05.12.2021 - 12:24 Uhr
PfreimdOberpfalz

Pfreimder Geschichte auf 180 Seiten

Die Jahreshauptversammlung bot den passenden Rahmen für die öffentliche Vorstellung der Jahresschrift des Heimatkundlichen und Historischen Arbeitskreises „Der Stadtturm“.

Großer Beliebtheit erfreuten sich dekorative Grußkarten
von Alfred HammerProfil

Schon traditionell eröffnet der zeitlich am weitesten zurückgehende Beitrag die Schriftenreihe, die einen Streifzug durch die Pfreimder Geschichte bietet. Kurt Engelhardt, Kreisheimatpfleger für Archäologie im Landkreis Schwandorf, berichtet über eine vorgeschichtliche Siedlung am Schlossberg - oder wer zum Schlossberg will, muss erst durch die Hölle. Die Flurbezeichnung "Höll" darf dabei nicht fehlen.

Den Verantwortlichen gelingt es immer wieder, Experten von außen in Beiträgen zu Wort kommen zu lassen. Zwei ausgesprochene und in Sachen "Haifische" weit bekannte Fachmänner, Jürgen Pollerspöck aus Stephansposching und Robert Bauernfeind von Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der Universität Augsburg, schreiben über die Kuriosität "Die Haie von Pfreimd". Auf ein ganz anderes nicht minder interessantes Thema geht Helmut Friedl im "Lokalbahn-Projekt Tännesberg-Trausnitz-Pfreimd" ein, das nie realisiert wurde.

Ein verlässlicher Autor in der Jahresschrift ist Josef Eimer aus Wernberg-Köblitz. Mit zwei Beiträgen bereichert er die Schrift. Seine erste Abhandlung "250 Jahre Papiermühle Wildenau" widmet sich der einzigen Papierproduktion in der Landgrafschaft Leuchtenberg. In seinem weiten Beitrag beleuchtet Josef Eimer nunmehr freiherrliche Familie Diez von Weidenberg unter der Überschrift "Wappen der Diez von Weidenberg in Unterwildenau, Oberköblitz und Pfreimd". Bilder aus einem Petruszyklus von Ignaz Viktor Raab in der Oberpfalz - so lautet das Thema des Beitrages von Dr. Alois Epple aus Türkheim

Helmut Friedl berichtet über die Gründung und die Aktivitäten des "Verschönerungs-Vereins in Pfreimd". Dabei geht er auch auf den Tourismus sowie zu Beginn seines Artikels auf die Funktion von Grußkarten als eine Art Werbeträger ein.

Die Jahresschrift schließt mit "Pater Petrus Mangold". Hans Paulus hat in jahrelangen und intensiven Recherchen in unterschiedlichsten Quellen das tragische Schicksal des Franziskanerpaters nachgezeichnet. In Pfreimd soll 2022 mit einer Ausstellung sowie dem Anbringen einer Gedenktafel an der Klosterkirche an seinen Tod vor 80 Jahren im KZ Dachau gedacht werden.

Mehr zum Arbeitskreis

Pfreimd

Zum Schicksal von Pater Petrus Mangold

Pfreimd
Info:

Jahresschriften des "Stadtturms"

  • Jährliche Schriftenreihe mit vielfältigen und thematisch vielseitigen heimatkundlichen und historischen Beiträgen seit 1985
  • Historische und archäologische Aufsätze von lokalen Heimatforschern und Experten sowie externen Fachleute
  • Jahresschrift Nr. 37, 2021, für 12,50 Euro erhältlich
  • Verkaufsstellen in Pfreimd Buchcafé, Druck und Papier Eisenreich und Rathaus.
  • Jahresschrift Nr. 2 bis 36 über den "Stadtturm", https://www.stadtturm-pfreimd.de/publikationen/, bestellbar.
  • Jahresschrift 1985 ausverkauft

 

 

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