21.12.2020 - 12:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Vorgabe: Zweite Zufahrt zur Staatsstraße sperren

Für eine bereits genehmigte Werbe-Stele beim Bürohaus "Alte Post" in Oberviechtach liegt dem Bauausschuss ein Tekturantrag aufgrund der Nähe zur Staatsstraße vor. Weiteres Thema ist ein geplanter Imbiss in einer Doppelgarage.

Zaun statt Pflanztröge: Nach Auffassung des Straßenbauamtes Amberg-Sulzbach reichen die massiven Kästen vor der Alten Post nicht aus, um die Zufahrt zur Staatsstraße 2159 dauerhaft abzusperren. Der Bauausschuss zeigte sich damit einverstanden, wenn die Hausbesitzerin dieser Forderung mit einer Einzäunung nachkommt.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Als eine kurze Angelegenheit entpuppte sich die Sitzung des Bauausschusses am Dienstagabend in der Mensa der Doktor-Eisenbarth-Schule. Nach knapp 15 Minuten war das letzte Treffen der Stadträte im Jahr 2020 auch schon wieder vorbei. Bauamtsleiter Andreas Mandl hatte die Sitzung gut vorbereitet und erläuterte die fünf Punkte der Tagesordnung, die von Bürgermeister Rudolf J. Teplitzky kurz vorgestellt wurden. Das gemeindliche Einvernehmen wurde jeweils einstimmig erteilt.

Drei Meter Abstand zur Straße

In der Septembersitzung hatte der Bauausschuss bereits die Errichtung einer Werbe-Stele beim Anwesen Zum Bahnhof 2 (ehemaliges Postgebäude/Alte Post) genehmigt. Das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach brachte in seiner Stellungnahme jedoch den Einwand vor, dass der Abstand zum Straßenraum von 1,90 Meter auf drei Meter vergrößert werden muss. Diese Auflage wurde nun mit einem Tekturplan erfüllt. Allerdings befindet sich die Stele damit im freizuhaltenden Sichtdreieck der zweiten Ausfahrt des Grundstücks in die Staatsstraße 2159. Das Straßenbauamt schreibt deshalb vor, diese zweite Durchfahrtsmöglichkeit dauerhaft durch eine bauliche Anlage (Einfriedung) zu verschließen. Die schon länger aufgestellten Pflanztröge reichten dafür nicht aus.

Der Bauausschuss genehmigte 2019 den Umbau des alten Postgebäudes

Oberviechtach

Laut Andreas Mandl wird die Bauherrin einen altstadtgerechten Zaun errichten und dies mit dem städtebaulichen Berater abstimmen. "Das Haus ist ein Schmuckstück geworden", lobte Bürgermeister Rudolf J. Teplitzky. Die mittlerweile abgeschlossene Renovierung mit Umbau zu einem Bürohaus wurde 2019 bei der Stadt beantragt.

In der Sitzung am Dienstag lag ein Bauantrag für den Einbau eines Imbisses in eine vorhandene Doppelgarage in der Nunzenrieder Straße vor. Nachdem es sich um Mischgebiet handelt, ist laut Andreas Mandl eine "Schank- und Speisewirtschaft grundsätzlich zulässig". Verwaltung und Stadträte sehen jedoch einige Punkte kritisch. Darunter die Situation bezüglich der Stellplätze mit An- und Abfahrtsverkehr. Ebenso die Lage der Doppelgarage an der Grundstücksgrenze, nachdem sich in Grenzgebäuden keine Aufenthaltsräume und Feuerungsstätten befinden dürfen. Da die Stadt lediglich die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen zu prüfen hat, wurde das Einvernehmen mit dem Hinweis erteilt, dass das Landratsamt die angeführten Punkte bei der Bearbeitung berücksichtigt.

Baulücke im Ortsteil schließen

Dem teilweisen Rückbau eines alten Wohnhauses in Niesaß wurde zugestimmt. Auf der Ergänzungsliste stand ein Bauantrag zur Errichtung eines Wohnhauses mit Garagen und Nebengebäuden in Wildeppenried. Wie der Bürgermeister erläuterte, handelt es sich dabei um eine Baulücke an der Straße nach Gartenried (gegenüber des Bolzplatzes). Das gemeindliche Einvernehmen wurde unter der Voraussetzung erteilt, dass die Sicherung der Schmutzwasserbeseitigung nachgewiesen wird. Rudolf J. Teplitzky informierte das Gremium noch über einen Antrag auf Genehmigungsfreistellung für den Neubau eines Einfamilienwohnhauses in Oberviechtach (Baugebiet Sandradl II westlich des Schützenheims).

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