05.08.2020 - 15:23 Uhr
PfreimdOberpfalz

Panzerbataillon 104 übernimmt Kommando in Litauen

Die Corona-Pandemie hat in den vergangenen Monaten auch den Einsatz der Bundeswehr in Litauen beeinträchtigt. Für die Pfreimder soll es im Baltikum wieder besser laufen. Dafür haben sie einiges getan.

Der litauische Oberst Mindaugas Petkevicius (rechts) übergibt den Nato-Flagge an den neuen Kommandeur des Nato-Bataillons Oberstleutnant Peer Papenbroock aus Pfreimd.
von Alexander Pausch Kontakt Profil

Das Panzerbataillon 104 aus Pfreimd hat im litauischen Rukla hat zum zweiten Mal die Führung über den Nato-Einsatzverband übernommen. Der Kommandeur der litauischen "Iron Wolf"-Brigade, Oberst Mindaugas Petkevicius, übertrug das Kommando von Oberstleutnant Axel Niemann aus Marienberg (Sachsen) auf Oberstleutnant Peer Papenbroock, den Kommandeur der Pfreimder.

Zum militärischen Appell am Dienstagnachmittag in der Kaserne in Rukla war unter anderem der litauische Verteidigungsminister Raimundas Karoblis gekommen. Wegen der Corona-Pandemie gab es diesmal keine Delegation aus Deutschland. Die militärischen Abordnungen waren zum Schutz vor Corona mit Abstand angetreten. Besucher durften nur mit Maske aufs Gelände. Die Pfreimder lösen das Panzergrenadierbataillon 371 aus Marienberg ab. Deren Einsatz war durch die Corona-Pandemie überschattet. Das Panzerbataillon 104 baut darauf, dass es anders als seine Vorgänger auch wieder eine große Übung durchführen kann. Bei den Marienbergern war diese wegen Corona ausgefallen. So wie die Pfreimder waren auch die Soldaten der anderen Nationen zuvor in Quarantäne, um ein Einschleppen des Virus zu verhindern.

Die Nato Battlegroup zeigt die Solidarität, Entschlossenheit und Fähigkeit der Allianz, die Bevölkerung und das Territorium der Nato vor möglichen Aggressionen zu schützen.

Oberstleutnant Peer Papenbroock, Kommandeur Panzerbataillon 104

Erst vor einem Jahr waren die Pfreimder nach einem sechsmonatigen Einsatz in Litauen in die Oberpfalz-Kaserne zurückgekehrt. Diesmal bleiben die rund 200 Soldaten bis nach Weihnachten im Baltikum. Für die Oberpfälzer der letzte Einsatz in Litauen, nachdem die Oberviechtacher Panzergrenadiere im Jahr 2017 den ersten Bundeswehrverband stellen. Die Pfreimder nehmen auch die ganze Ausrüstung der 10. Panzerdivision mit nach Hause. Die 1. Panzerdivision, die ab dem Jahr 2021 den Einsatz in Litauen übernimmt, bringt ihre eigene mit ins Baltikum.

Insgesamt sind rund 500 Soldaten der Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" in Litauen, neben Pfreimd unter anderem aus Oberviechtach, Bogen und Roding. Weitere Teile der rund 1200 Mann starken Nato-Einsatzgruppe kommen aus Frankreich,den Niederlanden, Norwegen, Tschechien, Belgien, Island und Luxemburg.

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Die Abordnungen der Soldaten aus Deutschland, Litauen, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen, Tschechien, Belgien, Island und Luxemburg sind zum Kommandowechsel in Rukla angetreten.

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