23.09.2020 - 10:32 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Kreuz als unbegreifliche Liebe Gottes

Einen festlichen Gottesdienst feierten die Gläubigen der Pfarrei Pullenreuth in der Wallfahrtskirche "Zum Heiligen Kreuz" anlässlich des 300-jährigen Bestehens.

von Autor TWGProfil

Ein besonderes Fest stand für die Pfarrei Pullenreuth in diesem Jahr auf dem Programm. 300 Jahre Wallfahrtskirche Heilig Kreuz wollten die Pfarrangehörigen feiern. Wegen Corona feierten die Gläubigen in einem kleinen Rahmen. Dennoch blieb dieses Ereignis den Mitfeiernden in bleibender und schöner Erinnerung. Helmut Greger, der für die Internetseite der Pfarrei Pullenreuth verantwortlich ist, hat den Gottesdienst in Bild und Ton festgehalten. Der Beitrag ist auf der Homepage der Pfarrei zu sehen.

Zur Eröffnung der Feier ertönte das Lied „Großer Gott, wir loben dich“, das die Pfarreimitglieder inner- und außerhalb der Klausenkirche sangen. Rund um die Wallfahrtskirche hatten sich circa 100 Gäste in derzeit gebührendem Abstand versammelt. In der kleinen Kirche hatten wenige Besucher Platz gefunden. Die musikalische Gestaltung übernahm eine kleine Gruppe des Männergesangsverein Pullenreuth unter Leitung von Alexander Hecht. Die Sänger stellten mit ihren harmonischen Stimmen in der akustischen Wirkung der Klausenkirche ihr Können unter Beweis.

Mit Pfarrer Paul Ezenwa feierte der Pullenreuther Geistliche Josef Waleszczuk in der Kirche zum Heiligen Kreuz einen feierlichen Gottesdienst. Zur Eröffnung sagte Waleszczuk, dass es eine große Freude sei und man dankbar sein müsse für die 300 Jahre dieser wunderschönen Wallfahrtskirche. Er dankte im Namen aller Menschen, „die hier bereits gebetet und den Weg zu Fuß auf sich genommen haben“. Elisabeth Rickauer trug die Lesung und die Fürbitten vor, Pfarrer Ezenwa das Evangelium. Während der Kommunion erklang das Lied „Nimm dir Zeit, werde still“, das die Sänger mehrstimmig vortrugen.

In seiner Predigt ging Pfarrer Waleszczuk auf die Bedeutung der kleinen Kirche für die Pfarrei Pullenreuth ein. „Jedes Mal wenn wir die Heilige Messe feiern, danken wir für das Kreuz, welches für die unbegreifliche Liebe Gottes steht.“ Durch das Heilige Kreuz sei die Welt erlöst worden. „Für das besondere Caravaca-Kreuz in der Klausenkirche, welches seit 300 Jahren hier steht, das es selten in Bayern gibt und das an das Heilige Kreuz in Jerusalem erinnert, müssen wir danken.“ Das Kreuz stehe für die Hoffnung, für den Schutz und den Trost in allen Leiden.

Die Pullenreuther St.-Martins-Kirche wird derzeit renoviert

Pullenreuth

Pfarrer Waleszczuk dankte allen, die damals den weiten Weg zur Klausenkirche auf sich genommen hatten. Da die Pfarrei Pullenreuth sehr groß sei, mussten die Gläubigen von Trevesenhammer und auch von Langentheilen aus weit laufen. Es sei damals ein Ereignis gewesen, so der Geistliche, sich Zeit zu nehmen und Kilometer weit zu gehen. In der heutigen Zeit nähmen sich viele Gläubige diese aber nicht mehr, um hierher zu kommen. „Aber tausende von Autofahrern, die jeden Tag an der Klausenkirche vorbeifahren, schauen auf das Caravaca-Kreuz. Auch das ist Segen“, sagte der Pfarrer.

Er dankte am Ende des Gottesdienstes den Männern des Gesangsverein Pullenreuth, Gerhard Dumler für das Vorbeten des wöchentlichen Rosenkranzes und allen Betern, die hier teilnehmen. Ein herzliches Vergelt's Gott sagte der Pfarrer Elisabeth Rickauer, die für das Schmücken und Reinigen der Klausenkirche verantwortlich ist, und überreichte ihr einen Blumenstock. Ebenfalls seinen Dank richtete der Geistliche an Bernhard Heinl und Josef Busch für das Mähen des Grundstückes und dem Fichtelgebirgsverein Pullenreuth für das Aufstellen von Sitzbänken.

Info:

Hintergrund

Pfarrer Josef Waleszczuk ging auf einen Artikel von Paul Mai ein, der über die Wallfahrten in der nördlichen Oberpfalz schrieb. Dort heißt es: Die Klausenkirche in Dechantsees, Pfarrei Pullenreuth, war eine nach dem Bericht von 1720 vielbesuchte Wallfahrtskirche. Geweiht war sie dem "Hl. Kreuz", doch da bis 1803 dort ein Eremit lebte, nannte man sie volkstümlich die Klausenkirche. Der Legende nach versuchten im Dreißigjährigen Krieg die Schweden das große eiserne Kreuz auf der Kirche in den "Heiling-Brunnen" zu werfen, doch sei es jedesmal wieder zum Vorschein gekommen. Auf Intervention des Dechantseeser Gutsherrn Baron von Waldenfels blieb die Klausenkirche erhalten und diente nach 1749, als für die Pfarrkirche von Pullenreuth Einsturzgefahr bestand, für die gottesdienstlichen Verrichtungen.

Auf der Internetseite der Pfarrei gibt's das Video zu sehen

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