14.10.2020 - 16:33 Uhr
PressathOberpfalz

Corona und die Beichte: Beichtstuhl zu eng

Nur gut zwei Quadratmeter Platz bietet der Pressather Beichtstuhl. Zu wenig für Pfarrer und Beichtenden in Corona-Zeiten. Deshalb muss eine andere Lösung her, besonders kurz vor den Feiertagen wie Allerheiligen.

In normalen Zeiten ist der Platz im Beichtstuhl in der Pressather Pfarrkirche ausreichend, in Corona-Zeiten ist das anders.
von Anne Wiesnet Kontakt Profil

Kurz vor den Feiertagen kommen die Gläubigen besonders gerne zum Beichtgespräch, weiß Pfarrer Edmund Prechtl. Weil aber der hölzerne alte Beichtstuhl in der Pressather Pfarrkirche zu klein ist, um während der Corona-Pandemie ausreichend Abstand zu halten, muss derzeit eine Alternative ausreichen: Die Gläubigen kommen zum Pfarrer ins Haus. Das soll sich kurz vor Allerheiligen nun aber nochmals ändern, denn Prechtl will feste Beichttermine anbieten – dann aber in der Sakristei. "Da ist genügend Platz. Das machen andere Pfarrer auch, habe ich gehört. Wir haben eine Wand aufgestellt, hinter der ich dann bin. Ich sehe den, der rein kommt, nicht", sagt der Pfarrer. Maske und Mindestabstand sind natürlich auch da notwendig, Desinfektionsmittel stehen ebenfalls bereit. "Angst, dass er sich beim Beichtgespräch mit dem Coronavirus anstecken könnte, hat Prechtl nicht. "Ach Gott", sagt er. "Im Gottesdienst läuft das bisher ja auch vernünftig."

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Müssen sich die Gläubigen bei der anonymen Beichte in der Sakristei dann trotzdem mit Namen anmelden, um mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können? "In dem Fall wird das schwierig sein, dass man das festhält", gibt Prechtl zu. Darüber nachgedacht hat er allerdings noch nicht, wie er gesteht. Die festen Beichttermine, zu denen die Gläubigen einfach kommen können, will der Pressather Pfarrer im Pfarrbrief veröffentlichen. Bislang mussten sich die Pressather vorher im Pfarrbüro anmelden. Und worüber wollen die Gläubigen so mit dem Pfarrer sprechen? "Das ist Beichtgeheimnis", betont er und lässt auch nichts darüber raus, ob Sünden nun öfter auch mit der Coronakrise zusammenhängen.

Pfarrer Edmund Prechtl.

 

 

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