02.08.2019 - 09:23 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Sommerserenade in der Grünen Mitte

Bereits seit 25 Jahren laden die Steinwaldmusikanten Pullenreuth zur jährlichen Sommerserenade alle Musikliebhaber und Blasmusikbegeisterte ein. In diesem Jahr kamen circa 460 Gäste.

von Autor TWGProfil

Auch in diesem Jahr war die Sommerserenade ein großer Erfolg. Idyllischer könnte der Platz nicht sein, den sich die Steinwaldmusikanten für ihr Konzert unter freien Himmel aussuchen. Der Festplatz, die „Grüne Mitte“ in Pullenreuth, ist ein bezauberndes Plätzchen und bestens geeignet für solche Veranstaltungen. Es herrschte herrliches Sommerwetter und man spürte den kühlenden Hardbach, als Hunderte von Besuchern aus der gesamten Region herbei strömten, um sich einen Platz zu sichern.

Nach der Eröffnung der Serenade der Steinwaldmusikanten unter der Leitung von Dirigent Johannes Hecht mit dem Konzertmarsch „Salemonia“ von Kurt Gäble begrüßte Vorsitzende Marina Scherm die zahlreichen Gäste. Die Ehrengäste, wie Bürgermeister Hubert Kraus, Pfarrer Josef Waleszczuk, Ehrendirigent der Blaskapelle, Lothar Scharf, und alle Ehrenmitglieder hieß sie willkommen. Außerdem die Vertreter der Kreiskapellen sowie den Kreisvorsitzenden des Nordbayrischen Musikbundes, Alexander Riedl. Sie versprach den anwesenden Musikfreunden ein abwechslungsreiches Programm, das vor allem von der böhmischen Blasmusik geprägt ist. Und sie versprach nicht zu viel.

Los ging es mit zwei Polkas, zuerst mit „Jubiläumsgrüße“ von Ernst Mosch, gefolgt von den „Böhmischen Souvenirs“ von Christian Bruhn und Franz Watz. In diesem Medley hat Franz Watz die volkstümlichen Erfolgstitel zu einem echt böhmischen Schmankerl musikalischer Art zusammengestellt. Die „Budweiser Kirmes“, die „Prager Polka“ und „So lange die Kapelle spielt“ vereinen sich in diesem Musikstück. Die Steinwaldmusikanten beeindruckten zudem mit einer klassischen Ouvertüre in einer harmonischen Bearbeitung von Franz Bummerl mit dem Namen „Meine Königin“. Weiter im Programm ging es mit der Polka „Sakvicka“, arrangiert von Freek Mestrini und komponiert von Metodej Prajka. Der letzte musikalische Leckerbissen des ersten Teils des Abends war der neueste Knaller der Egerländer Rebellen aus der Feder von Lukas Bruckmeyer: die „Paula-Polka“. Seit ihrer Veröffentlichung reißt sie jeden mit, der sie zu hören bekommt. Und dabei handelt es sich nicht um eine Frau, ganz im Gegenteil, der Komponist schrieb mit dieser Polka eine Hommage an sein Lieblingsgetränk, Paulaner Spezi.

Nach einer Pause unterhielten die Musiker mit dem Marsch „Regimentsparade“ des ehemaligen Militärmusikers Antonin Zvacek. Vorsitzende Marina Scherm, die gekonnt durch das Programm führte, stellte den Besuchern an dieser Stelle die junge Musikerin Luzia Rickauer vor, die erfolgreich ihr Musikerleistungsabzeichen D1 in Bronze absolviert hatte und die Steinwaldmusikanten an der Querflöte unterstützt. Die erfolgreiche Absolventin wurde mit lang anhaltendem Applaus belohnt.

Die Festbesucher waren begeistert von dem Stück mit dem englischen Titel „The Heartbreaker“. Ernst Mosch machte die Polka unter dem Namen „Der Herzensbrecher“ bekannt. Auch ein Egerländer Walzer aus den 1950er Jahren mit dem Titel „Schöne Erinnerung“ und die bekannte Erfolgskomposition von Ernst Mosch „Der Strohwitwer“ brachten die Gäste zum Schwärmen. Selbst in den Orient wurden die Musikliebhaber an diesem Abend entführt: „Auf einem persischen Markt“ - mit diesem Titel wurde den Zuhörern vermittelt, wie sich Kameltreiber langsam dem Markt nähern oder wie Bettler um Almosen bitten und die schöne Prinzessin auftritt. Doch die böhmische Blasmusik ist und bleibt das Steckenpferd der musikalischen Botschafter aus der Steinwaldgemeinde Pullenreuth. Mit den Stücken der Original Egerländer Musikanten, dem „Buntspecht“ und dem „Musikantentraum“, hörten die Gäste wieder einmal, dass die Steinwaldmusikanten zu Recht weit bekannt und beliebt sind. Mit der „Fuchsgraben-Polka“ endete das beeindruckende offizielle Programm der Steinwaldmusikanten Pullenreuth unter der Leitung von Dirigent Johannes Hecht, der wieder einmal seine Künste unter Beweis stellte und mit vollem Einsatz seinen Musikern den Ton angab.

Vorsitzende Marina Scherm bedankte sich am Ende des wunderbaren Serenadenabends bei allen Gästen, bei den Helfern, Familien und Freunden, die die Steinwaldmusikanten am Bratwurststand, Grillwagen und Ausschank tatkräftig unterstützt haben. So gab es neben den klassischen Spezialitäten auch wieder bayrische Burger. Marina Scherm lud die Besucher zu einem besonderen Ereignis ein, denn im nächsten Jahr feiert die Blaskapelle aus Pullenreuth, ihr 60-jähriges Jubiläum, von 12. bis 14. Juni 2020. Wo? Natürlich wieder in der idyllischen „Grünen Mitte“ in Pullenreuth. Im Anschluss an das offizielle Programm lauschten die meisten Gäste noch lange den vielen Zugaben, die weit in die Nacht hinein dauerten.

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