17.01.2020 - 13:07 Uhr
Oberpfalz

Podiumsdiskussion: Bürger haben viele Fragen an Kandidaten in Erbendorf

Was wird aus dem Freibad der Stadt? Wie denken die Kandidaten über einen Windpark im Hessenreuther Wald? Wie stehen sie zu einer Privatisierung der Steinwald-Klinik? Jede Menge Fragen, auf welche die Erbendorfer Bürger Antworten erwarten.

Die Bürger sorgen sich auch um die Zukunft der Steinwald-Klinik. Sie wollen wissen, wie die Kandidaten zu einer Privatisierung der Geriatrie stehen.
von Wolfgang Benkhardt Kontakt Profil

Von Politikverdrossenheit keine Spur: Unsere Aufforderung, für die Podiumsdiskussion der drei Erbendorfer Bürgermeisterkandidaten am Freitag, 24. Januar, Themenvorschläge einzureichen, stieß auf große Resonanz. Die Einwohner von Erbendorf haben etliche Fragen eingereicht, auf die sie von Johannes Reger (CSU), Jochen Neumann (parteiloser SPD-Kandidat) und Bernhard Schmidt (Freie Wähler) Antworten erwarten.

Etliche E-Mails zu Windkraft

Ein Thema, das die Erbendorfer Wähler besonders bewegt, ist die Windkraft. Dazu haben uns etliche E-Mails erreicht. Die Bürger erwarten dabei, dass sich die Kandidaten bei der Podiumsdiskussion klar positionieren. Im Mittelpunkt steht erwartungsgemäß das Projekt "Windpark Silberschlag", das die Gesellschaft Natural Energy Solutions (NES) im Hessenreuther Wald plant. Die Zuschriften machen auch deutlich, dass einige Wähler bei einem der Kandidaten Interessenskonflikte befürchten.

Die Bürger sorgen sich weiter um die Zukunft des Erbendorfer Freibads. Eine Leserin will ganz konkret wissen, was jeder Kandidat mit der Einrichtung plant, wenn das Hallenbad an der Schule erst einmal gebaut ist. "Es wäre fatal für die Stadt Erbendorf, wenn das Freibad geschlossen werden sollte. Wo sollen dann die Kinder und Jugendlichen im Sommer ihre Freizeit verbringen?", schreibt sie. Auch an die Auswirkungen für den Tourismus müsse man dabei denken.

Steinwald-Klinik vermisst

Ein anderer Bürger vermisst in den Wahlprogrammen der Erbendorfer Parteien das Thema "Steinwald-Klinik" und will wissen, wie die drei Kandidaten zur Einrichtung stehen. Die Mitarbeiter hätten angesichts der Millionen-Defizite der Kliniken Nordoberpfalz AG Angst vor einer Privatisierung. Auch wenn dies keine städtische Einrichtung sei, gehe es hier schließlich um die Zukunft und den Lohn von 100 Beschäftigten. - Wir wollen das Thema zur Sprache bringen. Auch über die Verkehrssituation in der einen oder anderen Straße machen sich die Wähler Gedanken. So möchte ein Bürger wissen, welcher der Kandidaten eine Verkehrsberuhigung in den Siedlungsgebieten auf der Liste hat. Ganz konkret nennt er die Thanner Straße, in der viel zu schnell gefahren werde.

Bürgerhaus und Doku-Zentrum

Und natürlich wollen wir unter anderem auch wissen, wie jeder der drei Kandidaten die innerstädtische Entwicklung sieht. Auch das 3 Millionen Euro teure Bürgerhaus und das 1,8 Millionen Euro teure Dokumentationszentrum "Flucht und Vertreibung, die in der Bräugasse entstehen, sollen angesprochen werden.

Noch an diesem Samstag, 18. Januar, können weitere Themen und Probleme, die wir aufgreifen sollen, per Email bei Oberpfalz-Medien eingereicht werden (die Adresse lautet redek[at]oberpfalzmedien[dot]de). Am Dienstag, 21. Januar, werden die Themen und der Ablauf der Veranstaltung dann mit den Kandidaten durchgesprochen. Damit haben die Bewerber noch Zeit, Fakten und Hintergründe zu recherchieren. Bei der Podiumsdiskussion können Fragen direkt an die Kandidaten gestellt oder zu Beginn der Veranstaltung in eine Box geworfen werden. Einlass ist um 19.30 Uhr. Um 20 Uhr beginnt die Veranstaltung, bei der die Kolpingsfamilie auch für Getränke und einen Imbiss sorgt.

Die Zukunft des Freibads ist ebenfalls ein Thema, das die Bürger beschäftigt. Denkt einer der Kandidaten wirklich daran, das Bad zu schließen?
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.