02.02.2021 - 12:20 Uhr
PleysteinOberpfalz

Sanierung geplant: Pleysteiner Freibad soll barrierefrei werden

Das Pleysteiner Freibad ist derzeit im Winterschlaf. Doch das Aussehen der Freizeiteinrichtung wird sich stark ändern – die Stadt plant ein Sanierungskonzept. Dann soll die Anlage endlich barrierefrei werden.

Die Wasserflächen des Schwimmer- und Nichtschwimmerbeckens sollen verkleinert werden.
von Walter BeyerleinProfil

Das Pleysteiner Freibad für die nächsten 40 Jahre fit zu machen, ist das Ziel der von der Stadt Pleystein ins Auge gefassten Sanierung. An deren Notwendigkeit besteht kein Zweifel. Nach dem einstimmigen Entscheid des Stadtrats sprach sich auch die Arbeitsgruppe „Freibadsanierung“ für die Durchführung der notwendigen Neu- und Umbaumaßnahmen aus. Damit soll das Freibad endlich barrierefrei werden.

In der Bestandsbeschreibung weist das planende Architekturbüro ausdrücklich daraufhin, dass die vorhandenen Wasserflächen für Behinderte und Familien mit Kleinkindern oder Kinderwagen derzeit nur schwierig erreichbar sind. Ebenso sind die Wasserflächen umgerechnet auf die Zahl der Besucher zu groß. Theoretisch kann das Pleysteiner Freibad derzeit unter Berücksichtigung der Filterleistung rund 437 Besucher pro Stunde und somit bei einem achtstündigen Badetag rund 3500 Badegäste aufnehmen. Eine Zahl, die aber nicht erreicht wird, wie die statistischen Nachweise ergeben.

Deshalb soll bei einem Umbau der Einrichtung die Badewasseraufbereitungsanlage an die Vorschriften der entsprechenden DIN-Norm angepasst werden, was zugleich eine Verkleinerung des Nichtschwimmer- und Schwimmerbeckens bedeutet. Unverändert bleiben das Kinderplanschbecken und das Springerbecken hinsichtlich ihrer Größe. Die reduzierten Wasserflächen bieten nach der Berechnung der Krautloher Architekten, auf einen 8-Stunden-Badetag bezogen, noch immer einen ungehinderten Badespaß für 2000 Gäste.

Auffallend wird das neue Aussehen der Becken sein: Sie sollen mit Edelstahl gebaut werden. Das Architekturbüro hat dazu eine Liste von Vorteilen des neuen Materials erstellt. Dazu gehören unter anderem die entfallenden Ein- und Auswinterungsmaßnahmen, ein geringerer Reinigungs- und Chemieaufwand und eine lange Lebenszeit. Es ist zunächst auf den ersten Blick die teuerste Sanierungsvariante, aber auch die mit der längsten „Lebenszeit“.

Unter Berücksichtigung dieses Aspektes und der Unterhaltungskosten für das Freibad wird die Wärmehalle, genutzt nur von wenigen Gästen und dennoch ein großer Kostenfaktor, nach der Sanierung Geschichte sein.

Ausdrücklich weist das Architekturbüro in seiner Maßnahmenbeschreibung, die Teil des Antrages der Stadt auf die Unterstützung mit Bundesmitteln ist, auf die überregionale Bedeutung des Freibads als eine der größten derartigen Einrichtungen in der Region hin. Außerdem kommt dem Freibad mit 42.000 Besuchern, erfreulicherweise auch aus dem Nachbarland Tschechien, eine überörtliche Bedeutung zu. Vor allem aber dient das Freibad dem Erreichen der Schwimmfähigkeit durch Schwimmsport im Schulunterricht und ist Teil der Aufrechterhaltung der Lebensqualität im östlichen Landkreis Neustadt/WN.

Nachdem beim Antrag auf Bundeszuschuss zunächst nur dessen grundsätzliche Möglichkeit geprüft wird, enthalten die Unterlagen noch keine belastbaren Kostenangaben.

Besuch am Filmset im Freibad Pleystein

Pleystein

Vorbericht: Neue Hoffnung auf Sanierung des Pleysteiner Freibads

Pleystein
Hintergrund:

Das haben die Architekten vor

  • Verkleinerung der Wasserflächen im Nichtschwimmer- und Schwimmerbecken
  • Gänzlicher oder teilweiser Abbruch der bestehenden Gebäude mit entsprechenden Ersatzneubauten
  • Barrierefreiheit in der Anlage

 

 

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