27.05.2020 - 13:36 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Rock-'n'-Roll-Hits für die Ewigkeit

Der Mann ist ein musikalisches Phänomen. Allein schon, wie er vor meist großem Publikum das Wort "Rock-'n'-Roll" ausspricht, schafft Gänsehaut. Seine Band Creedence Clearwater Revival (CCR) ist längst Geschichte. Doch ihn, John Fogerty, gibt es noch immer.

Rocklegende John Fogerty.
von Autor HOUProfil

John Fogerty feiert an diesem Donnerstag seinen 75. Geburtstag. Er selbst wird Bilanz ziehen und seine Fans sicher auch. Sie erinnern sich an einen kantigen Fels der Rockgeschichte, dessen Lebenswerk als Lesezeichen im Geschichtsbuch dessen steht, was sich seit den 1960er an musikalischen Meilensteinen festzurren ließ.

Unvergessene Songs

Sie nannten sich zunächst The Blue Velvets, tauften sich um in The Golliwogs und hießen später Creedence Clearwater Revival. Ihre Namen: John Fogerty, Doug Clifford, Stu Cook und Tom Fogerty. "Blues vom Bayou Country" und "Willie And The Poor Boys" kamen als Alben heraus. Noch immer sind sie Klassiker.

CCR und ihr Frontmann John Fogerty, der aus Berkeley in Kalifornien stammte, hatten Hits, die bis heute über die Sender laufen: "Green River" und "Up Around The Band", "Have You Ever Seen The Rain", "Lodi", "Sweet Hitchhiker", "Bad Moon Rising" und "Proud Mary" zählten dazu. Vor allem dieses Lied von der stolzen Marie, die ein Schaufelradampfer war, ging nie mehr aus dem Ohr. John Fogerty röhrte es ins Mikrofon, er zelebrierte den Song und er tut es bis heute. Schrill wie ein Paket abgeschossener Nägel und doch so einfühlsam wie kein anderer. Rock vom Allerfeinsten.

1973 trennte sich die Band. Doug Clifford und Stu Cook machten allein weiter und scheiterten. John Fogertys Bruder Tom starb 1990. Der Komponist, Sänger und Gitarrist John Fogerty startete eine Solokarriere.

Wie ein Getriebener, der nicht Ruhe geben mochte, um seine genialen Ideen auf die Bühne und in die Studios zu bringen. Die Gruppe Blue Ridge Rangers entstand unter seiner Führung. Mit Country- und Gospelsongs. Irgendwann machte der Kalifornier alleine weiter.

Auch aus dieser Schaffensperiode sind Welthits noch immer gegenwärtig. "Rockin' All Over The World" beispielsweise, das Jahre darauf die Band Status Quo machte. Und "Almost Saturday Night", das zu einem späten Erfolg von Rick Nelson wurde. Sie mühten sich. Doch Fogertys Originale waren unerreichbar. Weil sie seine unvergleichliche Handschrift trugen.

Explosive Konzerte

Lange hatte sich John Fogerty geweigert, die alten CCR-Nummern auf der Bühne zu spielen. Heute tut er das. So wie vor einigen Jahren auf der fränkischen Burg Abenberg. Mit seiner Gitarre trat Fogerty vor die Leute - und es war, als ob dort eine Explosion stattfand. Unvergesslich, dieser Ausflug in die Geschichte des Rock-'n'-Roll. Eingedenk einer Liebeserklärung an seine Frau Juli, mit der er vier Kinder hat.

Zwei Söhne stehen heute bisweilen mit dem Vater auf der Bühne.

Beobachtet vom Papa, der nun 75 Jahre alt wird und noch immer die Nähe zum Publikum sucht. Auch heuer wäre John Fogerty wieder vor deutschen Fans aufgetreten. Doch Corona hindert ihn daran. So muss er sich bis 2021 auf das beschränken, was einst zum Titel eines seiner Songs wurde: "Lookin' Out My Back Door".

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