08.05.2019 - 11:03 Uhr
PressathOberpfalz

Eichenlaub-Schützen sind stolz auf ihr Schützenheim

Die Mitglieder des Vereins haben in viel Eigenarbeit ihre Heimat modernisiert. Schützenmeister Kay Müller blickt auf der Jahreshauptversammlung zurück auf das Jahr 2018 und lobt den Einsatz aller.

Umfangreich fiel der Bericht des ersten Schützenmeisters Kay Müller zur Hauptversammlung der Pressather Schützengesellschaft "Eichenlaub" aus. Bild: bjp
von Bernhard PiegsaProfil

Wann es so weit sein wird, steht noch nicht fest: Doch „in absehbarer Zeit“, nach Abschluss des Schießstand-Abnahmeverfahrens, werde die Schützengesellschaft „Eichenlaub“ ihr Schützenheim im Haus der Vereine wieder „in vollem Umfang nutzen können“, kündigte erster Schützenmeister Kay Müller bei der Hauptversammlung im Gasthof Heining an.

„Wir haben uns ein gemütliches Vereinsheim geschaffen, das seinen Charme nicht verloren hat“, weckte Müller die Vorfreude der Mitglieder. Dabei kämen die „Vorteile der modernen Technik“ nicht zu kurz: „Es wird ein neues Zeitalter beginnen – unter dem Motto: Schützenheim 2.0.“ Freilich habe die Modernisierung „uns viel Zeit und Schweiß gekostet“, doch habe sich gerade in dieser Zeit gezeigt, dass auf den Zusammenhalt der Mitglieder Verlass sei, bilanzierte Müller zufrieden.

Mehr als 30 Handwerker und Helfer, darunter Mitglieder der Schützenjugend, hätten fast 1000 freiwillige Arbeitsstunden geleistet, fünf elektronische Schießstände installiert, 90 Quadratmeter Decke und 160 Quadratmeter Fußboden erneuert sowie 500 Meter Elektrokabel und 65 Steckdosen neu installiert, bilanzierte Müller. Obendrein habe das Schützenheim einen Pelletofen erhalten. Die Ausbildung zur Schießstandaufsicht hätten Kay Müller und Dennis Fürst mit Erfolg absolviert: „Damit haben wir künftig acht Standaufsichten.“

Nachdem Stefanie Neumann eine Trainerlizenz für den Bogensport erworben habe, verfüge der Verein über zwei Ausbilder in dieser Sparte. Im Oktober 2018 habe „Eichenlaub“ in der Sporthalle die Bogen-Vereins- und Gaumeisterschaft, im Dezember die Bogen-Bezirksmeisterschaft und im Januar 2019 vier Ligaschießen ausgerichtet: „Besucher, Vereine und Kampfrichter lobten vielfach unsere Organisation.“ An den beiden letztjährigen Bogensport-Anfängerkursen hätten 15 Interessenten teilgenommen, von denen fünf in den Verein eingetreten seien: „Insgesamt hatten wir im letzten Jahr sechs Neueintritte.“

"In diesem Jahr finden die Anfängerkurse am letzten Mai- und am vorletzten Augustwochenende statt", informierte der Schützenmeister. Bei einem Bogensport-Schnupperkurs des „Oberpfälzer Nordgaus“ im Bayerischen Sportschützenbund, der im Rahmen des regionalen Kadertrainings angeboten worden sei, hätten 24 Nachwuchssportler in Pressath auch erste Erfahrungen mit dem Blasrohrsport gesammelt: „Das erwies sich als durchaus anspruchsvoll.“ Bogenplatz und umgebaute Bogenhütte seien dank sorgfältiger Pflege in gutem Zustand, auch habe man einige Neuanschaffungen und Reparaturen bei der Trainingsausrüstung vorgenommen.

Als ein Höhepunkt des Vereinsjahrs sei das Sommerfest auf dem Bogenplatz in Erinnerung geblieben: „Erstmals konnten wir zusätzlich zur ‚Pantherjagd‘ einen 3-D-Parcours samt Seilbahn mit ‚fliegendem Adler‘ präsentieren.“ Auch 2019 wollen die Schützen beim Sommerfest mit „der einen oder anderen Überraschung“ aufwarten. Kay Müller merkte noch an, dass der in der Regionalliga Süd angetretenen ersten Bogenmannschaft der Klassenerhalt gelungen sei und das zweite Team ab der kommenden Saison wieder in der Bezirksliga starten werde.

An den Rundenwettkämpfen der „Luftdruck“-Disziplinen würden auch weiterhin je ein Luftgewehr-, Luftpistolen- und Auflage-Team teilnehmen. Müllers besonderer Dank galt der Zessauer Schützengesellschaft, deren Schießstände man für Training und Rundenwettkampf habe nutzen dürfen, und der Stadt Pressath, die die Sporthalle für Übungszwecke und Wettbewerbe zur Verfügung gestellt habe.

 

 

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