17.04.2020 - 15:11 Uhr
PressathOberpfalz

Treue zum Hessenreuther Wald: Fischadler kehrt seit 2008 immer wieder zurück

Ein im Hessenreuther Wald geborenes Fischadler-Männchen kommt seit zwölf Jahren immer wieder zurück in seine Heimat. Auch heuer ist das der Fall.

Seit zwölf Jahren kehrt das Fischadler-Männchen "6MU" zurück in unsere Region. Zusammen mit seiner Partnerin hat es Anfang April mit der Eiablage begonnen.
von Externer BeitragProfil

"6 MU" heißt das Fischadler-Männchen, das 2008 im Hessenreuther Wald geboren und dort auch beringt wurde. Zwölf Jahre ist das nun schon her. "Fischadler waren damals noch seltener, als sie es heute sind, und eine Beringung war etwas Besonderes", heißt es in einer Pressemitteilung der Bayerischen Staatsforsten. Der Fischadler, der damals seine Namen "6 MU" erhalten hat, kehrt seitdem immer wieder in diese Region zurück. So auch in diesem Jahr. Ein Foto, aufgenommen von einer Tierbeobachtungskamera der Bayerischen Staatsforsten, zeigt ihn kurz vor Ostern in einem Nest in den Waldnaabauen - unweit des Hessenreuther Waldes. Dorthin kehrt er seit 2011 jedes Frühjahr von seinem Winterquartier zurück. Seit dieser Zeit hat Fischadler "6 MU" mit drei unterschiedlichen Weibchen insgesamt 14 Jungvögel erfolgreich großgezogen. Seit 2017 bildet er mit dem gleichen Weibchen ein Paar und das wahrscheinlich auch in diesem Jahr erfolgreich, zumindest Eier sind schon da, heißt es in der Mitteilung weiter.

Die Etablierung und Ausbreitung von seltenen Großvögeln wie dem Fischadler, ist aus Sicht der Bayerischen Staatsforsten ein Beleg für das erfolgreiche Nebeneinander von Nutzen und Schützen. Bei der Bewirtschaftung des Staatswalds achten die Förster der Bayerischen Staatsforsten besonders auf die Horstbäume. Sie werden markiert und bei der Bewirtschaftung in einer Horstschutzzone entsprechend berücksichtigt.

Hans Frisch, damals wie heute Förster im Hessenreuther Wald (links) hält 2008 den frisch beringten Fischadler "6MU" in der Hand. Neben ihm stehen der damalige Finanzvorstand der Bayerischen Staatsforsten, Karl Tschacha, und der damalige Forstbetriebsleiter Reinhard Lenz.
Info:

Areal des Forstbetriebs Schnaittenbach

Der Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten erstreckt sich vom Hessenreuther Wald über die Dolomitkuppen des Fränkischen Jura und die Granitausläufer des Oberpfälzer Waldes bis in die Moore des Weidener Beckens. Bei der Bewirtschaftung und Pflege dieses Waldgebietes werden jährlich circa 130.000 Kubikmeter Holz geerntet, das im Wesentlichen an regionale Sägewerke abfließt, heißt es in der Pressemitteilung.

Auch viele Tier- und Pflanzenarten wie Fischadler, Luchs, Feuersalamander und Silberdistel, Frauenschuh und Moosbeere haben im Bereich des Forstbetriebs eine Bleibe gefunden und breiten sich aus. Mehr als 600 Kilometer Forstwege stehen den unzähligen Waldbesuchern ganzjährig zur Verfügung. Weitere Informationen unter www.baysf.de/schnaittenbach.

 

 

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