30.06.2019 - 10:11 Uhr
Perschen bei NabburgOberpfalz

In Perschen geht's unterm Kirwabaum heiß her

Viel Schatten kann er nicht versprechen, dafür umso mehr Tradition: Der Kirwabaum in Perschen steht heuer für heiße Tage zwischen festlichem Anlass und zünftiger Gemütlichkeit.

Vor der Kulisse der Perschener Pfarrkirche hievten die Burschen den Kirwabaum in die Senkrechte. Bei der Hitze am Freitag stellte das keine leichte Aufgabe dar.
von Autor AUBProfil
Keine echte Kirwa ohne schwungvollen Kirwa-Tanz. Der Rhythmus der Birgländer Musikanten ging den Paaren in die Beine.

Das Perschener Festwochenende läutete die Pfarrei schon am Freitagabend mit einem vorgezogenen Patroziniumsgottesdienst ein, denn kalendarisch gesehen begehen Peter und Paul ihren Namenstag erst tags darauf. Aber wettertechnisch bestand da sowieso kaum ein Unterschied.

Und so kamen die „Diendorfer Kirwaleit“ auch am Samstag ganz schön ins Schwitzen. Weniger hinsichtlich der ihnen gestellten Aufgabe, bei der sie sich jährlich mit den Pfreimder Burschen abwechseln und die für beide Gruppierungen quasi schon Routine ist, als vielmehr ob der auch nach 18 Uhr noch hohen Temperaturen. Gut, dass „Kommandant“ Christian Beer für die optimale Taktung zwischen effektiver Kraftanstrengung und erfrischenden Pausen sorgte und Wirt Heiner Kummert dazu erfrischendes Bier spendierte. Dazu gab es immer wieder musikalischen Ansporn durch die Jugendblaskapelle Nabburg.

Gegen 19.45 Uhr schließlich hatte der 25 Meter lange, aus dem Museumswald stammende und jetzt in den Bezirksfarben bebänderte Baum wieder seine ursprüngliche Höhe erreicht. Nicht nur für dieses prächtige Ensemblebild um die Urpfarrei in Perschen, sondern auch die Aufrechterhaltung einer damit verbundenen Tradition hatten sich alle Akteure über den Applaus hinaus ein kühles Plätzchen mehr als redlich verdient.

Unter Führung der Birgländer Musikanten zog die gut zwanzigköpfige erfolgreiche Mannschaft in den Edelmannshof ein, der sich zwischenzeitlich mit Besuchern gut gefüllt hatte. Während die einen bei Gegrilltem oder Käse mit Brezen sowie erfrischenden Getränken entspannten, juckte es die anderen schon in den Füßen: Paar um Paar eroberte den Tanzboden, um sich bei einem musikalischen Repertoire von Polka bis Walzer gekonnt in Schwung zu bringen – über den Abend hinaus für den sonntäglichen Patriziniums-Festgottesdienst mit anschließendem Mittagessen und eine „Zugabe“ am Kirwa-Montag (1. Juli) ab 16 Uhr.

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