22.10.2020 - 15:52 Uhr
Schlicht bei VilseckOberpfalz

Vier Varianten für Geh- und Radweg in Schlicht

Für das Sondergebiet Solarpark Hohenzant hat der Vilsecker Stadtrat einen Bebauungsplan aufgestellt und den Flächennutzungsplan geändert. Diskussionen gab es bei der Geh- und Radweganbindung vom Baugebiet Weidenstock nach Schlicht.

Für Fußgänger kann es schon mal gefährlich werden, wenn sie auf der Staatsstraße vom Weidenstock nach Schlicht unterwegs sind.
von Redaktion ONETZProfil

Ein Vertreter der Investorenfirma Energiebauern GmbH trug die Stellungnahmen der zweiten Auslegungs-Runde vor. Stadtrat Wilhelm Ertl erkundigte sich, wer für die Kontrolle der Ausgleichsflächen zuständig sei. Diese Anpflanzungen beziehungsweise Eingrünungen bei bestehenden Anlagen seien in der Vergangenheit nicht immer ordnungsgemäß von den Betreiberfirmen erfolgt, begründete er seine Nachfrage.

Für die Kontrolle sei die Stadt zuständig, hieß es. Laut Bürgermeister Hans-Martin Schertl steht der abschließende Satzungsbeschluss noch aus, da es - wie auch beim Solarpark Schlichter Hölzl - eine Bürgerbeteiligung geben soll. Dazu würden noch abschließende Gespräche geführt.

Für die Geh- und Radweganbindung vom Baugebiet Weidenstock nach Schlicht war das in Amberg ansässige Planungsbüro Renner & Hartmann Consult GmbH beauftragt worden, verschiedene Varianten zu erarbeiten. Der dafür zuständige Mitarbeiter des Büros, Christian Faderl, stellte vier Möglichkeiten sowie deren Kosten vor. Vom Baugebiet zur Staatsstraße 2120 war bei der Erschließung bereits ein begleitender Geh- und Radweg angelegt worden. Dieser endet aber gegenüber des Schlichter Fußballplatzes. Laut Faderl verlaufen alle Varianten auf derselben Straßenseite, also der Ostseite. Auf Höhe der Brauerei ist eine Querungshilfe vorgesehen. Von dort würde der Weg auf der westlichen Straßenseite zum Marktplatz in Schlicht verlaufen. Eine Variante sieht die Fortführung des Geh- und Radweges auf der Ostseite und einen parallel verlaufenden Gehweg auf der Westseite vor.

2. Bürgermeister Thorsten Grädler würde die Wegeverbindung auf beiden Seiten weiterlaufen lassen. Stadtrat Jonas Dittrich favorisierte die östliche Seite für den Geh- und Radweg und begründete dies damit, weil viele Bürger die Anbindung an die Ortsmitte nach Vilseck wünschten. Diese Meinung fand breite Zustimmung.

Im oberen Bereich des Weges gibt es mehrere Möglichkeiten für eine Höhenentwicklung, was ausführlich diskutiert wurde. Angesichts großer Höhe müsse teilweise eine Steigung von zehn Prozent überwunden werden. Stadträtin und Inklusionsbeauftragte Lisa Weiß führte aus, für ältere Leute und Familien mit Kinderwägen sei so eine Steigung sehr beschwerlich. Deshalb plädierte sie für eine Variante mit geringerer Steigung.

Bei dieser würde der Geh-und Radweg neben der Staatsstraße verlaufen und nur durch einen Grünstreifen von dieser abgetrennt sein. Darin wiederum sah Stadtrat Andreas Kredler eine Gefahr, wenn man mit kleinen Kindern unterwegs sei. Er würde den Weg weiter abgerückt zur Staatsstraße führen lassen. Die bestehende Bepflanzung an der 2021 sei eine natürlich vorhandene optische Abgrenzung.

3. Bürgermeister Markus Graf sah zu viele Nachteile, werde der Weg nur mit einem Mindestabstand gebaut. Zu viel Böschung müsse gerodet und abgetragen werden. Die Einfahrt in Schlicht hätte durch die größerer Breite optisch einen "Autobahncharakter". Auch er plädierte dafür, eher weg von der Straße zu kommen, um den bestehenden Bewuchs zu erhalten.

Die Baukosten gab Faderl je nach Variante mit 245 000 und 375 000 Euro an. Die Maßnahme sei grundsätzlich förderfähig. Bürgermeister Schertl will zeitnah einen Ortstermin festsetzen, damit Stadträte und Planer vor Ort nach einer weiteren Lösung suchen, die sowohl Steigung als auch Anbindung an die 2021 berücksichtigt.

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