der Feuerwehr könne man nicht nur aus Spaß, nur am Interesse an der Kameradschaft oder nur in der Erwartung von Dank leisten. "Vielmehr muss man seiner inneren Stimme folgen, sich im wahrsten Sinnen des Wortes berufen fühlen, um den Anforderungen des schwierigen Dienstes gerecht zu werden und das oft bei Einsätzen Erlebte verarbeiten zu können", betonte er. Bei dem Gottesdienst gedachte der Verein auch seiner verstorbenen und gefallenen Mitglieder. Die Fahnenbänder wurden gesegnet.

Im Anschluss an den Gottesdienst führte ein kleiner Festzug, den die Blaskapelle St. Ägidius anführte, zum Schlossstadel, in dem die Wehr zusammen mit der Patenwehr Dietldorf feierte. Vorsitzender Christian Renghart dankte vor allem den Sponsoren, die die Wehr trotz des abgesagten Festes finanziell unterstützten. Stellvertretender Landrat Stefan Braun überbrachte die Glückwünsche des Landrats und Schirmherrn Richard Reisinger. Braun bezeichnete die Feuerwehren als unverzichtbar im Brand- und Katastrophenschutz. Dies unterstrich auch Schmidmühlens Zweiter Bürgermeister Martin Bauer, der der Jubelwehr für die vielen geleisteten Arbeits- und Einsatzstunden dankte.

Für Kreisbrandinspektor Hubert Blödt ist die Wehr in Schmidmühlen ein wichtiger Eckpfeiler im südlichen Landkreis. Die aktuellen Katastrophen zeigten, "dass es die Feuerwehren sind, die innerhalb weniger Minuten hunderte Einsatzkräfte und Rettungsgeräte mobilisieren können". Das sei beispielhaft in Europa. Vorsitzender Sascha Kellner von der Patenfeuerwehr Dietldorf überreichte ein Bild vom Patenbitten. Dank galt dem Festleiter Thomas Birner für seine Organisationsarbeit, Festmutter Petra Fellner für die Betreuung der Festdamengruppe und Chronist Josef Popp, der eine Dokumentation über die Vereinsgeschichte zusammengestellt hat.

Vorsitzender Christian Renghart heftet das Fahnenband an die Fahne des Patenvereins Dietldorf.
Mit eiben Foto vom Fest der Patenschaftsübernahme bedankte sich der Patenverein aus Dietldorf

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Schmidmühlen

„Es braucht wahrlich Menschen, die sich für den Nächsten einsetzen.“

Pfarrer Werner Sulzer

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