Rothenstädter Braumeister und Gastwirt Ernst Hösl verstorben

Im Alter von 77 Jahren ist nach kurzer, schwerer Krankheit Braumeister Ernst Hösl am 20. September verstorben.

Braumeister Ernst Hösl am Zapfhahn vor zirka zehn Jahren, als er noch sein selbstgebrautes Bier ausgeschenkt hat.
von Autor rdoProfil

Der Rothenstädter Braumeister Ernst Hösl ist gestorben. 1963 schloss er seine Lehre als Brauer und Mälzer in der Hösl Brauerei Rothenstadt ab. Danach arbeitete er dort als Geselle und legte im Jahre 1966 die Braumeisterprüfung in München ab.

Nach dem Tod seines Vaters 1971 führte er die Brauerei selbstständig fort bis zur Schließung im Jahr 1980. Daraufhin bewirtschaftete er seine landwirtschaftlichen Flächen. 1994 heiratete er seine Frau Piroska. Zwei Söhne gingen aus der Ehe hervor, die auch aktiv im Vereinsleben sind. Michael ist der erste Kommandant bei der Rothenstädter Feuerwehr und sein Bruder Benjamin ist Vorsitzender des Burschenvereins Rothenstadt.

1996 eröffnete der Gastwirt die Hösl-Bräu Schänke in Rothenstadt, um endlich wieder Bier in seiner Brauerei brauen zu können und dieses an seine Gäste auszuschenken. 2012 musste er das Brauen aus gesundheitlichen Gründen einstellen. Das Wirtshaus betrieb er mit seiner Ehefrau Piroska bis er ins Krankenhaus kam. Viele Stammtischrunden schätzen die Gastfreundschaft. Viele Rothenstädter Vereine und örtliche Parteien trafen sich dort. Der OWV zündet bereits seit Jahrzehnten das Johannisfeuer auf der Wiese vor dem Wirtshaus an. Der Hösl-Stammtisch hat alte Brauchtümer wie die Geldbeutelwäsche wiederbelebt. Auch nach seinem Tod betreibt die Familie die Gaststätte nun weiter.

Zwischen der Diagnose der Krankheit und dem Tod von Ernst Hösl lagen nur wenige Wochen. Seinen letzten Lebensabschnitt verbrachte er im Hospiz St. Felix in Neustadt. Bei bester Betreuung konnte er friedlich einzuschlafen.

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Weiden in der Oberpfalz
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