06.11.2020 - 10:45 Uhr
PirkOberpfalz

Birken im Pirker Friedhof werden gefällt

Zwei Birken, viel Diskussion. In der Gemeinderatssitzung gab es viele Argumente für und gegen eine Fällung dieser Bäume im Pirker Gemeindefriedhof.

Die beiden eng aneinander gewachsenen Bäume könnten die Grabeinfassungen beschädigen, so die Befürchtung einiger Grabeigentümer. Deswegen werden die Bäume, deren Samen einst angeflogen waren, gefällt. .
von fsbProfil

Bürgermeister Dietmar Schaller erläuterte, dass es massive Beschwerden mehrerer Grabeigentümer gegeben habe. Die Wurzeln der Birken würden bis zu den Grabstellen reichen. Es sei eine Frage der Zeit, bis sie die steinerne Grabeinfassung beschädigen oder den Grabstein heben würden, lauteten die Beschwerden. Um auf die Gemeinde zukommende Kosten zu vermeiden, empfahl Schaller, die Birken zu entfernen. Sie seien eh nicht gepflanzt worden, sondern deren Samen angeflogen.

Als Ersatzpflanzung könne er sich Sträucher vorstellen. Tobias Forster warf ein, man solle sich alles, was Natur ist, in einem Friedhof als Platz der Stille wegmachen. Dieser Meinung war auch Dieter Schwab, der als Beispiel den Friedhof in Schirmitz nannte. Dort sei noch kein Baum entfernt worden, obwohl diese dort näher an den Gräber stünden als jene beiden in Pirk. Der Möglichkeit, einige Wurzeln zu kappen, erteilte Ortssprecher Matthias Bauer eine Absage. Der Baum würde daran eingehen. Mit 12:0 beschloss das Gremium schließlich, dass die Gemeindearbeiter noch im November die beiden Bäume fällen.

Vorher standen drei Bauanträge zur Beratung an. Allen erteilte der Gemeinderat einstimmig das gemeindliche Einvernehmen. Der Errichtung einer Unterstellhalle für landwirtschaftliche Maschinen sowie der Errichtung einer Hackschnitzelheizung mit Lager in der Gemarkung Engleshof durch Maria Reil steht nichts entgegen. Am Antrag der Gemeinde Pirk auf Neubau einer zweigruppigen Kindertagesstätte wurde kurzzeitig die Lage der Garderobe moniert. Der Bauplan geht nach der Zustimmung an das Landratsamt. Der Abriss der Kegelbahn wird wohl im Frühjahr stattfinden. Ausschreibungen für den Bau sollen im Winter erfolgen. Vor einer Vergabe muss die Förderzusage vorliegen. Daher wird der Neubau im nächsten Kindergartenjahr noch nicht vollendet werden. Außerdem beantragte die Katholische Pfarrpfründestiftung die Errichtung eines 5,4 Meter mal 5,3 Meter großen Unterstellschuppens, der an das Pfarrhaus grenzt, wobei der bestehende Carport abgerissen wird. Weil es wegen der Coronakrise ungewiss ist, ob Gemeinderatssitzungen noch stattfinden dürfen, die Kalkulation für Wasser- und Kanalgebühren der Jahre 2021 bis 2023 jedoch erfolgen muss, war ein Bevorratungsbeschluss darüber notwendig. Aufgrund von Preissteigerungen werden die Gebühren anhand der sich in der noch ausstehenden Kalkulation ergebenden Höhe angehoben (12:0).

Unter Sonstiges gab Bürgermeister Schaller bekannt, dass dieses Jahr wegen Corona keine Bürgerversammlung stattfinden kann. Die Ergebnisdaten werden im Internet veröffentlicht. Fragen wird der Bürgermeister telefonisch beantworten. Unzufrieden waren CSU-Gemeinderäte über die Art der Mitteilung durch das neue Ratsinformationssystem. Wenn Unterlagen nachträglich kurzfristig gesendet werden, bedürfe es einer zusätzlichen Meldung zu diesem Vorgang, damit man sich noch informieren könne. Dem hielt Hildegard Schreier entgegen, dann eben den Antrag auf Herausnahme des entsprechenden Punktes aus der Tagesordnung zu stellen. Geschäftsstellenleiter Dieter Schobert stellte klar, dass die Angelegenheit in einer Versammlung der Verwaltungsgemeinschaft besprochen werden müsse.

In Pirk gab's einen Ideenwettbewerb

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