Schluss mit der Angst

25.05.2022 - 10:00 Uhr
OnetzPlus

Krieg, Krankheit, Einsamkeit - vor was fürchten Sie sich? Oft hindern uns unsere Ängste daran, glücklich durchs Leben zu gehen. Doch dagegen können wir etwas tun, wir müssen sie nur erkennen und uns ihnen stellen.

Angst hindert uns oft daran, ein glückliches Leben zu führen.

„Nur wer Angst spürt, kann auch mutig sein“, sagt Tenzin Gyatso, der uns allen besser als Dalai Lama bekannt ist. Wir alle kennen wohl das Gefühl der Angst. Im Moment brauchen wir nur die Nachrichten anschalten, um uns vor Krieg oder eine Krise zu fürchten. Doch nicht nur die Welt da draußen macht vielen von uns immer wieder Angst. Da ist auch noch unser eigenes Leben. Wir haben Angst zu versagen, die Kontrolle zu verlieren, verletzt zu werden, Fehler zu machen, unsere Ziele nicht zu erreichen. Das kann manchmal so weit führen, dass wir regelrecht zu Gefangenen unserer Ängste werden.

Doch „Angst essen Seele auf“, wie wir seit dem gleichnamigen Film von Rainer Werner Fassbinder wissen. Angst lähmt, nimmt uns die Freude am Leben und hindert uns daran, glücklich zu sein. Grund genug, dass wir lernen, ohne Angst zu leben. „Das hört sich ja gut an“, sagen Sie vielleicht und schütteln den Kopf. „Aber Angst hat doch keinen Ausschaltknopf.“ Das stimmt, ganz ohne Angst geht es natürlich nicht. Denn Angst ist eine grundlegende Emotion, die uns auch vor Gefahren schützen kann. Doch wir können lernen zu erkennen, wann es um eine echte Gefahr geht und wann es sich nur so anfühlt. Und uns unseren Ängsten zu stellen.

Dafür müssen wir diese zunächst erkennen. Denn vieles spielt sich unbewusst ab. Nehmen Sie sich also einmal Zeit und denken Sie darüber nach, was Ihnen genau Angst macht. Seien Sie dabei ehrlich zu sich selbst und versuchen Sie, die Mechanismen zu erkennen, die sich in Ihrem Körper abspielen. Schreiben Sie ruhig Ihre Gefühle auf, so können Sie ganz viel über sich selbst lernen. Erinnern Sie sich auch daran, wie viele schwierige Situationen, die Ihnen in der Vergangenheit Angst gemacht haben, Sie mittlerweile schon gemeistert haben.

Sie werden erkennen, dass es hilfreich ist, nicht immer alles kontrollieren zu wollen, sondern zu lernen, wie man bestimmte Dinge einfach so akzeptiert, wie sie sind. „Wer seine Ängste überwunden hat, wird wirklich frei sein“, erkannte Philosoph Aristoteles schon vor über 2000 Jahren. Und US-Menschenrechtsaktivistin Eleonor Roosevelt riet: „Mach jeden Tag eine Sache, die dir Angst macht.“ Probieren Sie es aus. Jede einzelne furchteinflößende Situation, die Sie gemeistert haben, wird Ihnen ganz viel Selbstvertrauen schenken und Sie weiter motivieren. Denn nichts macht glücklicher als ein Leben ohne Angst.

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Oberpfalz19.05.2022

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