23.09.2021 - 16:28 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Stadtrat vergibt Aufträge für Kindergarten-Neubau in Oberviechtach

Die Stadtratssitzung in Oberviechtach punktet nach der Sommerpause mit Informationen: Für einen Energie-Coach gibt es einen Zuschuss, die Grundschule ist mit Luftreinigungsgeräten ausgestattet und der Kindergarten-Neubau läuft.

Der neue städtische Kindergarten beim Freibad ist winterfest: Die Fenster sind eingebaut und aktuell werkeln die Maler und Trockenbauer in den Gruppenräumen mit Gartenzugängen (Bild). In Kürze folgt der Einbau der Innentüren.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

„Man merkt, dass wieder Aktivität ist. Die Gesellschaft blüht auf“, sagte Bürgermeister Rudolf Teplitzky zu Beginn der Stadtratssitzung am Dienstagabend in der Mensa der Doktor-Eisenbarth-Schule. Er listete eine Vielzahl von Veranstaltungen seit 21. Juli auf und meinte: „Alle drei Bürgermeister waren unterwegs, konnten aber nicht alle Termine schaffen.“

Der Bürgermeister lenkte dann den Blick auf eine Großbaustelle: Bevor am 7. Januar 2022 der neue städtische Kindergarten öffnet, müssen sich die Handwerker noch ins Zeug legen. Wie der Bürgermeister informierte, hat der Stadtrat folgende Aufträge nichtöffentlich vergeben: Bodenbelagsarbeiten an die Firma Brandl Innenausbau in Kelheim (34 484 Euro); Außenanlagen an die Firma Liegl Hoch- und Tiefbau in Leuchtenberg (311 798 Euro); Innentüren an die Firma „Süß - Objekte aus Holz“ in Oberviechtach (74 032 Euro); Blitzschutz an die Firma GET Simon in Pemfling (21 416 Euro).

Kurz berichtete Teplitzky dann vom ILE-Workshop in Winklarn. Die Oberviechtacher Themen im Zusammenschluss der zwölf Kommunen seien der Biotopverbund Siechenwiesen, das Haus Murach und ein Sternenpark mit Beobachtungspunkten am Bayerisch-böhmischen Freundschaftsweg. Im September fand ein Appell in der Grenzlandkaserne statt. Dabei wurde das in der Corona-Pandemie ausgefallene Jubiläum „60 Jahre Garnison“ im kleinen Rahmen gefeiert und anschließend 23 Soldaten mit den besten Wünschen für eine gesunde Rückkehr nach Mali verabschiedet.

Geräte für die Grundschule

Wie Teplitzky informierte, erhielt die ILE für die Bewerbungen zum Pilotprogramm „Demografiefeste Kommune“ eine Absage. Eine Zusage gab es allerdings für die Förderung eines Energie-Coaches für die Stadt. Dieser unterstützt bei der Umsetzung der Energiewende mit individueller Beratung. Am 26. August ging die Mitteilung des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) ein, dass die in der Langau angedachte "Bodenständig-Inititiative" unterstützt wird. Das Amt schreibt die Fachplanungen für den Boden- und Gewässerschutz aus. Im Frühjahr 2022 steht dann die Gründung einer Projektgruppe und die Abstimmung des Projektverlaufs mit den Landwirten vor Ort an.

"Ich bin glücklich und froh, dass wir mit dem Schulunterricht starten konnten", sagte der Bürgermeister und betonte: "Alle Klassenzimmer sind mit Co2-Ampeln bestückt." Luftreinigungsgeräte seien installiert, beziehungsweise mit Lieferung noch in dieser Woche bestellt, so dass dann die Grundschule, sowie in Absprache mit dem Schulverband auch die 5. und 6. Jahrgangsstufen der Mittelschule, "komplett ausgestattet sind". Auf Nachfrage von Lydia Eckert erklärte Teplitzky, dass die Geräte nicht gemietet, sondern angekauft wurden.

