21.06.2021 - 11:08 Uhr
PlößbergOberpfalz

Patrouillen am Stausee Liebenstein zum Schutz der Muschel und Fische

Der Wasserstand am Stausee Liebenstein wird beim Brückenneubau abgesenkt. Das führt zu einem ungewöhnlichen Einsatz.

Bürgermeister Lothar Müller (links) besichtigte zusammen mit Johanna Plödt (Zweite von links) und Armin Reiter vom Bauamt und den Mitgliedern des Bauausschusses unter anderem die Frühlingsstraße in Wildenau.
von Florian TrißlProfil

Den schlechten Zustand einiger Straßen besichtigten die Mitglieder des Bauausschusses Plößberg zu Beginn der vergangenen Sitzung. Sie trafen sich hierfür in Wildenau, wo Marcus Fritsch (SPD) besonders schlechte Stellen an der Einmündung zur Sonnenstraße zeigte und den schlechten Zustand der ganzen Straße über Wumsgefäll bis nach Schönficht beschrieb.

Kontakt mit Staatlichem Bauamt

Bürgermeister Lothar Müller verwies darauf, dass dies eine Staatsstraße sei, er deswegen schon im ständigen Kontakt mit dem staatlichen Bauamt sei und sich um Besserung der Situation bemühe. Auch die Staatsstraßen von Wildenau über Ellenbach nach Floß und die von Plößberg nach Floß bräuchten dringend einen Ausbau und eine Erneuerung der Fahrbahndecke. Erst vor kurzem wurden Schreiben aus der Bevölkerung an das Staatliche Bauamt weitergeleitet.

Weiter besichtigte man die Frühlingsstraße in Wildenau. Hier sind, so Fritsch, Sickerkästen am Straßenrand sehr tief eingesunken, Kanaldeckel stehen über der Asphaltdecke und der Randstein ist an einigen Stellen stark beschädigt. Müller sicherte zu, dass punktuell nötige Maßnahmen ergriffen werden. An Stellen, wo sich große Pfützen bei Regenereignissen bilden, werde versucht etwas aufzufüllen. Zu diesem Thema kündigte Müller an, dass im Gemeindegebiet neue hydraulische Berechnungen des Kanalnetzes in Auftrag gegeben werden sollen. Hierfür werden auch Straßenvermessungen durchgeführt. Diese könnten zur Priorisierung der Straßenrenovierungen dienen. Eine weitere Besichtigung führte den Ausschuss auf die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Dreihöf und Plößberg. Hier hatte Reinald Roderer auf eine mögliche Verkehrssicherungspflicht in einer Kurve neben einem Weiher hingewiesen. Die Räte beschlossen, zur Absicherung eine Leitplanke anbringen zu lassen. Unabhängig davon wies Müller darauf hin, dass die Straße in Dreihöf und ein Teilstück in Richtung Plößberg heuer erneuert werden.

Der Antrag der Telekom wegen geringfügiger Veränderungen im Bauantrag des Funkmastes in Wildenau und der Bauantrag für eine Nutzungsänderung zur Hobby-Pferdehaltung in Wurmsgefäll wurden mit positiver Stellungnahme an das Landramtsamt weitergeleitet. Ebenso stimmte man der Voranfrage für den Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Winkelmühle zu. Obwohl es sich um einen Bau im Außenbereich handelt, sieht die Verwaltung darin kein Problem.

Muschelschutz

Im Zusammenhang mit dem Ersatzneubau der Brücke über den Liebensteinstausee erläuterte Müller die Notwendigkeit zur Auftragsvergabe für Muschelschutz. Da sich beim Absenken des Stausees Schlammpfützen bilden, aus denen Muscheln und Fische möglicherweise nicht in das Wasser zurückkommen, ist es nötig, dass über mehrere Wochen täglich Leute den Uferstreifen abgehen und die Tiere in den gefluteten Bereich bringen. Hierfür sei ein Unternehmen zu beauftragen.

Viele Straßenlaternen im Gemeindegebiet sind bereits auf die moderne LED-Technik umgerüstet. Für die verbleibenden etwa 160 Laternen wurde nun ebenfalls für die Umstellung gestimmt. Die Maßnahme amortisiert sich nach drei Jahren, die Stromeinsparung liegt bei 60 Prozent und der CO2-Ausstoß reduziert sich um 13 Tonnen pro Jahr. Hubert Schwägerl (CSU) bat im Namen der Feuerwehr Beidl darum, dass eine Fläche von ungefähr 120 Quadratmetern neben der neuen Unterstellhalle beim Feuerwehrhaus asphaltiert wird. Die Feuerwehr würde sich um den Unterbau kümmern. Müller sagte zu, dass der Bauhof das Stück ansehe und sich darum kümmere.

Problem mit Regenwasser

Zum Regenwasserproblem bei Starkregen am Ortseingang von Beidl aus Richtung Schönthan sei noch keine endgültige Lösung gefunden. Die bisherigen Ideen würden laut Franz Wittmann (FW) das Problem nur von einem Geschädigten auf einen anderen verschieben. Es müssten mögliche Abwasserkanäle untersucht werden, wo das überschüssige Oberflächenwasser bestmöglich abgeführt werden kann. Nach den Untersuchungen durch den Bauhof werde eine erneute Besichtigung nötig sein.

Fritsch fragte nach, wie lange die Schaukel an einem Schönkircher Spielplatz noch gesperrt sei und in welchen Abständen der Sand auf den Spielplätzen ausgetauscht werde. Bei der Schaukel warte man noch auf die Lieferung eines neuen Geräts. Bei den Sandkästen werde jährlich eine Schicht von mindestens zehn Zentimeter abgetragen und wieder aufgefüllt.

Bei der Sitzung gab der Bauausschuss auch den Startschuss für den Badebetrieb am Großen Weiher

Plößberg

 

 

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