02.09.2020 - 13:40 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Oberviechtacher Stadtarchiv auf der Zielgeraden

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Durchatmen im Rathaus: Seit Anfang der Woche sind Fenster und Türen im künftigen Stadtarchiv gesetzt; der Innenausbau kann starten. Nicht nur die Fassade in Scheunen-Optik lässt das Gebäude interessant erscheinen.

Endspurt beim Stadtarchiv: Die Fenster und Außentüren sind eingebaut, jetzt startet der Innenausbau. Die Betonfassade behält ihre „Scheunen-Optik“.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Als der Stadtrat 2017 das Raumprogramm für den Stadtarchiv-Neubau im Mühlweg festzurrte, war der Einzug noch für Frühjahr/Sommer 2020 angedacht. Etliche Faktoren - wie die Diskussion um den Verbindungsbau zum Museum, die schwierigen Bodenverhältnisse und auch die Situation in der Baubranche mit vollen Auftragsbüchern - sorgten für zeitliche Verzögerungen. Mittlerweile sind Fenster und Außentüren gesetzt, der Innenausbau kann starten. "Die Einweihung in 2020 ist anvisiert", erklärt Wolfgang Ruhland auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien. Nicht nur der geschäftsleitende Beamte wird tief durchatmen, wenn das Bauprojekt seiner Bestimmung übergeben werden kann.

Konstante Raumtemperatur

Für den Umzug wird es langsam auch Zeit. Denn schon seit nahezu acht Jahren ist das städtische Archiv provisorisch im ehemaligen Telekom-Gebäude in der Nunzenrieder Straße untergebracht. Auch schon im "Haus der Bäuerin" (bis März 2013) war das Raumklima nicht günstig und etliche Akten mit Feuchte und Schimmel konfrontiert.

Das Stadtarchiv im Mühlweg wächst 2019 in die Höhe

Oberviechtach

Optimale Zustände gibt es in Kürze im Neubau. Das Haus ist klimatisiert und wie Ruhland betont, "verspricht die Zusammensetzung der Leichtbeton-Wände eine konstante Raumtemperatur." Hitze und Kälte sollen deshalb in Zukunft dem "städtischen Gedächtnis" nichts mehr anhaben können.

Am Montag, 31. August, setzte die Schreinerei Meier aus Thumsenreuth (Tirschenreuth) die großen Panoramafenster in Holz-Alu-Ausführung. Die Firma baute auch die zwei Außentüren (Taubenplatz und Museumshof) ein. Als nächstes werden die Schreiner die Innentüren setzen. Vorher wird in Ebene drei (Obergeschoss) noch der Parkettboden durch die Firma Brandl aus Kelheim verlegt. Diese hatte auch schon beim "Haus der Schwarz-Stiftung" (Ersatzbau für das Haus der Bäuerin) den Auftrag erhalten.

Mit Seminarraum

"Das Treppenhaus ist gut beleuchtet", stellt Wolfgang Ruhland fest. Hier fängt sich der Blick im Museumshof bis hinüber zum Kirchturm. Auch das Obergeschoss besticht durch ein Panoramafenster mit Aussicht über den Marktweiher. Der Raum wird jedoch noch mittels Mobilar geteilt. Der kleinere Bereich wird als Stadtarchiv-Büro genutzt, und daneben entsteht ein Seminarraum für Schulklassen und Interessierte, die Unterlagen einsehen wollen. "Eine Art Lesesaal, da die Akten das Haus nicht verlassen dürfen", erklärt Ruhland. Die graue Betonfassade behält ihre "Scheunen-Optik". Sie ist bis auf einige Nacharbeitungen fertig.

Hintergrund:

Stadtarchiv auf drei Ebenen

  • Planung
    2014:Ankauf des Soutschka-Hauses; 2016:Beschluss für den Neubau eines Stadtarchivs im Mühlweg;2017:Stadtrat zurrt Raumprogramm fest
  • Bauphase
    2018:Im März geht die Baugenehmigung ein; Abriss im Juli. Betonierung der Sohle zieht sich wegen schwieriger Bodenverhältnisse hinaus.2019:Hochbau mit Schalung der Betonwände; Treppeneinbau und Dachstuhl im November (Hebfeier am 27.11.2019). 2020:Dacheindeckung im Frühjahr; Ende August sind Fenster und Außentüren gesetzt. Im September startet der Innenausbau. Die Einweihung ist zum Jahresende geplant.
  • Räumlichkeiten
    Ebene eins:zwei behindertengerechte Toiletten; Technikraum, Depotraum fürs Museum. Ebene zwei: Archiv (Roll-Archiv und Regale), Raum für das Doktor-Eisenbarth-Archiv, Putzkammer. Ebene drei: Büro der ehrenamtlichen Stadtarchivarin, Vorbereitungs- bzw. Seminarraum, Garderobe, kleine Teeküche.
Panoramablick über den Marktweiher: Der Raum in Ebene drei wird mittels Mobiliar abgeteilt für das Stadtarchiv-Büro (links) und den Seminarraum.
Das Gebäude fügt sich in die Stadtsilhouette ein.
Der hintere Zugang über den Taubenplatz wird noch gepflastert.
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