24.09.2021 - 10:46 Uhr
PleysteinOberpfalz

Pleystein saniert "eine der schlechtesten Straßen"

Der Stadtrat in Pleystein geht es nun an: Die Anton-Wurzer Straße soll endlich hergerichtet werden. In der Warteschleife befindet sich im Gegensatz dazu noch der Bebauungsplan "Herrenpoint".

Die Anton-Wurzer-Straße (rechts) im rückwärtigen Verlauf einschließlich der Anbindung an die Kreisstraße NEW 33 (links) soll endgültig saniert werden. Die entsprechende Ausschreibung darf nach der Entscheidung der Stadtrates starten.
von Walter BeyerleinProfil

Der Pleysteiner Stadtrat bringt es nun auf den Weg: Die Anton-Wurzer-Straße soll endlich saniert werden. Derzeit wird die Ausschreibung für das Inliner-Verfahren zur Kanalsanierung vorbereitet. Bürgermeister Rainer Rewitzer berichtete dazu, dass ein Austausch der Kanäle nicht vorgesehen sei. Nach dem Vorschlag des Ingenieurbüros Wolfrum werde das „Inliner-Verfahren“ bevorzugt. Für die Sanierung der Straße habe im Juni gemeinsam mit dem planenden Ingenieurbüro Bamler, Vohenstrauß, eine Ortsbesichtigung stattgefunden. Thema seien die Straßenbreite, die Anlegung von Gehwegen und die Anbindung der Anton-Wurzer-Straße an die Kreisstraße NEW 33 gewesen. Josef Windirsch (CSU) betonte, dass diese Straße eine der schlechtesten der Stadt sei. Er befürwortete das Inliner-Verfahren zur Kanalsanierung. Dem stimmte Rewitzer zu und ergänzte, in Verbindung mit einem Regenüberlauf sei dies die wirtschaftlichste Lösung des Kanalproblems, besonders weil auch die Abzweige für die Schmutzwasserkanäle in die Grundstücke wieder genutzt werden können. Das mache anschließend auch den Straßenbau vom Kostenaufwand her gesehen günstiger.

Barbara Weig (FWG/SPD) hatte mit ihrer Anregung, nochmals eine Ortsbesichtigung mit dem Bauausschuss durchzuführen, keinen Erfolg. Geschäftsleiter Günter Gschwindler erklärte mit Blick auf die von Weig angesprochene Errichtung eines Regenüberlaufbeckens, dass dezentrale Lösungen bevorzugt werden und auch kostenmäßig günstiger sind. Jetzt gehe es nur darum, die Maßnahme Straßenbau mit entsprechender Beauftragung der Planung als Grundlage für die Ausschreibung fortzuführen. Hier ist vorgesehen, die Deckschicht abzufräsen und die Zufahrt zur Kreisstraße so zu gestalten, dass die Pfützenbildung im Bereich der „Herbstsonne“ verhindert wird. Außerdem sollen die Gehwege entsprechend angepasst werden. Einstimmig billigte der Stadtrat die vorgeschlagenen Maßnahmen.

Geschäftsordnung geändert

Die Geschäftsordnung des Stadtrates Pleystein wird aufgrund der Einführung des Ratsinformationssystems geändert. Die Änderungen der Geschäftsordnung lagen den Gremiumsmitgliedern seit zwei Monaten vor, Einwände oder Verbesserungsvorschläge wurden nicht eingebracht. Der Änderung stimmte der Stadtrat einstimmig zu.

Naturparkförderung

Für die Naturparkförderung 2022 sind aus dem Kreis der Stadträte bislang keine Vorschläge eingegangen. Rewitzer sprach als eine der möglichen Maßnahmen die Beseitigung des Wildwuchses am Geotop Kreuzbergfelsen an. Dieser Bewuchs könne zur Beeinträchtigung des Felsens führen. Es bestehe aber die Möglichkeit, die Maßnahme durch ein anderes Programm des Naturparks gefördert zu bekommen. Auch in der Sitzung am Dienstagabend wurden von Seiten der Fraktionen keine Vorschläge für zu fördernde Maßnahmen eingebracht.

Gemeinsame Anschaffungen

Die Stadt Pleystein beteiligt sich an den Anschaffungskosten eines Kombinationsmähgerätes und einer Ast- und Wallheckenschere im Rahmen der mit der Gemeinde Georgenberg abgeschlossenen Vereinbarung über die Einrichtung einer kommunalen Maschinengemeinschaft. Auf die Stadt entfällt ein Anteil von 5105 Euro. Uli Weig (FWG/SPD) wollte bei diesen Anschaffungen nicht sehen, dass eine „Kommune was haben will und die andere zahlen muss“. Bürgermeister Rewitzer machte deutlich, dass derartige gemeinsame Anschaffungen eine effizientere Nutzung der Geräte zur Folge haben. Geschäftsleiter Günter Gschwindler wurde noch deutlicher: Fremdfirmen rechnen nach unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen, aber immer zu ihren Gunsten ab, die Fahrer von Fremdfirmen kennen sich in der Örtlichkeit nicht aus, wechseln jährlich, ein Mitarbeiter des Bauhofes müsse als Beifahrer mitfahren. „Da frage ich mich, ob eine Fremdfirma günstiger ist“, meinte der Geschäftsleiter. Damit war die Anfrage Weigs klar beantwortet. Einstimmig stimmte der Stadtrat dem Kauf des Kombinationsmähgerätes zu.

Bebauungsplan im Bauausschuss

Der aufzustellende Bebauungsplan „Herrenpoint“, mit dem zwei Grundstücke für die Bebaubarkeit ausgewiesen werden, macht eine „Zusatzrunde“ im Bauausschuss. Nach der Diskussion über Verschiebung der Baugrenzen und anderen Festsetzungen, stellte Barbara Weig (FWG/SPD) den Antrag auf Beteiligung des Bauausschusses. Mit den Stimmen von FWG/SPD wurde dem entsprochen.

Bürgermeister informiert

Bürgermeister Rainer Rewitzer informierte, dass derzeit an der Grundschule die Dachsanierung durchgeführt wird. In der 39. Kalenderwoche soll die „Freimessung“ durchgeführt werden, um festzustellen, ob noch Schadstoffe vorhanden sind. Der vom Bauausschuss angeregte und vom Stadtrat beschlossene Absturzzaun am Kreuzberg wurde fertig gestellt, berichtete der Bürgermeister. Er schilderte auch den weiteren Fortgang zur Errichtung des Bauhofes. Vor der Aussegnungshalle Miesbrunn wurden die beschlossenen Pflaster- und Asphaltierungsarbeiten durchgeführt. Im Seniorenpark auf dem Areal der ehemaligen Kneippanlage wurden die Sportgeräte montiert. Bei der Wasserversorgung Miesbrunn wurden innerhalb von zwei Tagen 1.800 Meter Wasserleitung durch Pflügen und im Spülbohrverfahren verlegt.

Weitere Themen im Pleysteiner Stadtrat

Pleystein
Die Grünfläche (links oben) und ein Teil der Grünfläche im Anschluss an des vorhandene Wohngebäude sollen als Baugrundstücke in den Bebauungsplan "Herrenpoint" mit aufgenommen werden. Die Aufstellung des Bebauungsplanes verzögert sich, weil die darin enthaltenen Festsetzungen, wie Baulinien und Baugrenzen auf Antrag der FWG/SPD Fraktion erst noch im Bau- und Umweltausschuss beraten werden sollen.

 

 

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