18.12.2019 - 16:14 Uhr
PlößbergOberpfalz

Weihnachtsanprachen Plößberg: Vielfalt der Kommune nutzen

Ein kleine Bescherung machte sich der Marktrat bei seiner Dezembersitzung: Erstmals tagte das Gremium im neuen Sitzungssaal. Bauliche Maßnahmen und Projekte standen auch im Mittelpunkt der Weihnachtsansprachen.

Zum ersten hielt der Marktgemeinderat seine Sitzung im neugestalteten Sitzungssaal im umgebauten Rathaus.
von Lena Schulze Kontakt Profil

Die letzte Sitzung im Jahr war zugleich die erste Zusammenkunft des Marktgemeinderats Plößberg im neu gestalteten Sitzungssaal im umgebauten Rathaus. "Er ist noch nicht ganz fertig", informierte Bürgermeister Lothar Müller. Die Jalousien würden noch ausgetauscht und die Medientechnik installiert werden. Auch sein Büro sei noch nicht fertig. Vergangene Woche sei Müller zum vierten Mal umgezogen - in den Mehrzweckraum. "Aber bisher hat man mich auch immer gefunden."

In seiner Weihnachtsansprache schnitt er die Themen Ortsumgehung, Kläranlage, Wasserversorgung, Bau- und Gewerbegebiete sowie den Rathausumbau an. Neben Baumaßnahmen gehe es aber auch um das soziale Zusammenleben. Trotz aller Vorgaben und Abhängigkeiten sei das kommunale Leben von einer Vielfalt geprägt, die man nur nutzen müsse, so der Bürgermeister. "Gemeinsam werden wir die Kraft haben, unser Leben und unsere Gemeinschaft selbst zu gestalten." Abschließend bedankte er sich beim Gremium für die gute und respektvolle Zusammenarbeit, bei den Mitarbeitern der Marktgemeinde, sowie allen Ehrenamtlichen, die sich in der Kommune engagieren. An dieser Stelle hob er besonders die Feuerwehrfeste in Plößberg und Wildenau hervor.

Tina Zeitler, CSU

Die Fraktionsvorsitzende sprach insbesondere den Bau der Ortsumgehung an. "Mit der Fertigstellung der Umgehungsstraße eröffnen sich für die aktuelle Ortsdurchfahrt in Plößberg ganz neue Perspektiven". Auch wenn es bis dahin noch dauere, sei es wichtig, ein Konzept parat zu haben. Es gelte den Ortskern zu stärken und Leerstände zu sanieren, oder gar nicht entstehen zu lassen. Zudem ist es Zeitler wichtig, ausreichend neue Bauplätze zu schaffen. Weitere wichtige Projekte seien die Sanierung der Brücke über den Liebensteiner Speicher und die Sanierung vieler Straßen. Auch das Kooperatorhaus Beidl, der Mehrgenerationentreff, der Rathausumbau und der Kläranlagenneubau sowie die Verbesserung des Tourismus standen auf ihrer Liste.

Susanne Bittner, SPD

Auch die Dritte Bürgermeisterin und SPD-Fraktionssprecherin ging auf die Ortsumgehung, Kläranlage und das Thema Städtebau ein. Besonders das Projekt "aktive generationenfreundliche Gemeinde" lag ihr am Herzen. Bittner lenkte den Blick auf die Kommunalwahl: "Es ist schon jetzt eindeutig, dass sich der Marktrat personell verändern wird." Sie wünscht sich, dass sich das neue Gremium für die Sache und für die Bürger einsetzt, sowie die gute Zusammenarbeit im Marktrat fortgeführt wird. Zum Schluss bedankte sich Bittner bei den Wirtschafts- und Handwerksbetrieben für ihre Investitionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Hans Klupp, Freie Wähler

Der FW-Fraktionssprecher hob die besondere Bedeutung der Vereine und Verbände für das gesellschaftliche und soziale Leben in den Dörfern hervor. "Eine wichtige Voraussetzung, um lebenswerte, attraktive und damit zukunftsfähige Lebensbedingungen auf den Land zu gestalten und dauerhaft zu erhalten." Klupp ist der Meinung, dass sich die Herausforderungen der Zukunft mit Vernunft, Kompromissbereitschaft und der Besinnung auf christlich-jüdische Werte und Traditionen lösbar seien.

Zweiter Bürgermeister Markus Preisinger

Markus Preisinger (CSU) sprach von vielen Baustellen, die die Verwaltung bewältigen muss. "Unsere Mitarbeiter, aber auch der Marktrat, haben das Gefühl, in einem ,Hamsterrad' zu sitzen." Kaum wurden Projekte abgeschlossen, seien zwischenzeitlich noch viel mehr dazu gekommen. Einerseits leide die Verwaltung unter Überlastung, andererseits wolle und müsse die Kommune aktuelle Fördermöglichkeiten nutzen. Preisinger sprach davon eine Prioritätenliste zu erstellen, in der alle Ortschaften berücksichtigt seien. Er betonte: "Es ist dabei nicht wichtig, welche Fraktion als erstes einen guten Vorschlag macht." Positive Veränderung könnten nur gemeinsam erreicht werden.

Hintergrund:

Zwei Bauanträge genehmigt

Auf der Tagesordnung des Marktgemeinderates standen neben den Tätigkeitsberichten zwei Bauanträge. Bereits im Mai lag der Plan zum Neubau eines barrierefreien Alterswohnsitzes in Schönficht auf dem Tisch. Dort musste noch einmal umgeplant werden. Jetzt rückt der Neubau näher zum Bestandsgebäude und ist somit genehmigungsfähig, informierte Bürgermeister Lothar Müller das Gremium. Auch gegen den Abbruch der Garage und den Anbau an das bestehende Einfamilienhaus in Plößberg hat das Gremium nichts einzuwenden.

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