Freibad-Liegen nicht benutzt

Nächster Punkt war die Freibadsaison 2021. Dazu wurde Bademeister Reinhard Klein das Wort erteilt. Dieser berichtete von 1700 verkauften Einzel-Saisonkarten und insgesamt 14 101 Besuchern. Lob gab es laut Klein vonseiten der Badegäste für die vom Bauhof angefertigten großzügigen Umkleidekabinen sowie für die Tatsache, dass der Besuch ohne Anmeldung und Zeitfenster jederzeit möglich war. "Die nachträgliche Kiosk-Aktivierung hat nicht geklappt", berichtete der Bademeister. Die zehn angekauften Liegen wurden wegen der Corona-Pandemie eingelagert, da sie nach jeder Benutzung hätten desinfiziert werden müssen. Für das Jahr 2022 wünscht er sich eine neue Gras-Box für den Rasenschnitt, da diese aufgrund des Kindergartenneubaus wegfiel. Außerdem sollte der Stadtrat über einen neuen Zaun ums Gelände nachdenken, "da der Maschendrahtzaun schon über 40 Jahre alt ist und nicht mehr viel hält".

Die Freibadsaison 2021 in Oberviechtach

Oberviechtach

Rudolf Teplitzky informierte die Stadträte über das Gespräch mit den Hofer Bürgern nach der Beschlussfassung am 20. Juli 2021 über die weitere Vorgehensweise bezüglich der Ausweisung von Flächen für Sonnenfelder (siehe Bericht vom 22. September). Er sei zuversichtlich, dass die zwei Wünsche der Hofer "maximale Begrünung und örtliche Verschiebung nach hinten" berücksichtigt werden können. Zum "Bürgerbegehren" sei die Klage vom Gericht zurückgeworfen, es laufe jedoch noch die Einspruchsfrist, so dass das Thema erst anschließend auf der Tagesordnung stehe. "Ich bin Bürgermeister und muss für die Zukunftsfähigkeit der Stadt sorgen", stellte Teplitzky klar. "Das ist meine Aufgabe und die wird nicht immer allen gefallen." Wie er erwähnte, unterstütze das Projekt die Aktivitätsfelder "starkes Mittelzentrum" mit Erweiterung des Industriegebietes sowie die "generationsübergreifende Infrastruktur" mit der Kombination aus Sonnenfeld und Grüngürtel als Beitrag für Energiewende und Biodiversität. Günter Gilch fragte nach Verkaufsangeboten von Bürgern bezüglich Gewerbeflächen nach. "Es wurden viele Gespräche geführt und es gab viele Absagen", informierte der Bürgermeister. Es gebe nichts Greifbares, aber er bleibe weiterhin dran.

Aufträge vergeben

Weitere Auftragsvergaben des Stadtrates betrafen das Wasserwerk am Galgenberg: Die Aufträge für die PV-Anlage (162 415 Euro) und die elektrische Installation (197 001 Euro) gingen jeweils an Elektro Hein in Oberviechtach. Mit der Erarbeitung einer neuen Gestaltungssatzung mit Handbuch zur "Altstadtsanierung Oberviechtach" wurde die Schirmer Architekten- und Stadtplaner GmbH in Würzburg beauftragt. Planungsaufträge an Architekturbüros wurden für die Wasserleitung in Lind, für die Erneuerung der Industriestraße und die Straße "Dreifaltigkeit" vergeben. Den Eigenanteil der Stadt für den Breitbandausbau im Förderprogramm "Sonderaufruf Gewerbegebiete" bezifferte der Bürgermeister auf 93 072 Euro (die Rechnung der Leonet AG lautete auf 930 722 Euro).

Das Erfrischungsgeld für die Wahlhelfer bei der Bundestagswahl wurde auf 40 Euro je Person festgesetzt. Es wurden sieben Urnenwahllokale und fünf Briefwahllokale mit jeweils acht Wahlhelfern gebildet.

Der Kindergarten-Neubau in Oberviechtach läuft gut voran

Oberviechtach

Debatte um Sonnenfelder in Oberviechtach

Oberviechtach

"Die nachträgliche Kiosk-Aktivierung hat nicht geklappt."

Bademeister Reinhard Klein informiert im Stadtrat zur Freibadsaison 2021

Bademeister Reinhard Klein informiert im Stadtrat zur Freibadsaison 2021

 

 

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