13.07.2021 - 10:48 Uhr
PressathOberpfalz

Musikschule Vierstädtedreieck: Froh über neu gewonnene Fast-Normalität

Corona hat die Musikschule Vierstädtedreieck nicht aus dem Takt gebracht: Mit konzertierten Anstrengungen haben Schulleitung, Kollegium, Eltern und Schüler auch den zweiten Lockdown bewältigt, ist Leiter Joachim Steppert stolz.

Trotz Corona und Lockdown habe die Musikschule Vierstädtedreieck in den vergangenen Monaten ihre Schülerzahl gehalten und stehe auch finanziell auf solidem Fundament, berichtet Schulleiter Joachim Steppert in der Mitgliederversammlung des Trägervereins im Pressather Pfarrsaal.
von Bernhard PiegsaProfil

In der Mitgliederversammlung des Trägervereins der Musikschule Vierstädtedreieck blickte Schulleiter Joachim Steppert auf die vergangenen Monate zurück. „Keine einzige Unterrichtsstunde im Einzel- und Kleingruppenunterricht“ sei ausgefallen, „kein einziger Schüler“ habe sich „wegen Corona abgemeldet“. Und auch finanziell habe es kaum Ausfälle gegeben, merkte Steppert an.

Als im Dezember 2020 innerhalb kurzer Zeit der gesamte Präsenzunterricht unterbunden worden sei, „haben wir unsere Schüler im Einzel- und Kleingruppenbereich über mehr als fünf Monate durch Online-Unterricht betreut“, berichtete er. In dieser Zeit hätten die Lehrkräfte „mit viel Einsatz und Kreativität versucht, das Beste für ihre Schüler zu erreichen: Es wurden Noten eingescannt und verschickt, Tonaufnahmen und Playbacks aufgenommen und verschickt und vieles mehr.“

Täglich habe man „eine große Zahl von Videokonferenzen“ planen müssen, „teilweise im 15-Minuten-Takt“. In „offener Kommunikation“ mit den Eltern sei es immer gelungen, „gemeinsam die beste Lösung zu finden“, unterstrich der Schulleiter: „Auf diese großartige Leistung können wir stolz sein.“ Wohlweislich habe sich die Musikschule Vierstädtedreieck frühzeitig für neue, unkonventionelle Wege der Unterrichtsvermittlung offen gezeigt.

Improvisationstalent sei auch in den Zeiten des reglementierten Präsenzunterrichts mit seinen Hygiene- und Distanzregeln gefordert gewesen: „Es galt, Hygienekonzepte zu erstellen, Desinfektionsmaterial zur Verfügung zu stellen, Unterrichte in größere, teilweise externe Räume umzulegen und neuerdings Schnelltests für die Lehrkräfte zu organisieren. Das alles betrifft immerhin 16 Lehrkräfte und mehr als 15 Unterrichtsräume in sieben verschiedenen Gebäuden. Wegen der Öffnungs- und Schließungsschritte musste in Elternbriefen und Lehrermitteilungen viel kommuniziert werden.“

Gegenwärtig sei man glücklich über die seit einem Monat „neu gewonnene Fast-Normalität“, merkte Joachim Steppert noch an. Naturgemäß hätten die Ensembles „unter dem langen Unterrichtsverbot gelitten und müssen neu belebt oder wieder aufgebaut werden“. Deshalb bitte man um Nachsicht, wenn die Schule „bei der Umrahmung von Veranstaltungen zunächst kürzertreten“ müsse.

Nicht unerwähnt ließ der Referent die Aufstockung der Kurzarbeitergelder für die Lehrkräfte sowie die Modernisierung des Internetauftritts, die jetzt auch Video-Vorstellungen der verschiedenen Musikinstrumente und einen Formular-Download bietet: „Wichtige Formulare sind auch auf Englisch verfügbar.“

Besonders freue man sich über die nun eingeleitete Modernisierung des Konzertsaals in Pressath und den bevorstehenden Umzug aus der Eschenbacher „Notunterkunft“ im Förderzentrum in das frühere Vermessungsamt. Dieses werde mit der Bücherei, dem Stadtarchiv und der Musikschule nun zum „Haus der Kultur".

 

 

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