24.09.2021 - 15:09 Uhr
PlößbergOberpfalz

Brückenbau über Liebensteiner Stausee unter der Kostenschätzung

Kurz vor der Pandemie wurde die Sanierung des Sitzungssaals im Rathaus beendet. Doch erst jetzt fand dort das erste Treffen statt.

Der Wasserpegel des Liebensteiner Stausees ist deutlich gesunken. Noch in diesem Jahr soll die Baustelleneinrichtung für den Ersatzneubau der Brücke erfolgen. Im kommenden Jahr starten dann die Bauarbeiten.
von Florian TrißlProfil

Wenige Wochen vor der Corona-Pandemie wurde die Sanierung des Sitzungssaals im Plößberger Rathaus abgeschlossen. Seither tagt der Marktrat im Kultursaal, um die Hygiene- und Abstandsmaßnahmen einzuhalten. Für die jüngste Sitzung des Bau- und Umweltausschusses mit seinen acht Mitgliedern konnte man nun endlich in die gewohnte Umgebung zurückkehren. Auf der Tagesordnung standen dabei Auftragsvergaben, Baugebiete und eine Bürgeridee zur Wasserversorgung auf den Friedhöfen.

Verkauf von Grundstücken

Nachdem im Sommer die Erschließung des Baugebietes Kapellenweg in Plößberg abgeschlossen werden konnte und die Grundstückspreise festgelegt wurden, kann noch in diesem Jahr der Grundstücksverkauf beginnen. Im Zusammenhang mit dem Baugebiet wurde die Verbindungsstraße vom Kapellenweg in die Schlossstraße vom Gremium zur Ortsstraße gewidmet. Sie wird ebenfalls den Namen Kapellenweg bekommen, die Hausnummern werden entsprechend fortgeführt.

Firma Berger baut Brücke

Viele Auftragsvergaben erfolgten in der Sitzung für die Projekte zur Erneuerung der Stausee-Brücke in Liebenstein und das Kooperatorhaus in Beidl. Dabei ging die Vergabe des Brückenbauwerks dem Vergabevorschlag des Ingenieurbüros entsprechend an die Firma Berger Bau aus Passau. Bürgermeister Lothar Müller berichtete, dass die Kosten deutlich unter den Schätzungen des Ingenieurbüros liegen. Verschiedene Gewerke wurden auch zum Kooperatorhaus in Beidl vergeben. Die Kosten des Projekts in Beidl werden auf etwa 1,8 Millionen Euro geschätzt.

Schloßleite

Weiter voran geht es mit dem geplanten Baugebiet Schloßleite in Wildenau. In der Sitzung wurden die Stellungnahmen und Abwägungen aus der ersten Auslage behandelt und Änderungen einstimmig angenommen. Der aktuelle Entwurf kann somit demnächst zur zweiten Auslage kommen.

Schäfereiweg

Auch die Stellungnahmen und Abwägungen zum Baugebiet Schäfereiweg in Schönkirch wurden in der Sitzung behandelt. Der Hinweis zum Überschwemmungsschutz wurde hierbei schon mit dem Bebauungsplan geklärt. Die Planungen zum Schäfereiweg konnten mit dem einstimmigen Satzungsbeschluss somit auch beendet werden. Keine Zisterne am Friedhof

Aus der Bevölkerung kam die Idee für eine Zisterne am Friedhof Plößberg, in der das Regenwasser vom Kirchendach gesammelt werden könnte. Dann bräuchte man für die Grabbewässerung kein Trinkwasser. Bürgermeister Müller informierte, dass der jährliche Verbrauch bei 300 Kubikmetern liegt. Bei dieser Menge sehe man vorerst von der Maßnahme aus wirtschaftlichen Gründen ab. Wichtiger für den Umweltschutz sei hier die Förderung von Regenwasserzisternen für Privathaushalte. Entsprechende Beschlüsse sollen demnächst gefällt werden.

Urnenstelen erst im Frühjahr

Sachbearbeiterin Johanna Plödt vom Bauamt informierte, dass inzwischen alle Angebote für die Urnenstelen auf dem Plößberger Friedhof eingegangen sind. Aufgrund von vielen Projekten mit hoher Dringlichkeit benötige die Aufarbeitung der Angebote durch die Verwaltung noch Zeit. Im Frühjahr nach der Frostperiode soll mit der Ausführung begonnen werden.

Marcus Fritsch wollte wissen, ob es bereits Angebote für die vor langer Zeit angefragt Pumptrack-Bahn gebe. Müller entgegnete, dass viele Projekte, wie zum Beispiel die zehn Bauleitverfahren verschiedener Unternehmen oder die Stauseebrücke, eine höhere Dringlichkeit hätten.

Hubert Schwägerl wollte wissen, ob über eine Erneuerung der Heizung im Beidler Feuerwehrhaus nachgedacht werde, da es aktuell eine hohe Förderung für Heizungen mit nachwachsenden Rohstoffen wie Pellets gebe. Laut Müller gibt es derzeit keine Überlegungen, da auch der Ölverbrauch nicht besonders hoch sei. Die Heizung sei in etwa genau so alt wie die im Kindergarten in Beidl. Erneuerungen würden, sobald nötig, in beiden Gebäuden gemeinsam durchgeführt.

 

 

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