26.07.2021 - 13:51 Uhr
RegensburgOberpfalz

Bistum Regensburg trauert um Bischof Hubert Bucher

Bischof Hubert Bucher war einer von drei Seminaristen, die in den 1950er in die Mission gingen – und neue Ideen entwickelten. Nun ist er der Kämpfer gegen die Apartheid im Alter von 90 Jahren in der Heimat gestorben.

Bischof Hubert Bucher bei einem Vortrag an den Johanna-Decker-Schulen im Jahr 2018. Er verstarb am 23. Juli 2021 im Alter von 90 Jahren.
von Alexander Pausch Kontakt Profil

Ursprünglich wollte Bischof Hubert Bucher nach dem Abitur Tierarzt werden. Wie er einmal erzählte, hatte er im Jahr 1951 sogar ein Stipendium für ein Auslandsjahr in den Vereinigten Staaten erhalten und wahrgenommen. In den USA sei ihm bewusst geworden, dass er Priester werden wolle. Nun ist der emeritierte Missionsbischof wenige Wochen nach seinem 90. Geburtstag gestorben.

Als jungen Priester hatte es ihn die Ferne gezogen. Nach seiner Priesterweihe 1957 war Bucher ein Jahr lang als Kaplan in Teublitz (Landkreis Schwandorf) bis ihn Erzbischof Michael Buchberger für den Dienst als Missionar in Südafrika beurlaubte. Nach Missionsstudien in Rom und im britischen Oxford wirkte er zunächst in der südafrikanischen Diözese Aliwal North. In den Jahren von 1972 bis 1975 war er Nationalkaplan der Chiro Jugendbewegung tätig. Seine Promotion schloss er im Jahr 1972 mit einer Arbeit über die kirchliche Jugendarbeit „Youth Work in South Africa: A Challenge for the Church“ ab. Fortan war er Doktor der Missiologie.

An der Seite von Hirmer und Lobinger

Im Jahr 1976 wurde Bucher von Papst Paul VI. zum Bischof der südafrikanischen Diözese Bethlehem ernannt. Als Bischof kämpfte er gegen die Apartheid. Zusammen mit den ebenfalls aus der Diözese Regensburg stammenden Missionsbischöfen Oswald Hirmer und Fritz Lobinger – entwickelte er das inzwischen weltweit praktizierten Bibel-Teilens am Pastoralinstitut der Südafrikanischen Bischofskonferenz, dem „Lumko-Institut“. Hirmer und Lobinger waren wie Bucher in den 1950er Jahren in die Mission gegangen.

Im Jahr 2008 nahm Papst Benedikt XVI. das Rücktrittsgesuch von Bischof Bucher an. Ursprünglich wollte er in Südafrika bleiben. Einige Jahre lebte er im Altersheim für Geistliche in Mariannhill bei Durban, dem Sitz der Mariannhiller Missionare, ehe er schließlich im Jahr 2017 zurück in die Heimat zog. "Wenn's nach mir gegangen wäre", sagte Bucher einmal im Gespräch, "wäre ich nicht mehr zurückgekommen." Er sei seiner Schwester zuliebe zurückgekehrt, die zuvor ihren Mann verloren hatte.

Requiem und Beisetzung im Dom

So lebte er zuletzt in Schönhofen bei Regensburg. Wie das Referat Weltkirche des Bistum Regensburg am Montag mitteilte, starb der emeritierte Bischof am Freitagabend, 23. Juli, in Schönhofen. Gut vier Wochen nach seinem 90. Geburtstag am 21. Juni. Das Requiem für Bischof Hubert Bucher mit anschließender Beisetzung im Dom zu Regensburg ist am Freitag, 30. Juli um 10 Uhr.

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