Patroziniumsfest ein großer Tag

Grund zum Feiern gibt es am Festtag des heiligen Sebastian in der Wallfahrtskirche "Kleine Kappl" bei Ottengrün.

Das Patrozinium der Kleinen Kappl wird diesen Sonntag gefeiert.
von Autor FSCProfil

Vor 290 Jahren, am 4. Oktober 1729, wurde die heute weithin als "Kleine Kappl" bekannte Wallfahrtskirche "St. Sebastian" von Abt Eugen Schmid vom Kloster Waldsassen geweiht. Um die Mitte des 15. Jahrhunderts war die Kappl als Schlosskapelle erbaut worden. Wegen der damals grassierenden Pest wurde sie dem heiligen Sebastian geweiht, dem als "Pest- und Viehpatron" verehrten Heiligen. Die Wallfahrt zum hl. Sebastian stand bald in voller Blüte, wurde aber durch die Reformation unterbrochen und erst um 1660 wieder aufgenommen.

Vom Weihedatum an feierte der Schlossgeistliche jeden Sonntag die Messe in der Kappl. Nur am Patroziniumstag und am Fest des heiligen Michael (29. September) zelebrierte der zuständige Pfarrer von Neualbenreuth in dieser Kirche. 1846 kam Ottengrün zum Königreich Bayern und damit vom Erzbistum Prag zur Diözese Regensburg. Die Wallfahrtskirche wurde der Pfarrei Neualbenreuth als Expositur zugeteilt und die Gutsherren verloren das Präsentationsrecht.

Lange Zeit war "Sebastiani" ein "großer Feiertag" für die Menschen in der "Fraisch". Noch heute ist dieses Kirchenfest eines der bedeutendsten Patroziniumsfeste und dies wird heute wie früher mit großer Teilnahme an den Gottesdiensten bezeugt. Aber auch die "weltliche Erbauung" wird bei Speis und Trank nach wie vor gepflegt. Am Sonntag, 20. Januar, wird um 10 Uhr die heilige Messe gefeiert. Die musikalische Gestaltung übernimmt die Blaskapelle des Musikvereins Ernestgrün.

 

 

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