Unterholz am "Baumer-Berg" in Flammen

Einen Großeinsatz der Feuerwehren löst am Montag ein Waldbrand bei Pertolzhofen aus. 126 Einsatzkräfte rücken an, um das Feuer auf dem "Baumer-Berg" zu bekämpfen. Im steilen Gelände hat der Einsatz seine Tücken.

von Christof FröhlichProfil

Die Waldbrandgefahr in Bayern steigt

Bayern

Mit beherztem Einsatz haben die knapp 130 Feuerwehr-Aktiven den Schwelbrand eingedämmt, der sich am Montagnachmittag auf einer Fläche von rund 30 000 Quadratmetern ausbreitet hatte. Es gelang ihnen, ein Übergreifen der Flammen auf das Anwesen Am Hammer 8 zu verhindern, das direkt am Waldrand liegt. Laut Mitteilung der Polizeiinspektion Oberviechtach geriet das Waldstück, das sich in Richtung des Ortsteils Zankendorf erstreckt, aus bislang unbekannter Ursache in Brand. Innerhalb kurzer Zeit loderte das Unterholz.

Um 12.56 Uhr schrillten bei den Feuerwehren in Pertolzhofen und Nottersdorf die Funkwecker. "Brand auf dem Baumer-Berg" beim Anwesen Am Hammer 8 in Pertolzhofen lautete die Meldung. Dieser "Baumer-Berg" liegt gegenüber von Pertolzhofen, nordwestlich der Murach. An seinem Fuß liegt das Anwesen Am Hammer. Wegen der Nähe zum Brandherd war für die Einsatzkräfte höchste Eile geboten.

Innerhalb von wenigen Minuten waren die Wehren aus Pertolzhofen und Nottersdorf vor Ort. Schnell erkannte Sebastian Lobinger, Kommandant der Feuerwehr Pertolzhofen, dass deutlich mehr Einsatzkräfte und Löschfahrzeuge benötigt wurden, um den Flammen Herr zu werden. Die Leitstelle setzte daraufhin – wie vor Ort zu erfahren war – auch die Wehren aus Oberviechtach, Neunburg, Teunz, Eigelsberg, Guteneck, Pischdorf, Rottendorf, Schwarzhofen, Niedermurach und Zangenstein in Marsch. Wie die Polizei Oberviechtach später informierte, hatte sich das Feuerwehr im Unterholz auf einer Fläche von rund 30 000 Quadratmetern ausgebreitet.

Unter der Leitung von Kreisbrandinspektor Richard Fleck und der beiden Kreisbrandmeister Christian Weinfurtner und Ferdinand Duscher gingen die Wehren gegen den Flächenbrand im Waldstück vor. Vor Ort waren auch Kräfte des THW Oberviechtach, Sanitäter des BRK sowie aktive Mitglieder der Bergwacht Schönsee und Beamte der Polizeiinspektion Oberviechtach.

Der Einsatz in dem steil ansteigenden Gelände war nicht ohne: Mit ihrer schweren Ausrüstung konnten die Atemschutzträger den Kampf gegen die Flammen nur eine begrenzte Zeit durchhalten. Die körperliche Anstrengung machte es nötig, dass die Aktiven immer wieder abgelöst wurden. Mit dem großen Personalaufwand ging auch ein erhöhter Koordinierungsaufwand für die Einsatzleitung einher.

Schließlich gelang es, den Brand zu löschen und ein Übergreifen des Feuers auf das Anwesen zu verhindern. Kreisbrandinspektor Richard Fleck nahm die Gelegenheit wahr, um allen am Löscheinsatz beteiligten Kräften Dank und Anerkennung auszusprechen. Verletzt wurde diesem Großeinsatz niemand. Angaben zur Schadenshöhe und Brandursache können noch nicht gemacht werden, teilte die Polizeiinspektion Oberviechtach am Dienstag mit. Die Dienststelle hat auch die weiteren Ermittlungen übernommen.

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