11.03.2020 - 10:33 Uhr
PressathOberpfalz

Feuerwehr Pressath stets einsatzbereit und gut ausgerüstet

Insgesamt 55 aktive Dienstleistende, bestehend aus 7 Frauen und 48 Männer: Mit diesen Zahlen eröffnete der Pressather Feuerwehrkommandant Andreas Kneidl in der Hauptversammlung seinen Rechenschaftsbericht.

Einen umfangreichen Bericht über das vergangene Jahr liefert Kommandant Andreas Kneidl in der Generalversammlung der Pressather Feuerwehr.
von Autor ISProfil

Im Detail ging Kommandant Andreas Kneidl auf die 86 Einsätze ein, die sich in 19 Brände, 54 technische Hilfeleistungen und 4 Sicherheitswachen unterteilten. Dabei waren die Aktiven insgesamt 1650 Stunden im Einsatz. Bei den Bränden handelte es sich unter anderem um einen Großbrand in Döllnitz und um ein Feuer in einem landwirtschaftlichen Anwesen in Landkreis Tirschenreuth sowie um einen Brand in einem Gartenhaus im Flurbereich Scheibe. Die technischen Hilfeleistungen bestanden aus mehreren Verkehrsunfällen und Unwetterschäden sowie um gemeinsame Einsätze mit dem Roten Kreuz.

Auf die verschiedenen Sparten der Wehr eingehend nannte Kneidl zunächst den Atemschutz, der im Jahr 2019 auf 22 bestens ausgebildet Kräfte zurückgreifen konnte. Die Geräte nutzten dieser Einsatzkräfte insgesamt 2435 Minuten.

Bei einem Lehrgang, der im März 2019 in Pressath durchgeführt wurde, wurden 18 junge Frauen und Männer aus dem gesamten Bereich des Landkreises in das Grundwissen eines Atemschutzgeräteträgers eingewiesen. Am 2. November fand ein Lehrgang für „Träger von Chemikalienschutzanzügen“ (CSA) in Pressath satt, bei dem acht Teilnehmer die Grundkenntnisse für diese spezielle Ausbildung erhielten. Die Atemschutzgerätewarte der Pressather Wehr – Jürgen Knöfel, Thomas Ermer und Andreas Argauer – prüften vergangenes Jahr 296 Masken, 334 Pressluftatmer und befüllten 390 Druckluftflaschen.

Aktuell verfügt die Pressather Wehr über 5 Gerätewarte und 22 Maschinisten, gab Kneidl außerdem bekannt. Diese seien unter anderem zuständig für die Prüfintervalle aller Einsatzmittel, für die Verkehrssicherheit der Fahrzeuge, für die Pflege und Wartung der Schläuche und elektrischen Geräte.

Auf die Sparte Jugendfeuerwehr eingehend informiere Kneidl, dass zum Jahresende 2019 genau sechs Mitglieder zu melden waren. Diese leisteten im vergangenen Jahr exakt 444 Stunden Dienst, der sich aus feuerwehrtechnischer Ausbildung und allgemeiner Jugendarbeit zusammensetzt. „Auch die Freizeitgestaltung kam nicht zu kurz“ betonte Kneidl. Einen „kleinen Wermutstropfen“ vermeldete der Redner zum Schluss seiner Ausführungen mit dem altersbedingten Ausscheiden von Jürgen Knöfel aus dem aktiven Feuerwehrdienst.

Auf die geplanten Neuanschaffungen eingehend nannte der Kommandant den Ankauf eines neuen Kompressors mit Füllleiste für die Atemschutzflaschen, verschiedene Schutzanzüge und die Umstellung der Alarmierung auf den Digitalfunk. Abschließend lud er alle Kameraden zur Segnung des neuen Fahrzeuges LF 20 für 25.April ein.

Der Leiter des Spielmannszuges Hans Graser bezifferte den Mitgliederstand auf 24 Personen, die sich in 18 Aktive und 6 Auszubildene gliedern. Auf den Probebesuch eingehend bezeichnete er das „Stammpersonal als sehr zuverlässig“, was ihn zuversichtlich stimmte.

Im Jahr 2019 waren vier Ständchen, drei Kirchenzüge, fünf Sitzungen des Vorstands und zwei Festzüge zu vermelden. Außerdem beteiligte sich der Spielmannszug am Weihnachtsmarkt und gestaltete zusammen mit der Feuerwehr eine Weihnachtsfeier.

Mehr zur Jahreshauptversammlung der Pressather Feuerwehr

Pressath
Info:

Marius Seitz löst Vorsitzenden Hans Stangl ab

Vor genau zwei Jahren wurde Hans Stangl zum Vorsitzenden der Feuerwehr Pressath gewählt. Diese Wahl damals fand außerplanmäßig statt, um dem neuen Mann Zeit zu geben, das 150-jährige Gründungsfest der Pressather Wehr im Jahr 2021 vorzubereiten. Aber: „Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt“. Gesundheitliche Probleme hatten Stangl veranlasst, sein Amt als Chef der Pressather Wehr niederzulegen. „Dieser Entschluss ist mir nicht leicht gefallen", betonte er in der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr im TSV-Sportzentrum.

„Ich hätte gerne weiter gemacht, aber ich sehe mich derzeit dazu nicht imstande“, meinte er schweren Herzens. Allerdings hinterließ Stangl kein Chaos, sondern hatte sich mit dem Verwaltungsrat intensiv um einen geeigneten Nachfolger bemüht. Dieser wurde auch in Person von Marius Seitz gefunden. Der 23-Jährige ist seit seinem zwölften Lebensjahr Mitglied der Wehr, hatte sich aber wegen seines Studiums in den letzten Jahren feuerwehrmäßig etwas zurück gezogen. Jetzt aber, so bei seiner persönlichen Vorstellung, ist er wieder in Pressath und ist gerne bereit, das Amt von Stangl zu übernehmen.

Die anschließend durchgeführte Neuwahl des Vorstands brachte folgendes Ergebnis: Neuer Vorsitzender und Stangls Nachfolger ist nun Marius Seitz. Auch beim Posten des stellvertretenden Vorsitzenden gab es eine personelle Veränderung. Stephan Fahrnbauer, der nicht mehr für das Amt kandidierte, wird zukünftig von Reinhold Dörner ersetzt. Bei den Posten des Kassiers und Schriftführers gab es keine Veränderung. Matthias Keilwerth und Tobias Rodler wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Neu sind die Kassenprüfer Evi Muhr und Bernadette Rodler, die Andreas Anger und Anton Gareis ersetzen.

Aus der Hand ihrer Vorgänger Stangl und Fahrnbauer nahmen nach der Wahl die Vorsitzenden die Schlüssel des Feuerwehrhauses und die Hutschnur entgegen. (is)

 

 

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