30.11.2020 - 17:30 Uhr
PirkOberpfalz

Ehrenvorstand zum Runden: Johann Lindner wird 80

In doppelter Funktion gratuliert Dietmar Schaller dem Jubilar. Als Bürgermeister dankt er Johann Lindner für sein Wirken als Seniorenbeauftragter, als Chef des Männergesangvereins Pirk ernennt er den Sangesbruder zum Ehrenvorstand.

Glückwünsche zum 80. Geburtstag für Johann Lindner (rechts) vom Bürgermeister und Vorsitzenden des Männergesangsvereins Dietmar Schaller bei der Überreichung der Urkunde zum Ehrenvorstand
von fsbProfil

Im Namen der Gemeinde würdigte Schaller die Arbeit als Seniorenbeauftragter, die Lindner seit zehn Jahren ausübt und „halt noch ein bisserl macht, bis sich jemand findet“, mit einem Geschenkkorb. Als 1. Vorsitzender des Männergesangvereins Pirk 1923 verlieh Schaller dem aktiven Sänger, der 1964 in den Verein eingetreten war, 2012 zum Ehrenmitglied ernannt worden war und von 2005 bis 2015 als Vorstand agierte, die Urkunde zur Ernennung zum Ehrenvorstand.

Johann Lindner konnte am Freitag - coronabedingt mit Einschränkungen - in Enzenrieth seinen 80. Geburtstag feiern. Ihm gratulierten dazu vor allem seine Frau Anna, seine drei Söhne Stefan, Martin und Simon, seine sieben Enkelkinder Antonia, Ella, Jonas, Katrin, Lukas, Mira und Theresa sowie seine vielen Verwandten. Für ihr treues Mitglied schickten die Feuerwehr, der Männergesangverein, der Obst- und Gartenbauverein, die Pirker Blaskapelle und die Siedlergemeinschaft telefonische oder schriftliche Glückwünsche.

Der gebürtige Pirker kam mit 13 Jahren zu seinem Adoptivvater nach Enzenrieth auf den kleinen "Paulus-Hof", machte nach der Schulzeit seine Landwirtschaftslehre und beendete 1968 erfolgreich seine Ausbildung zum Landwirtschaftsmeister. Einige Monate zuvor hatte er seine Anna geheiratet. In den folgenden Jahren baute er den "Simmerbauernhof" um und aus. Lindner machte dabei die Entwicklung der Landwirtschaft von der Handarbeit hin zur Mechanisierung ab Mitte der 1950er Jahre mit. Als zweites Standbein schuf er Ferienwohnungen für den "Urlaub auf dem Bauernhof." Mit 65 Jahren übergab er seinen Hof an seinen Sohn Stefan, lebt nun mit seiner Frau im Austrag und kümmert sich um die Gartenarbeit und Kleintierbetreuung.

Durch seine berufliche Tätigkeit in der Land- und Forstwirtschaft und der Jagd als einem seiner Hobbys ist der "Lindner Hans" zeitlebens sehr naturverbunden, was ihn jung und fit erhält. Hinzu kommen sein trockener Humor und sein großes Ziel, durch sein ehrenamtliches Engagement etwas zu bewegen: So war er Spritzwart und Vertreter der Raiffeisenbank im Auftrag der ehemaligen Gemeinde Enzenrieth/Hochdorf, örtlicher Beauftragter der Dorferneuerung, Vorsitzender des früheren Wasser- und Bodenverbands Gleitsbach, zehn Jahre Obmann im Bauernverband, Ausschussmitglied der Viehverwertungsgenossenschaft Südfleisch sowie Gründungsmitglied des Milcherzeuger-Ausschusses Bechtl, des Maschinenrings und der Forstbetriebsgemeinschaft, bei der er auch als Obmann und lange Zeit als 2. Vorsitzender tätig war.

Im kirchlichen Bereich war er 32 Jahre lang und dann erneut 10 Jahre Mesnerin der Filialkirche St. Georg, hielt 40 Jahre als Pilgerführer die traditionelle Fußwallfahrt nach Pleystein aufrecht und sang in den letzten Jahren im Kirchenchor Pirk. Im Alter von 56 Jahren ließ er sich als einer der Ersten zum ehrenamtlichen Angehörigen der Sicherheitswacht Weiden ausbilden und patrouillierte durch die Stadt. Seit seiner Jägerprüfung 1964 betreibt er seine eigene Jagd und wirkt im Jagdschutzverband mit. Über 40 Jahre lang musizierte er seit deren Wiedergründung 1975 bei der Jagdhornbläsergruppe Weiden-Neustadt und trifft sich noch mit einigen der Senioren gelegentlich beim Zoigl.

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