24.09.2020 - 16:25 Uhr
PirkOberpfalz

Architekt stellt Raumkonzept für Sportgaststätte vor

18 Punkte stehen auf der Tagesordnung des Gemeinderats Pirk. Einer davon beschäftigt sich mit dem Raumkonzept für die neue Sportgaststätte, das Architekt Stefan Kunnert vorstellt.

Architekt Kunnert erläutert den Terrassenbereich am Tennis-Nebengebäude
von Redaktion ONETZProfil

16 Zuhörer waren zur Sitzung des Gemeinderats Pirk gekommen, der eine äußerst umfangreiche Tagesordnung zu bewältigen hatte. Zunächst war Architekt Stefan Kunnert aus Weiden zu Gast, der das Raumkonzept für die Gaststätte vorstellte. Der für maximal 100 Personen ausgerichtete, abtrennbare Gastraum soll ein Ort zum Wohlfühlen werden. Er kann für Vereinssitzungen, Vereinsfeiern und dem geselligem Beisammensein nach dem Sport genutzt werden.

Aber auch für alle anderen Gäste ist das Lokal ausgerichtet. Geplant ist ein täglicher Restaurantbetrieb für externe Besucher - der Naabtalradweg führt hier vorbei. Ebenso können privaten Feierlichkeiten aller Art erfolgen.

Das Mobilar im Innen- und Außenbereich sollte deshalb modular flexibel, dynamisch modern und werthaltig von den Materialien her sein. Das betrifft Stühle, Eckbänke und Tische, die Garderobe und die Outdoormöbel auf der Terrasse. Stoffvorhänge schützen vor Sonneneinstrahlung, eine ausrollbare Segelkonstruktion sorgt auf der Terrasse für Schatten.Josef Kummer wünscht für das Schafkopfen einige größere rechteckige Tische. Das Gremioum stimmte dem Vorschlag einstimmig zu.

Die auf 45 Quadratmeter vergrößerte Terrasse am Tennis-Nebengebäude hin zu den Tennisplätzen soll zum Preis von 4508 Euro gepflastert werden (13:0). Die Anschaffung einer Stiefelwaschanlage für 10.298 Euro wurde zurückgestellt, da sie zu teuer erschien und noch Erkundungen bei Nachbarvereinen eingeholt werden sollen.

Wie seit 2017 bekannt, will die Firma Constantia ihre Werksfeuerwehr auflösen und in eine Betriebsfeuerwehr umwandeln. Somit wird die Gemeinde für den Brandschutz zuständig. Mit der derzeitigen Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr (LF 10) kann die Sicherheit des Betriebs nicht gewährleistet werden. Erforderlich sind ein Fahrzeug TF 20 und ein TFL 3000 (3000 Liter Löschwasservolumen) oder ein Versorgungsfahrzeug. Zudem muss deshalb ein neues Gerätehaus gebaut werden. Im Rahmen dieser Umstrukturierung stellte die Firma Constantia fünf Bauanträge auf Änderung des Brandschutznachweises, auf Nutzungsänderungen und für einige Umbauten, die jeweils mit 13:0 befürwortet wurden.

Dem vom CSU-Ortsverband in der letzten Sitzung eingereichten Antrag auf Verlängerung und Anpflanzung (etwa 50 Meter) entlang des Bürgersteigs von der Einmündung Pfarrer-Gottlieb-Leibl-Straße bis Anwesen Kirchenstraße 17 wurde mit 13:0 zugestimmt. Es soll eine Blumenwiese angesät werden. Die Ausführung wird im nächsten Jahr erfolgen, da heuer keine Haushaltsmittel vorgesehen sind. Zusätzlich werden zwei vermutlich wegen Streusalz geschädigte Bäume auf der gegenüberliegenden Straßenseite ersetzt.

Die Gemeinde will sich solidarisch dem geplanten Neubau eines Tierheimes für den Bereich Weiden und die Landkreiskommunen anschließen. Nach derzeitigem Stand kommen auf sie Investitionskosten von 3168 Euro beziehungsweise 2758 Euro pro Jahr (bei 20- oder 25-jähriger Laufzeit) zu (13:0). Die Vorstellung des erarbeiteten Konzepts des Jugendteams wurde vertagt, da noch die Feinabstimmung fehlt.

Ein Standort an der Nahtstelle

Neustadt an der Waldnaab

Unter dem Punkt „Sonstiges“ informierten Bürgermeister Dietmar Schaller und Geschäftsstellenleiter Dieter Schobert über ein Schreiben des Landratsamtes zum Antrag von Johann Radlbeck auf Nutzungsänderung der Unterstellhalle zur Fahrzeugaufbereitung von Gebraucht- und Neuwagen mit Betriebsleiterwohnung, der schon mehrmals vom Gemeinderat abgelehnt worden war.

Darin wird mit entsprechender Begründung, rechtlicher Würdigung und Rechtsbehelfsbelehrung erklärt, der Antragsteller habe Anspruch auf Erteilung der baurechtlichen Genehmigung. Bedingungen seien die Nutzung als Betriebsleiterwohnung und die Einhaltung der Emissionswerte. Gegen den Bescheid kann Klage eingereicht werden.

Beim Ideenwettbewerb zum Namen der Gaststätte im Sportpark sind 90 kreative Vorschläge von Jung und Alt eingegangen. Die Jury wird sich in den nächsten zwei Wochen dazu zusammensetzen.

Info:

Bauanträge

Ohne Gegenstimme wurde das gemeindliche Einvernehmen für den Bauantrag von Tobias Stoiber auf Ausbau des Dachgeschosses mit Balkonverbreiterung und Dachgaubeneinbau sowie Aufstockung der Garage in der Gemarkung Enzenrieth erteilt. Der Antrag von Jürgen und Kerstin Seegerer auf Neubau eines Mehrfamilienhauses mit drei Wohneinheiten und Garagenneubau im Baugebiet „Pirk Süd“ entsprach in zwei Punkten nicht den Vorgaben des Bebauungsplanes. Die Grundflächenzahl (zu überbauender Flächenanteil eines Grundstückes) wurde mit 0,5 (bei festgesetzten 0,4) überschritten und es waren nur fünf statt der erforderlichen sechs Stellplätze eingeplant. Dieter Schwab (CSU) sah hierin ein Spekulationsobjekt. Der Bauplan wurde einstimmig abgelehnt. In einem Alternativplan mit sechs Stellplätzen erhöhte sich die Grundflächenzahl auf 0,54. Auch er wurde einstimmig nicht befürwortet. Abweichungen vom Bebauungsplan „Pirk Süd“ ergaben sich auch beim Antrag von André und Quendolyn Hübner auf Errichtung eines Zaunes auf einer bestehenden, 0,8 Meter hohen Mauer. Er wurde mit 10:3 genehmigt. Erneut zur Abstimmung stand der Bauantrag von Mario Mikolaiczyk mit Planabweichungen hinsichtlich der Errichtung einer Stützmauer (Winkelsteine) mit nunmehr noch 1,05 Meter Höhe in „Pirk Süd“. Hier erteilte das Gremium mit 8:5 das Einvernehmen. Eine nun förmliche Bauvoranfrage von Josef Faltenbacher auf Neubau eines Garten- und Gerätehauses, ein Privatobjekt im Außenbereich, wurde einstimmig abgelehnt.

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