25.07.2021 - 08:38 Uhr
PleysteinOberpfalz

Pleysteiner "Südtangente" vor Abschluss

Die Stadt Pleystein setzt den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße in ihrem südlichen Bereich um Burkhardsrieth fort. Die Anbindung an Orte aus den Märkten Waidhaus und Eslarn steht an.

Die Sanierung des Marktplatzes hat die Stadt zum bayerischen Förderprogramm "Innenstädte beleben" angemeldet.
von Walter BeyerleinProfil

Einstimmig sprach sich der Stadtrat in seiner Sitzung für die Einreichung der Projekte Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Burkhardsrieth – Pfrentsch (Markt Waidhaus) und Burkhardsrieth – Riedlhof (Markt Eslarn) aus. Die Straße Burkhardsrieth – Pfrentsch kostet laut Berechnung insgesamt 895.000 Euro, von denen 803.000 Euro zuwendungsfähig sind. Der Anteil der Stadt Pleystein beläuft sich auf 475.000 Euro, von denen wiederum 427.000 Euro zuwendungsfähig sind. Dafür kann die Stadt einen Zuschuss von 79,6 Prozent erwarten, der zahlenmäßig 340.000 Euro beträgt. Der Eigenanteil der Stadt beläuft sich auf 135.000 Euro.

Der Ausbau der Straße Burkhardsrieth – Riedlhof erfordert einen Gesamtaufwand von 405.000 Euro, von denen insgesamt 362.000 Euro förderfähig sind. Der Anteil der Stadt Pleystein beläuft sich auf 237.000 Euro, von denen 217.000 Euro zuwendungsfähig sind. Die Zuschusshöhe beträgt 165.000 Euro, der Eigenanteil der Stadt 72.000 Euro.

Mit diesen Maßnahmen sei der Straßenausbau in der „Südtangente“ der Stadt Pleystein abgeschlossen, so dass in den nächsten Jahrzehnten keine weiteren Ausbaumaßnahmen erforderlich würden dürften, erklärte Geschäftsleiter Günter Gschwindler im Gespräch.

Aufzug und Pelletheizung

Dem eigenen Bauantrag der Stadt wegen Einbau einer Aufzugsanlage und einer Pelletheizung mit brandschutztechnischer Ertüchtigung im Gebäude der Zottbachtalschule erteilte das Gremium bei zwei Gegenstimmen das gemeindliche Einvernehmen. Barbara Weig (FWG/SPD) bedauerte die manchmal dürftige Weiterleitung von Unterlagen und sprach dabei den geplanten Aufzug an. Bei der Pelletheizung habe sie Bauchschmerzen, weil dann fraglich sei, ob das geplante Nahwärmenetz noch sinnvoll sei. Thomas Weig (FWG/SPD) würde nach seinen Worten den Einbau einer Hackschnitzelheizung gegenüber einer Pelletheizung, die bei Einfamilienhäusern gut seien, bevorzugen. Sollte sich das Nahwärmenetz nicht umsetzen lassen, plädiere er in der Schule für eine Hackschnitzelheizung.

Zum ausführlichen Fachvortrag von Barbara Weig zum Thema Brandschutz verwies Bürgermeister Rainer Rewitzer auf den Brandschutzplaner, der von der Aula bis zum Mittelschulgebäude eine liegende Brandwand vorsieht. Zusammen mit weiteren Maßnahmen, wie Verschließen von Fenstern, sei der Brandschutz gewährleistet. Die Stadt sei bestrebt, mit der Zottbachtalschule in die Gebäudeklasse III eingestuft zu werden, weil dann deutliche Einsparungen die Folge wären, sagte der Bürgermeister. Auch in der Gebäudeklasses sei der Brandschutz gewährleistet, betonte das Stadtoberhaupt ausdrücklich. „Ich verlasse mich auf die gut geschulten Kräfte beim Landratsamt und in den Ingenieurbüros“.

Wichtig sei jetzt mit einer Heizung, egal ob Pellets oder Hackschnitzel, in ein Genehmigungsverfahren zu gehen, sagte Bürgermeister Rewitzer zum weiteren Vorgehen. Mit zwei Gegenstimmen sprach sich der Stadtrat für die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens zum eigenen Bauantrag aus.

Bewerbung um Programm

Die Stadt Pleystein bewirbt sich am bayerischen Sonderfonds „Innenstädte beleben“. Dieses Programm hat der Freistaat Bayern aufgelegt, um die Kommunen bei der Stärkung und Erhaltung der Ortskerne unterstützen zu können. Bürgermeister Rainer Rewitzer gab dies bekannt, weil sich dafür Kommunen bewerben können, die bereits im Verfahren zur Städtebauförderung sind. Seitens der Stadt seien dafür der Marktplatz und Kosten in Höhe von 5.179.000 Euro angemeldet worden.

Abbrucharbeiten vergeben

Als Beschluss aus der nicht öffentlichen Sitzung der letzten Stadtratssitzung gab Bürgermeister Rainer Rewitzer die Erteilung eines Auftrages für Abbrucharbeiten im Bereich Zottbachtalschule an die Firma Liegl-Bau mit der Auftragssumme von 145.598 Euro bekannt.

Gedenken an Gastwirtsehepaar

Eingangs der Sitzung gedachte der Stadtrat mit einer Schweigeminute dem verstorbenen Gastwirtsehepaar Josef und Lieselotte Hartwig.

Hintergrund:

Kosten "Südtangente"

  • Die Straße Burkhardsrieth – Pfrentsch kostet laut Berechnung insgesamt 895.000 Euro (803.000 Euro zuwendungsfähig).
  • Eigenanteil der Stadt Pleystein 475.000 Euro (427.000 Euro zuwendungsfähig). Zuschuss von 79,6 Prozent (340.000 Euro). Der Eigenanteil der Stadt beläuft sich auf 135.000 Euro.
  • Der Ausbau der Straße Burkhardsrieth – Riedlhof kostet insgesamt 405.000 Euro (362.000 Euro förderfähig).
  • Der Anteil der Stadt Pleystein beläuft sich auf 237.000 Euro (217.000 Euro zuwendungsfähig). Die Zuschusshöhe beträgt 165.000 Euro, der Eigenanteil der Stadt 72.000 Euro.

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