18.08.2020 - 10:09 Uhr
ParksteinOberpfalz

Zwei Straßen, etliche Meinungen, viel Geld: Parksteiner Marktgemeinderat muss in sich gehen

Die Umgestaltung der Berg- und Alexander-von-Humboldt-Straße werden den Parksteiner Marktgemeinderat noch länger beschäftigen. Die hohen Kosten bereiten Kopfzerbrechen.

Dreh- und Angelpunkt der Sanierung der Berg- und Alexander-von-Humboldt-Straße ist das Kinderhaus St. Pankratius (Mitte) mit dem Vorplatz und notwendigen Parkmöglichkeiten
von Walter BeyerleinProfil

Nach der Vorstellung der Entwürfe für die Umgestaltung der Berg- und von-Humboldt-Straße durch Architekt Armin Juretzka vom gleichnamigen Architekturbüro Weiden begann das Stirnrunzeln im Gremium. Denn der errechnete Aufwand von 2.458.000 Euro schien manchem Ratsmitglied hoch. Und letztlich ist die Gewährung der Zuschüsse in Höhe von 60 Prozent auch noch nicht in trockenen Tüchern.

Dreh- und Angelpunkt der Planung ist das Kinderhaus St. Pankratius, vor allem dort der Vorplatz mit Parkplätzen. Anhand eines Lageplans zeigte der Architekt zudem auf, dass die Berg- und Humboldt-Straße eine städtebauliche Bedeutung haben und der Ringschluss für bereits sanierte Straßen seien. Seit der Entwurfsplanung vor einem Jahr seien Fachsparten beteiligt und Kosten ermittelt worden, berichtete Juretzka. Gleichzeitig seien Eltern von Kindergartenkindern und die Bevölkerung zu den Planungen gehört worden. Vor allem habe interessiert, wie mit dem Spielplatz im Naturschutzgebiet zu verfahren sei. Der Spielplatz sei vor Jahrzehnten als inoffizielle Einrichtung entstanden und dann später „legalisiert“ und unter Naturschutz gestellt worden. Daraus ergebe sich die Notwendigkeit, alle Maßnahmen im Bereich Spielplatz mit der Naturschutzbehörde abzustimmen.

Juretzka bechrieb, wie sich die Berg- und Humbold-Straße an das bestehende Kinderhaus anpassen ließen, unter Berücksichtigung von Haltemöglichkeiten für das Bringen und Abholen der Kinder. Zu prominenten Zeiten könnte es da einen Engpass geben, räumte der Planer ein. Zugleich stellte er die Pläne für die Bergstraße in Richtung Weidener Straße und der Humboldt-Straße zur Lichtensternstraße vor. Eine Absage erteilte der Planer der früher angedachten Brücke vom Kinderhaus zum Spielplatz. Vielmehr soll ein breiter Übergang den Spielplatz fußläufig erreichbar machen.

Detailliert stellte Juretzka die im Straßen- und Gehwegbau verwendeten Materialien vor. Die Straßen selbst sollen 4,50 Meter breit sein und ließen Gegenverkehr zu. Die Gehwege werden von den Straßen durch Regenrinnen abgetrennt.

Zum Abschluss präsentierte der Planer eine 22-seitige Kostenaufstellung. Da wurde klar, wie teuer der Umbau der beiden Straßen sein wird: 2.458.000 Euro. Schätzungsweise. Einen großen Anteil an den Kosten hat der notwendige Bodenaustausch. Mit enthalten ist auch die Umgestaltung des Kinderspielplatzes im Naturschutzgebiet.

Der Platz vor dem Kinderhaus soll nach Vorstellung Juretzkas gepflastert werden, was nicht jedem Marktrat gefiel. Granitsteine seien zum einen sehr teuer, zum anderen im Winter oft rutschig, lautete ein Einwand. „Asphalt und Pflaster sind kostenmäßig das Gegenteil“, bestätigte Juretzka auf den Einwand hin, den kostengünstigeren Asphalt zu verwenden.

Entscheidungen fielen in der Sitzung nicht. Jetzt muss das Gremium in sich gehen, um einen akzeptablen Weg für den Umbau der beiden Straßen und des Platzes vor dem Kinderhaus zu finden.

Auch beim Wertstoffhof in Parkstein ist eine Umgestaltung der Anfahrtswege nötig

Parkstein
Der Bereich vor dem Kinderhaus St. Pankratius (links) ist problematisch. Diskussionen gab es nicht nur zur Pöanung, sondern auch zu den angedachten Materialien für den Ausbau.
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