19.12.2019 - 14:27 Uhr
PlößbergOberpfalz

Weitermachen ohne Förderung

Nach der zweijährigen Anschub-Finanzierung ist die Nachbarschaftshilfe Plößberg nun auf Unterstützung angewiesen. Die ehrenamtlichen Helfer sind motiviert, doch es läuft noch nicht rund.

Jutta Frankenhäuser, Leiterin der Nachbarschaftshilfe Plößberg, trug in der Dezembersitzung des Marktrats ihren Tätigkeitsbericht vor.
von Lena Schulze Kontakt Profil

Jutta Frankenhäuser, Leiterin der Nachbarschaftshilfe (NBH) Plößberg, stellte in der vergangenen Marktratsitzung ihren Tätigkeitsbericht vor. Die Nachbarschaftshilfe gebe es seit ziemlich genau zwei Jahren. "Jetzt läuft das Förderprogramm aus. Jetzt müssen wir selber schauen, wie wir weiterkommen", erklärte Frankenhäuser. Unterstützt wurden die ehrenamtlichen Helfer von einer geringfügig angestellten Kraft, die über die Förderung finanziert wurde. Für Verwaltung, Unternehmungen und Anschaffungen sei die NBH nun auf Sponsoren und Spender angewiesen. Wie groß der finanzielle Bedarf sei, konnte Frankenhäuser nicht pauschal benennen. Das komme auf die Zahl der Hilfeleistungen an. Die Sprechstunden laufen seit dem Rathausumbau im BRK-Seniorenzentrum: "Im Rathaus kamen schon wenige Leute, ins Seniorenheim kommt niemand", resümierte die Leiterin. Die meisten Vermittlungen würden übers Telefon oder persönlich vonstatten gehen. Die Aktionen, wie die Frühstücksrunden mit Vorträgen, würden sehr gut angenommen.

"Die Nachbarschaftshilfe wird gebraucht. Es kommen von Jahr zu Jahr mehr Menschen. Es dauert eben, bis sich die Leute zu uns trauen." Besonders freute sich Frankenhäuser auf das neue Büro im Mehrgenerationenhaus in der Blumenstraße, wenn das Gebäude fertig saniert ist. Hans Klupp (Freie Wähler) erkundigte sich nach der Zahl der Einsätze. "Heuer waren es 15 Fälle", antwortete die Leiterin. Klupp schlug zudem vor, die Ortsteile besser einzubinden, auch örtlich auf die Menschen zuzugehen. NBH-Vertreter seien dort schon angedacht gewesen, aber es laufe zögerlich, wusste Frankenhäuser.

Ob nicht gleich die Markträte einspringen würden, fragte sie. Markus Preisinger erklärte sich spontan für Schönkirch bereit, sowie Susanne Bittner für Wildenau. Hans Klupp wollte für Schönficht nicht absagen, wünschte sich aber ein Treffen mit Frankenhäuser, um zu klären, welche Anforderungen und Aufgaben auf ihn zukommen würden. Das Gremium erklärte sich zudem bereit, ein Budget für die Nachbarschaftshilfe bereitzustellen, nachdem der finanzielle Bedarf ermittelt wurde. "Wir machen weiter, wir sind motiviert", schloss Frankenhäuser ihren Bericht.

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