26.11.2021 - 09:24 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Gemeinderat Poppenricht zeichnet Lebensretter aus

Das Ereignis liegt nun fast zwei Jahre zurück, als Michael Schröter einem 73-jährigen Auerbacher das Leben gerettet hat. Nun erfährt er für seine Tat eine Ehrung durch den Poppenrichter Gemeinderat.

Mit einem Geschenk bedankt sich Bürgermeister Hermann Böhm (links) bei Michael Schröter (Mmitte), der als Lebensretter schon mit der Christophorus-Medaille ausgezeichnet worden ist. Stolz ist auch Silke Kunz (rechts), die Vorsitzende des Fördervereins für die First Responder Poppenricht, denn Michael Schröter will sich auch künftig als First Responder für die Rettung anderer einsetzten.
von Autor GFProfil

Bei seiner Sitzung zeichnete der Gemeinderat Poppenricht Michael Schröter für eine beherztes Eingreifen aus. Er hatte als OTV-Mitarbeiter im Landratsamt zu tun, als ihn dort ein Rentner aus Auerbach noch um Hilfe bat, ehe er dann zusammensackte. Schröter, ein ausgebildeter Ersthelfer, begann sofort mit der Reanimation, bis der Rettungsdienst eintraf. Der Auerbacher musste sich einiger Operationen unterziehen, ist aber heute mit seiner Situation zufrieden.

Für seine Rettungstat war Michael Schröter bereits vom bayerischen Ministerpräsidenten mit der Christophorus-Medaille ausgezeichnet worden. Bürgermeister Hermann Böhm dankte dem Lebensretter nun im Namen der Gemeinde Poppenricht mit einem kleinen Geschenk. Weniger bedeutend sah Michael Schröter sein Eingreifen: "Jeder kann in einer derartigen Situation helfen." Er habe sich den First Respondern in Poppenricht angeschlossen, damit er auch weiterhin andern Menschen helfen könne, wenn sie in Not geraten seien.

In seinem Bericht wies Bürgermeister Hermann Böhm auf die Schlussabnahme des Poppenrichter Dorfplatzes hin. Rinnensanierungen im Gemeindegebiet, so ein Beschluss in nichtöffentlicher Sitzung, werden mit knapp über 30 000 Euro an die Werner Pflastersanierungs-GmbH, Burglengenfeld, vergeben.

Böhm unterrichtete den Gemeinderat über eine Verbandsversammlung des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Illschwang-Gruppe, in der die Gebührenkalkulation für die nächsten drei Jahre neu festgelegt worden war. Die Wasserverbrauchsgebühr steige ab dem 1. Januar 2022 von bisher 1,30 auf 1.43 Euro pro Quadratmeter. Der Gesamthaushalt der Illschwang-Gruppe betrage knapp über 850 000 Euro, ab dem Verbrauchjahr 2022 werde auf Funk-Wasserzähler umgestellt. Für Mittwoch, 15. Dezember, um 19 Uhr ist nach seinen Angaben das Online-Meeting „Mobilfunkanlagen in Altmannshof und Traßlberg“ geplant. Dabei informieren das Bayerischen Landesamt für Umwelt und die Telekom über die geplanten Maßnahmen, Anmeldung per E-Mail (gemeindeverwaltung[at]poppenricht[dot]de).

Drei Bauvorhaben erteilte der Gemeinderat das gemeindliche Einvernehmen und stimmte Abweichungen von der Festsetzung des Bebauungsplanes zu: dem Neubau eines Einfamilienhaues mit Garage, dem Neubau eines Carports mit zwei Stellplätzen, beide Objekte in Traßlberg, sowie gegen die Stimmen von SPD- und FW-Fraktion, dem Neubau von zwei Doppelhäusern und vier Garagen. Auch der Neubau von zwei Salzlagersilos beim Gemeindebauhof ging durch.

Die Anpassung der Gebührensätze bei Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und im Bestattungswesen in der Gemeinde Poppenricht sei längst überfällig, so lautete die Zusammenfassung des Rechnungsprüfungsausschusses. Allein 2018 habe die Gemeinde ein Minus von über 150 000 Euro erwirtschaftet, sagte Ausschussvorsitzender Bertram Gebhard. Bei der Abwasserbeseitigung sei ein Defizit von fast 68 000 Euro, bei der Wasserversorgung ein Minus vom über 35 000 Euro und im Bestattungswesen ein Fehlbetrag von fast 50 000 Euro festzustellen. Gebhard wies darauf hin, dass der Umfang der von der Verwaltung gut vorbereiteten Kassen- und Rechnungsunterlagen nur eine stichpunktartige Prüfung zugelassen habe und gravierende Mängel nicht festgestellt worden seien. Der Rechnungsprüfungsausschuss empfehle dem Gemeinderat, der Jahresrechnung 2018 zuzustimmen, sagt Gebhard.

Einig waren sich die Fraktionen, die Hundesteuer anzuheben. Seit 14 Jahren kostet der erste Hund 30 Euro, der zweite 45 Euro, jeder weitere Hund 80 Euro. Künftig sollen 40 Euro, 60 Euro und 80 Euro fällig werden, womit Waltraud Lobenhofer für die SPD und Bertram Gebhard für die Freien Wähler zustimmte. CSU-Fraktionssprecher Andreas Kopf hielt diese Anhebung für angebracht, denn die Hunde kosteten der Gemeinde Geld, etwa durch die Kotbeutel, die der Bauhof wöchentlich einsammele. Die Fraktionen stimmten auch überein, dass Kampfhunde zusätzlich besteuert werden müssen und zwar mit 300 Euro Aufschlag auf den normalen Hundesteuersatz. In der Dezember-Sitzung soll die entsprechende Satzung beschlossen werden.

Hermann Böhm informierte, dass für das Rathaus ab sofort 3G gilt, ebenso bei Gemeinderatssitzungen. Ab Mittwoch, 1. Dezember sei wieder jeden Mittwoch von 17 bis 20 Uhr in der Schulturnhalle ein kostenloser Corona-Schnelltest möglich, Personalausweis oder Reisepass sei vorzulegen.

Wegen Straßensperrung einige Tage lang Verkehrschaos in den engen Poppenrichter Straßen

Poppenricht

"Jeder kann in einer derartigen Situation helfen."

Lebensretter Michael Schröter

 

 

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