25.04.2021 - 10:28 Uhr
PfreimdOberpfalz

"Schildbürgerstreich" in Pfreimd

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Blauer Himmel, zarte Blüten: Wer schaut da schon auf ein Ortsschild, noch dazu, wenn die Gegend wohlbekannt ist. Aufgefallen ist es in diesen Tagen dann doch, dass irgendetwas nicht stimmt mit dem Hinweis am Ortsausgang von Pfreimd.

"Pfeimd" statt Pfreimd und "Untersteinsbach" statt Untersteinbach.
von Monika Bugl Kontakt Profil

Das Schild steht nur wenige Meter vor der Brücke, die in den Ortsteil Untersteinbach führt. Die Entfernungsangabe von einem Kilometer mag ja stimmen, je nachdem ab wo gemessen wird. Aber bei „Untersteinsbach“ ist definitiv ein „s“ zu viel.

Kann passieren, kommt ja auch in der Zeitung nicht gerade selten vor, dass mal ein Buchstabe zu viel, zu wenig oder an falscher Stelle auftaucht. Im Fall dieses Ortsschilds hat der Fehlerteufel aber auch noch das zweite Wort erwischt: „Pfeimd“ steht da statt „Pfreimd“ – und der rote Strich markiert nicht den Fehler, sondern ist nur ein Hinweis darauf, dass hier die Ortschaft endet.

Ein kleiner Trost für alle, die jetzt ob dieses Fehlers schwer betrübt sind: Er wäre fast nicht aufgefallen. Vielleicht ist die Bestellung ja telefonisch aufgegeben worden, der Ortsname ist schließlich nicht einfach auszusprechen und erfordert häufig professionelles Buchstabieren. Es ist halt die Doppelung, die hier für besonders viel Häme sorgt. In den Sozialen Medien wird bereits spekuliert, ob „Corona plemplem macht“. Aus der Nachbarstadt Nabburg soll es schon nicht ganz ernst gemeinte Angebote gegeben haben, doch lieber umzuziehen, falls das Leben in „Pfeimd“ zu peinlich sei.

Andere wiederum nehmen es mit Humor. Wäre doch schade, wenn dem Zeitungsleser und Nutzer von Oberpfalz-Medien in diesen Pandemie-Zeiten ein Grund zum Schmunzeln vorenthalten würde. So ein „Schildbürgerstreich“ kommt ja nicht alle Tage vor, normalerweise ist für solche Späße die Walpurgisnacht reserviert.

Und was die Definition von Schildbürgerstreich angeht, ein kompletter Fehlschlag ist das Schild trotz allem nicht. Der Schildbürgerstreich ist schließlich definiert als „Handlung, deren eigentlicher oder ursprünglicher Zweck in törichter Weise verfehlt wird“. Wohin die Straße führt, lässt sich aber auch mit einem Buchstaben mehr oder weniger noch gut ausmachen.

An der Autobahn ein "h" zu viel

Schwandorf
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