14.07.2021 - 11:06 Uhr
PressathOberpfalz

Familienfreundlichere Entgelte bei der Musikschule Vierstädtedreieck

„Transparenter und einfacher“ und nicht zuletzt familienfreundlicher: So gestaltet sich laut Schulleiter Joachim Steppert ab September die Entgeltordnung der Musikschule Vierstädtedreieck.

Im Vorjahr konnten sie nur kommissarisch zu Vorsitzenden des Musikschulvereins berufen werden: Jetzt wurden Vorsitzender Bernhard Stangl (rechts) und "Vize" Marcus Gradl endgültig in ihren Ämtern bestätigt.
von Bernhard PiegsaProfil

Zugleich trage die neue Entgeltordnung der gewachsenen Bedeutung des Einzelunterrichts Rechnung, erklärte Steppert in der Mitgliederversammlung des Trägervereins. „Vor allem durch die Ausweitung der Nachmittagsbetreuung“ seien „Gruppenunterrichte mit Schülern aus verschiedenen Orten oder Schulen kaum noch organisierbar“, präzisierte er. Weil Einzelunterricht aufwendiger sei, würden die Entgelte um fünf Prozent erhöht.

Eine Ausweitung der bisher nur für Gruppenunterricht gewährten Ermäßigungen auf die Einzelschulungen gleiche dies jedoch in vielen Fällen aus. Wenn nämlich mehrere Mitglieder einer Familie am Unterricht teilnähmen, werde künftig für alle diese Schüler das Entgelt um ein Zehntel ermäßigt: „Bisher gab es erst ab dem zweiten Familienmitglied eine Ermäßigung“, merkte der Schulleiter an. Mit diesen Änderungen orientiere man sich auch an den Regelungen anderer Musikschulen aus der Region. Ausgenommen blieben wie bisher Kurse in Grundfächern und Ensembles.

Am Ende dieses Schuljahres verlasse mit Karl-Heinz Kuhl (Klavier) „ein Urgestein nach fast 30 Jahren auf eigenen Wunsch unsere Schule“, bedauerte der Leiter der Musikschule. Kuhls Schüler hätten „regelmäßig durch hochwertige Beiträge bei Konzerten auf sich aufmerksam“ gemacht und im Wettbewerb „Jugend musiziert“ Preise errungen.

Und Uschi Steppert werde „wegen des Ausbaus einer Beschäftigung am Kindergarten in Eschenbach“ zum Schuljahresende die Musikalische Früherziehung und weitere Grundfächer abgeben und nur noch Gesang unterrichten: „Das bedeutet einen großen Einschnitt. Die Musikalische Früherziehung verzeichnete in den letzten Jahren bis zu 70 teilnehmende Kinder. Sie ist das Fundament einer weiteren Ausbildung an der Musikschule.“ Die aktuelle Schülerzahl bezifferte Steppert auf 414, was annähernd dem Vorjahresstand entspreche.

Zu regeln war schließlich noch eine Formalität: Bei der Mitgliederversammlung 2020 konnte der Pressather Bürgermeister Bernhard Stangl nur kommissarisch in das Amt des Vorsitzenden des Musikschulvereins berufen werden, weil die Kassenberichte aufgrund coronabedingter organisatorischer Verzögerungen noch nicht fertiggestellt waren und somit der von Werner Walberer geleitete alte Vorstand nicht entlastet werden konnte. All dies wurde nun nachgeholt, so dass Stangl und sein Stellvertreter Marcus Gradl als „ordentliche“ Vorsitzende bestätigt werden konnten.

„In dieser schwierigen Zeit ist es gut, wenn wieder klare Verhältnisse herrschen“, kommentierte Joachim Steppert dies. Bernhard Stangl, der selbst Schüler der Pressather Musikschule war, bekräftigte den Willen des Leitungsteams, „diese Schule zukunftsfähig zu machen, die ein Aushängeschild unserer Region ist“. Damit solle zugleich die Kultur gestärkt werden, die „das Wichtigste ist, was eine Gesellschaft ausmacht“.

 

 

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