06.07.2021 - 15:31 Uhr
PressathOberpfalz

Badbaustiftung Pressath: Fördern auch in Niedrigzinszeit

Sie wirkt im Verborgenen: Auf die Unterstützung von Sport treibenden Vereinen, die besonders in der Nachwuchsarbeit aktiv sind, und der Wasserwacht richtet die Badbaustiftung Pressath ihr Augenmerk.

Als Vorsitzender der Pressather Badbaustiftung löst Josef Sirtl (Mitte) Franz Floth (rechts) ab. Mit im Bild Vizevorsitzender Werner Walberer (links).
von Bernhard PiegsaProfil

Es war 1972, als der damalige Bürgermeister Hans Ficker die Gründung des Badbauvereins anregte, der sich für den Bau eines Freibads in Pressath stark machte. Nachdem die Stadt dieses Ziel aus Kostengründen zugunsten des Ausbaus der Freizeitanlage „Kiesibeach“ aufgegeben hatte, wurde der Verein aufgelöst.

Sein Vermögen ging auf die 2000 gegründete Badbaustiftung über. Aus den Zinserträgen fördert sie Sport treibende Vereine, die sich in besonderer Weise um die Nachwuchsarbeit kümmern, und die Wasserwacht, die in den Sommermonaten den „Kiesibeach“-Badeweiher beaufsichtigt.

28 Jahre lang lagen die Geschicke von Verein und Stiftung in den Händen von Franz Floth, der 1993 als Vorsitzender des damaligen Badbauvereins in die Fußstapfen von Hans Ficker trat. Wie es die Stiftungssatzung vorschreibt, musste Floth nun mit Vollendung seines 70. Lebensjahrs das Leitungsamt abgeben.

Ihm dankte Vizevorsitzender Werner Walberer bei der Versammlung des Stiftungsvorstands für seine verdienstvolle Arbeit. Diese sei bedingt durch die Niedrigzinsphase nicht leichter geworden: „Weil auch die Zinserträge aus dem Stiftungsvermögen geringer ausfallen, können wir nicht mehr so viel Unterstützung gewähren, wie wir das gern täten.“

Die „einmütige und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ im Leitungskreis hob Franz Floth in seinem Abschiedswort hervor: „Es war eine schöne Zeit, aber nun sollte die Verantwortung in jüngere Hände übergehen.“ Seinem einstimmig berufenen Nachfolger Josef Sirtl wünschte Floth eine erfolgreiche Arbeit „im Sinne derer, die den Verein gegründet und später in die Stiftung überführt haben“.

Die ordnungsgemäße Arbeit der Badbaustiftung bestätigte die Regierung der Oberpfalz in ihrem Prüfungsbericht zur Jahresrechnung 2019. Einmütig fiel schließlich der Beschluss über die Verteilung der Stiftungserträgnisse aus: Wie im Vorjahr kommen 1000 Euro dem TSV Pressath und 500 Euro der Wasserwacht zugute.

Beide Organisationen, so der Leitungskreis, förderten mit attraktiven und sinnvollen Angeboten gesundheitsbewusstes und solidarisches Denken und Handeln. Hierfür wolle man ihnen ein Dankeschön in klingender Münze widmen, das nach der monatelangen „Corona-Durststrecke“ gewiss besonders willkommen sei.

 

 

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