30.06.2020 - 12:43 Uhr
Perschen bei NabburgOberpfalz

Perschener Kirwa auf der grünen Wiese

Durch einen Gottesdienst im Freien wird der Kirwasonntag trotz Corona zu einem kleinen Festtag. Als Pfarrer Lorenz die Frage stellt: "Wer hat Kirwa?", ist die überzeugende Antwort der Gläubigen: "Mir ham Kirwa"! Nur die Bratwürste fehlen.

Die Pfarrei Nabburg feiert die Perschener Kirwa mit einem Festgottesdienst auf der "grünen Wiese", musikalisch gestaltet von einer Bläsergruppe der Jugendblaskapelle. Pfarrer Lorenz forderte die Teilnehmer auf, den Glauben weiter zu geben, ihn zu verkünden wie es die beiden Kirchenpatrone Peter und Paul vorgelebt haben.
von Sepp FerstlProfil

Nach Fronleichnam feiert die Pfarrgemeinde Nabburg die Patrozinien der Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer und der Filialkirchen. Wenn das heuer auch mit mancherlei Einschränkungen stattfinden muss, soll es doch so viel Normalität wie möglich geben. So normal wie möglich, das gilt vor allem in Perschen und Brudersdorf, wo es zur „Kirwa“ den gewohnten Festgottesdienst gibt.

Glaube keine Privatsache

Da die Kirchen selbst derzeit zu wenige Sitzplätze haben, wurde der Sonntagsgottesdienst in Perschen kurzer Hand auf der „grünen Wiese“, auf dem Parkplatz oberhalb des Friedhofs gefeiert. So wurde der Kirwasonntag doch noch zu einem kleinen Festtag und die Sorgen traten für kurze Zeit hinter die Freude über die Tatsache: „Mir ham Kirwa“! Sogar die Störche erhoben sich im Nest als Ministranten und Pfarrer mit Prozessionsmarsch zur Messfeier einzogen. "Der Glaube ist keine Privatsache, es geht darum ihn weiter zu geben und den Menschen zu verkünden", forderte Pfarrer Hannes Lorenz die Gläubigen auf. Ausgehend vom Beispiel der Heiligen Apostel Petrus und Paulus, denen die Kirche in Perschen gewidmet ist, sollten auch die Menschen von heute zu Aposteln werden, die die Botschaft des Glaubens zu den Menschen bringen. Wenn wir Christen bereit wären, unseren Glauben wieder mehr mit anderen Menschen zu teilen, dürften auch wir erleben, wie der Glaube an Jesus Christus Zuversicht schenke und Mut mache und heilend wirke.

Als Missionsstation

Die Kirche in Perschen sei vor rund 900 gebaut worden als Missionsstation, damit von hier aus der Glaube weiter verkündet werde, von Generation zu Generation und Menschen aller Schichten und Gruppen darin Hoffnung fänden für ihr Leben. "Es kann uns nicht darum gehen, den Glauben an den Rand des Lebens zu drängen oder ihn gar weg zu legen; es muss uns darum gehen, ihn weiterzusagen und weiterzugeben. Für diesen Dienst an den Menschen braucht Gott jeden von uns!" so der Prediger.

Im Vorjahr noch unbeschwert Kirwa gefeiert

Perschen bei Nabburg

Eine Bläsergruppe der Jugendblaskapelle Nabburg unter Dirigent Markus Ferstl gestaltete den Gottesdienst musikalisch. Die Verkehrsregelung und den Ordnerdienst stellte die Feuerwehr Neusath. Den Altaraufbau hatte Mesner Johann Süß übernommen. Leider mussten die zahlreichen Gläubigen dieses Jahr aus Corona-Gründen im Anschluss an den feierlichen Gottesdienst auf den gewohnten Frühschoppen mit Würstln verzichten.

Zahlreiche Gläubige fanden sich unter Einhaltung der geltenden Abstandsregeln auf dem Wiesengelände oberhalb der Perschener Kirche St. Peter und Paul zum Festgottesdienst anlässlich der Kirchweih ein.

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