13.11.2020 - 09:51 Uhr
SchlammersdorfOberpfalz

Ein Prosit auf den Bier-Adventskalender aus dem Landkreis Neustadt

Für Biergenießer wird das wohl ein angenehmes Warten auf Weihnachten werden: Sechs Brauereien aus dem Kreis Neustadt haben gemeinsam einen Bier-Adventskalender gefüllt. Hinter jedem der 24 Türchen steckt eine andere süffige Überraschung.

Sechs Brauereien aus dem Landkreis Neustadt haben einen Bier-Adventskalender zusammengestellt.
von Anne Wiesnet Kontakt Profil

Warum Schokolade nehmen, wenn es Bier gibt: Im Landkreis Neustadt/WN ist ein neuer Adventskalender auf dem Markt. Er ist rechteckig, schwer und mit 24 Flaschen bestückt. Sechs Brauereien haben sich für dieses ungewöhnliche Warten auf das Christkind zusammengetan. Die Idee dazu hatte die Brauerei Püttner aus Schlammersdorf. "Die Coronazeit hat die Gastronomen und Brauereien sehr hart getroffen. Keine Veranstaltungen, nichts. Wir wollten etwas für den Landkreis machen und zeigen, wie vielfältig die Bierkultur hier ist", erklärt Juniorchef Jeremias Püttner. Gerade in dieser Zeit wollen sich die Brauereien so auch gegenseitig unterstützen.

Den weihnachtlich bedruckten Karton mit 24 Türchen hat Püttner bei einem Partner aus Amberg-Sulzbach gekauft. Er hat circa die Größe eines Bierkastens. "Wir haben leider nur 100 Stück von den Kalendern bekommen", sagt der 23-Jährige. Das nächste Mal sollen es mehr sein. In den Bier-Adventskalender haben die Brauereien Püttner, Würth, Behringer, Heberbräu, Moosbacher und das Brauhaus Floß allerlei leckeres Gebräu aus Hopfen und Malz gepackt. Ein Rauchbier, aber auch Hefeweizen, Pils und Zoigl sind dort zu finden. "24 Mal Bierkultur", ist Püttner stolz auf den Adventskalender, den er auch schon für das nächste Jahr ins Auge fasst. "Ich denke, das ist gut angekommen." Weil alle beteiligten Brauereien aus dem Landkreis stammen, hat der Kreis das "NEW"-Logo als Co-Branding zur Verfügung gestellt, informiert stellvertretender Pressesprecher Marcel Weidner auf Anfrage von Oberpfalz-Medien. Ansonsten habe sich der Landkreis an der Kooperation der Brauereien jedoch nicht beteiligt.

Der erste Sud des Eschenbacher Kommunbiervereins

Eschenbach

Aus dem nordöstlichen Teil des Landkreises macht Ludwig Würth von der gleichnamigen Brauerei in Windischeschenbach mit und freut sich über das gemeinsame Projekt, das die Biervielfalt in der Region widerspiegele. Er selbst hat sich auch einen Kalender reserviert und will zum 1. Dezember das erste Türchen öffnen. "Jeden Tag ist es eine Überraschung. Das Abendessen muss man dann halt nach dem Bier aussuchen", schmunzelt Würth.

Ludwig Koch vom Brauhaus Floß ist ebenfalls begeistert von dem Projekt. Er sieht in dem gemeinsamen Adventskalender die Chance zu einer besseren Vernetzung der Brauereien im Landkreis. "So könnte man gegen große Konzernkonkurrenz ein Bollwerk sein." Er hofft auch, dass die weihnachtliche Werbung die Menschen noch mehr zum Umdenken bringt und sie öfter regionales Bier kaufen.

Lino Molter von der Brauerei Molter macht zwar bei dem Bier-Adventskalender nicht mit, findet es aber trotzdem "eine schöne Sache". Weil es seine Brauerei in Irchenrieth noch nicht so lange gibt, hatte er keine Gelegenheit, an dem Projekt teilzunehmen. Beim nächsten Mal wäre aber auch er gerne dabei. "Da bin ich immer offen und würde mich freuen, wenn man die nächsten Jahre zusammenarbeiten könnte", sagt der 29-Jährige.

Jeremias Püttner präsentiert den neuen Bier-Adventskalender – mit allerlei Süffigem darin. Die Schlammersdorfer Brauerei hatte die Idee dafür.
Hintergrund:

Brauereien im Landkreis Neustadt/WN

  • Brauerei Püttner, Schlammersdorf
  • Brauerei Würth, Windischeschenbach
  • Brauhaus Floß
  • Heberbräu, Kirchenthumbach
  • Weißbierbrauerei Behringer, Vohenstrauß
  • Private Landbrauerei Scheuerer, Moosbach
  • Brauerei Molter, Irchenrieth
  • Brauerei Bauriedl, Eslarn
  • Brauerei Eismann, Altenstadt/WN
  • Hausbräu Schaller in der Raststation Floß

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