25.11.2020 - 14:03 Uhr
PirkOberpfalz

Sportpark-Gaststätte: Viele Fragen zu Zuluftanlage

Der Gemeinderat muss über eine Zuluftanlage für das Sportfunktionsgebäude entscheiden. Nicht nur bei diesem Thema gibt es viel Diskussionsbedarf im Gremium.

Die kulinarische Ausrichtung und mehrere zusätzliche Geräte machen eine Zuluftanlage in der Sportpark-Gaststätte nötig.
von fsbProfil

Für die Küche in der "Gaststätte Bonaublick" im neuen Sportpark hat sich die Notwendigkeit ergeben, eine Zuluftanlage einzubauen. Bürgermeister Dietmar Schaller lud deshalb zur Sitzung des Gemeinderates in der Turnhalle der Josef-Faltenbacher-Schule den Fachplaner Siegfried Kleber vom BSK-Büro für Versorgungstechnik ein. Dieser gab nähere Erläuterungen und musste eine Reihe von Fragen des Gremiums beantworten. Ursprünglich ging man für den Gastronomiebereich Küche von der Abluftmenge 1600 Kubikmeter pro Stunde aus. Für das Speisenangebot hinsichtlich seiner kulinarischen Richtung möchte der neue griechische Pächter zusätzliche Geräte anschaffen wie einen Pizzaofen, einen Gyrosgrill und eine weitere Fritteuse. Dadurch erhöht sich die Abluftmenge auf 3500 Kubikmeter pro Stunde.

Um Gerüche in der Gaststätte oder infolge von Fensterlüftung im Winter in der Küche die Gefahr einer Schimmelbildung zu vermeiden, ist der Einbau einer Zuluftanlage empfehlenswert. Hierzu liegt ein Angebot von 24 126,63 Euro netto vor. Eine umweltfreundliche und ökonomisch sinnvolle Maßnahme wäre eine Kombination mit Wärmerückgewinnung, die laut Energieeinsparverordnung bei 4000 Kubikmeter Abluft pro Stunde vorgeschrieben ist. Bei Anschaffungskosten von 44 107,36 Euro netto würden die Betriebskosten, welche der Pächter zu tragen hat, von 5040 Euro auf 1850 Euro jährlich sinken und sich die Mehrausgabe innerhalb von 6,3 Jahren amortisieren. Gegen die Stimmen von Andreas Albrecht und Dieter Schwab genehmigte der Gemeinderat mit 11:2 das Nachtragsangebot der Firma Krapf & Lex, Weiden, für eine Zuluftanlage mit Wärmerückgewinnung. Ein Appell gab es dabei am Rande: Der neue Pächter der "Gaststätte Bonaublick" sucht für seine fünfköpfige Familie dringend eine Wohnung in Pirk oder der näheren Umgebung. Hierzu bittet die Gemeinde um Meldungen.

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Pirk

Wassergebühr steigt

Kämmerer Sven Lederer gab einen detaillierten Überblick über die Kalkulation der Wasser- und Abwassergebühren für die Jahre 2021 bis 2023. Dabei ergaben sich Kostenunterdeckungen bei den Jahresrechnungen 2018 und 2019 sowie der Spitzrechnung 2020. Im Bereich Wasser mussten neben der Preiserhöhung beim Wasserbezug der Luher und Muglhofer Gruppe die Abschreibung und Verzinsung für abgeschlossene Maßnahmen ebenso berücksichtigt werden wie die Erhöhung der Kosten durch allgemeine Preissteigerung sowie durch die Kostenumlage für den Bauhof und die Verwaltung. Dadurch errechnet sich eine Erhöhung der Wassergebühr von bisher 2,09 Euro auf 2,63 Euro pro Kubikmeter ohne Mehrwertsteuer (2,82 Euro brutto). Der Gebührensatz für Bauwasser wird auf 3,00 Euro festgesetzt (bisher 2,30 Euro). Damit sind alle Kosten (zum Beispiel Gemeindearbeiter) abgegolten. Bei den Kanalgebühren ergibt sich aus ähnlichen Gründen und zusätzlich aus den laufenden Kosten der Umlagen an den Abwasserzweckverband eine Erhöhung von 2,99 Euro auf 3,82 Euro brutto pro Kubikmeter. Die neuen Gebührensätze für die Jahre 2021 bis 2023 und die entsprechenden Änderungen in der Wasserabgabe- und Entwässerungssatzung wurden einstimmig befürwortet.

Kanalnetz sanierungsbedürftig

Bei einer Zustandsbewertung des Kanalnetzes in den Ortsteilen Pirk, Pirkmühle und Pirkerziegelhütte ergab sich die Notwendigkeit einer Sanierung, die in der August-Sitzung des Gemeinderates beschlossen worden war. Die Kosten für die offene Bauweise wurden auf etwa 600 000 Euro geschätzt. Die Maßnahme soll im März 2021 begonnen und bis Mai 2022 abgeschlossen werden. Bürgermeister Schaller konnte von einem erfreulichen Ergebnis der Ausschreibung berichten. Von sieben eingegangenen Angeboten erhielt nach deren Prüfung und Wertung die Firma Wagner, Waldmünchen, für 444 516,94 Euro brutto einstimmig den Zuschlag.

Mehr Platz für Bullen und Gülle

Dem Bauantrag Rothballer GbR auf Erweiterung des Bullenmaststalles mit einer Größe von 26,4 Meter mal 15,65 Meter sowie des Neubaus eines Güllebehälters (18 Meter im Durchmesser) in Matzlesberg wurde ohne Gegenstimmen das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Handwägen und Problembäume

Außerdem gab Bürgermeister Schaller einige Bekanntmachungen: Für die beiden Friedhöfe werden je zwei Handwägen zum Stückpreis von 77,90 Euro angeschafft. - Zwischenzeitlich wurden in Pirk vier "Problembäume" im Falkenweg gefällt, wofür Dr. Fleischmann von der Unteren Naturschutzbehörde bei einer Ortsbegehung keine Einwände hatte und das vom Bauausschuss befürwortet worden war.

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