25.03.2021 - 10:34 Uhr
PressathOberpfalz

Stadtrat Pressath: Kleinprojekte der Musikwelt kommen in Genuss von Regionalbudget-Zuschuss

Auch heuer gibt es Geld für Kleinprojekte: Drei Vorhaben aus dem Bereich der Stadt Pressath erhalten den Zuschlag. Dabei geht es musikalisch zu.

Die Verbindungsstraße zwischen Wollau und der Winterleite gehört zu den Kernwegen im Pressather Stadtgebiet. Deren Sanierung würde großzügig bezuschusst, doch sind die Stadtverantwortlichen nicht glücklich über die auf mehrere Jahre gestreckte Ausbauplanung.
von Bernhard PiegsaProfil

Rund 14.000 Euro aus dem Regionalbudget-Förderprogramm des Zusammenschlusses für Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) im Kooperationsraum Vierstädtedreieck kommen heuer Kleinprojekten im Pressather Stadtgebiet zugute. Dies teilte Bürgermeister Bernhard Stangl im Stadtrat mit.

Laut dem Rathauschef betrifft dies die Sanierung des Konzertsaals der Musikschule sowie Förderanträge der Musikvereine Dießfurt und Pressath und des Dirigenten Werner Schreml für notwendige Anschaffungen. Nicht bezuschusst wird eine Erneuerung der stadteigenen Weihnachtsbeleuchtung.

  • ILEK-Trägerverein. Zurückgestellt hat der Stadtrat die Entscheidung über den Beitritt der Kommune zum künftigen Trägerverein für das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) Vierstädtedreieck, der die bisherige Arbeitsgemeinschaft der Mitgliedsgemeinden ablöst und als rechtsfähiger Verein ein einheitliches Auftreten und Handeln der Region erleichtern soll. Mehrere Ratsmitglieder hatten fraktionsübergreifend unklare Formulierungen im Satzungsentwurf moniert: So seien die Vereinszwecke nicht ausreichend klar definiert.
    Zudem werde postuliert, dass zwar die Vereinsmitgliedschaft nicht nur den Gemeinden, sondern auch anderen natürlichen und juristischen Personen offenstehe, die „Stimmenmehrheit der Gemeinden“ bei Abstimmungen aber „nicht gefährdet werden“ dürfe. „Das würde bedeuten, dass die anderen Mitglieder im Grunde nichts zu sagen haben“, folgerte SPD-Fraktionssprecher Franz Floth. Bürgermeister Bernhard Stangl sagte zu, sich um eine Nachbesserung zu bemühen.
  • Strom. Teilnehmen will die Stadt an der Bündelausschreibung für Strom für die Jahre 2023 bis 2025 seitens der Verwaltungsgemeinschaft. Dieser soll nach einem Tarif für „Ökostrom mit Neuanlagenquote“ abgerechnet werden.
    Trotz eines geringfügig höheren Preises hatte sich Bürgermeister Bernhard Stangl für die „Neuanlagenquote“ ausgesprochen, weil sich in diesem Fall auch die weitestgehend mit jungen Stromerzeugungsanlagen arbeitende regionale Energiegenossenschaft „Neue Energien West“ als Stromlieferantin am Ausschreibungsverfahren beteiligen könne. Ob sie den Zuschlag erhalte, entscheide sich aber erst nach der Angebotsabgabe.

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  • Kernwege-Ausbau. Zum Kernwegenetz-Ausbauprojekt des ILEK Vierstädtedreieck liegt laut Bürgermeister Bernhard Stangl der Entwurf einer Landkarte der für einen Ausbau vorgesehenen landwirtschaftlich bedeutsamen Erschließungswege vor. Die von der Stadt vorgeschlagenen Wege seien allesamt hineingenommen worden.
    Nicht glücklich zeigte sich der Bürgermeister darüber, dass sich die Ausbauplanung über etwa zehn Jahre hinziehe und für einige Wege eine etappenweise Sanierung vorgesehen sei. Dies könne dazu führen, dass sich die Arbeiten über mehrere Jahre hinzögen.
    Zweiter Bürgermeister Max Schwärzer (CSU) erinnerte an die auch von Stangl bereits ins Gespräch gebrachte Option, zu prüfen, welche Wege die Stadt in eigener Regie sanieren könnte. Sie wäre dann in der Zeitplanung flexibler und müsste sich nicht an Ausbauleitlinien orientieren, die beispielsweise eine Verbreiterung der Fahrbahnen auf 6,5 Meter vorsähen.
    Allein hierfür könnten teure Grundkäufe entlang der Trassen nötig werden, deren Kosten die 80-Prozent-Förderung aus dem Kernwegeprogramm zu einem Gutteil relativierten, merkte Schwärzer an: „Eine Sanierung in eigener Verantwortung, auch wenn sie weniger großzügig bezuschusst würde, käme somit unter Umständen kaum teurer.“

 

 

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