08.03.2021 - 15:51 Uhr
PressathOberpfalz

Kehrseiten eines Südseeparadieses

Rund um den Globus werden Gottesdienste gefeiert. Dieses Jahr stellt der Weltgebetstag der Frauen Vanuatu im Mittelpunkt: ein Südseeparadies, blaues Meer mit Traumstränden. Doch es gibt auch Kehrseiten: Klimawandel und Gewalt gegen Frauen.

Frauen beider Konfessionen haben den diesjährigen Weltgebetstag gemeinsam vorbereitet: Claudia Melchner, Teamsprecherin Christine Pfeiffer, Hausherr Stadtpfarrer Edmund Prechtl, Tanja Maurer, Karin Weigl und Karin Kumpf (von links). Mit Gegenständen, Symbolen und Bildern aus Vanuatu dekorierten sie die den Platz vor dem Volksaltar in der Stadtpfarrkirche Sankt Georg.
von Martin GraserProfil

Konfessionsübergreifend hatten der katholische Frauenbund und die evangelische Pfarrgemeinde am Freitag unter dem Motto "Worauf bauen wir?" in die Stadtpfarrkirche Sankt Georg eingeladen. Der Platz vor dem Volksaltar war mit hell- und dunkelblauen Tüchern, mit tropischen Pflanzen und Früchten sowie mit der Nationalflagge von Vanuatu dekoriert. Dessen 83 Inseln liegen im Pazifischen Ozean, rund 2200 Kilometer nordöstlich von Australien. Die ehemals Neuen Hebriden tragen seit 1980 den Namen Vanuatu, wörtlich "Land, das aufsteht", mit dem Motto "Auf Gott bauen und vertrauen wir".

In informativer Erzählung, mit wunderbaren Liedern untermalt, wurden die Gottesdienstbesucher in ein Land voller Schönheit, mit Traumstränden sowie tropischem Regenwald, mitgenommen. Andererseits zeigen sich aber auch Gefahren durch Naturgewalten: regelmäßige Erdbeben, verheerende Zyklone und der steigende Meeresspiegel. Ein großes Problem stellt zudem die allgegenwärtige Gewalt gegen Frauen dar.

Im Mittelpunkt standen die Erzählungen von drei Frauen: Da ist Rhetoh, für deren Schulbildung das Geld fehlte. Mothy, für die in der neuen Familie ihres Vaters der Platz nicht reichte und sie außerhalb des Hauses schlafen musste. Und Jacklynda, die davon träumte, in der Hauptstadt Port Vila im Tourismus zu arbeiten. Ohne Ausbildung hatte sie aber keine ordentliche Unterkunft und kaum zu essen. Teamsprecherin Christine Pfeiffer dankte Stadtpfarrer Edmund Prechtl für die Überlassung der Pfarrkirche und den Lektorinnen für die Gestaltung des Weltgebetstages.

 

 

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