15.11.2020 - 14:15 Uhr
PfreimdOberpfalz

In Pfreimd stets die Finanzen im Blick

Bahnhofstraße, Haas-Haus und die Gemeindeverbindungsstraße von Weihern nach Losau sind für die Stadt gewaltige Herausforderungen. Da bleibt für neue Investitionen wenig Spielraum. Für den Bauausschuss gibt es trotzdem noch viel zu tun.

Die Feuerwehr Pamsendorf trägt sich mit dem Gedanken, ein neues Gerätehaus zu bauen. Vor Ort machte sich der Bauausschuss ein Blick vom momentanen Zustand.
von Richard BraunProfil

Quer durch das gesamte Gemeindegebiet führte die Ortsbesichtigung den Grundstücks-, Bau- und Umweltausschuss der Stadt Pfreimd. Begonnen wurde beim Feuerwehrhaus in Pamsendorf, wo das Gremium von Vorsitzendem Hans Zeitler und Kommandant Erhard Setzer bereits erwartet wurde. Die Feuerwehr trägt sich nämlich mit dem Gedanken, ein neues Gerätehaus zu errichten.

Mehr eine Garage

Die Gründe dafür erläuterten die Führungskräfte recht anschaulich. Das bestehende Feuerwehrhaus macht von außen einen sehr gepflegten Eindruck und verschleiert so die Mängel, die sich im Inneren auftun. Da gleicht es eher einer Garage als einem funktionellen Einsatzgebäude. Gerade in der kalten Jahreszeit werden die Defizite sichtbar. Ohne Heizmöglichkeit muss das Wasser abgesperrt werden und es steht auch nur eine Toilette zur Verfügung, obwohl mittlerweile etliche Frauen die Wehr verstärken. Auch ist das Platzangebot nicht sehr üppig und entspricht in keinster Weise den geltenden Vorschriften. „Ein Neubau an gleicher Stelle wäre die beste Alternative“, so die Einschätzung des Vorstandes Hans Zeitler.

Kellerweg: Der erste Teilabschnitt

Pfreimd

Dem stimmte auch der Bauausschuss zu, der in diesem Fall allerdings nicht beschlussfähig ist. Dies ist Aufgabe des Stadtrates und muss mit Blick auf die Finanzen von diesem Gremium auch abgesegnet werden. Für Bürgermeister Richard Tischler diente der Ortstermin ausschließlich der Information für den Bauausschuss.

Nur noch ein Gehsteig

Weiter ging es zum Kellerweg in Untersteinbach. Nach Fertigstellung des ersten Teilabschnittes fehlt nun noch der zweite Abschnitt bis Iffelsdorf. Bis dieser allerdings zur Ausführung kommt, werden noch Jahre ins Land ziehen. Im ersten Schritt wird ein schadhaftes Teilstück befestigt und so die Verkehrssicherheit gewährleistet.

Etwas weiter in der Planung ist der letzte Abschnitt in der Brunner-Bey-Straße. Hier ist ein Vollausbau mit Erneuerung der Wasserleitung vorgesehen. Künftig wird nur noch ein Gehsteig statt der bestehenden zwei Gehsteige die Straße begrenzen. Der neue Gehsteig wird gepflastert und die Fahrbahn asphaltiert. Um Zuge des Ausbaues besteht für die Anlieger die Möglichkeit, ihre Hausanschlüsse und gegebenenfalls die Gartenmauern zu erneuern. Dazu wird vor Baubeginn noch Rücksprache mit den Anliegern gehalten.

Eine weitere Straßenbaumaßnahme ist der Ausbau eines Teilstückes der Studetenstraße/Altenseeweg. Hier wird auf einen Gehsteig oder gekennzeichneten Parkstreifen verzichtet, da diese nach Auffassung des Gremiums an dieser Stelle nicht notwendig sind.

Der Spielplatz an der Von-Rieneck-Straße soll verbessert und Teile der Geräte erneuert werden. Der Bauausschuss sprach sich grundsätzlich für diese Maßnahme aus, will dabei aber die Kosten in einem überschaubaren Rahmen halten, da in der Bahnhofstraße bereits ein sehr gut ausgebauter Kinderspielplatz besteht. Bei den Kosten liegt man schnell im sechsstelligen Bereich, der bei der momentanen Finanzlage dem Gremium als zu hoch gegriffen erscheint. Der Bauausschuss legte als Obergrenze einen Betrag von 60 000 Euro fest.

Der Ausbau des letzten Teilstückes in der Brunner-Bey-Straße steht auf der Prioritätenliste ganz oben.
Der Altenseeweg benötigt einen neuen Straßenbelag. Franz Pösl (rechts) vom städtischen Bauamt stellte dem Bauausschuss die Planung vor.
Der Bauausschuss stimmte Verbesserungen auf dem Kinderspielplatz in der Von-Rieneck-Straße zu. Die Kosten sollen sich aber in einem überschaubaren Rahmen bewegen.
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